Hallo ihr lieben Blogleser*innen! Es ist Sonntag und somit Zeit, einen Blick auf die vergangene Woche zu werfen.

Das Schnitzler hat nämlich einmal gesagt: „Am Ende gilt doch nur, was wir getan und gelebt, und nicht, was wir ersehnt haben.“ Weise Worte eines österreichischen Arztes, Erzählers und Dramatikers, der als einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne gilt. 

 In der englischen Verwendung wird der Ausdruck „at the end oft the day“ als Metapher verwendet und kann übersetzt werden mit „schließlich“ oder „letzten Endes“. Für die meisten Deutschen versteckt sich dahinter kein rhetorisches Mittel, sondern es bedeutet einfach nur „schließlich“.  

Schließlich hat etwas mit abschließen, Schluss machen, beenden zu tun. Man kann am Ende des Tages mit allem, was eventuell schiefgelaufen ist, abschließen. Nicht gelöste Probleme abhaken, weil langes Grübeln über mögliche Lösungen zu nichts führt, ein schlechtes Gewissen macht, uns unsere Unzulänglichkeit vor Augen führt, kurz für genau das Gegenteil von dem sorgt, was uns zum Glücklichsein am Ende eines Tages verhilft. 

Also eine Zusammenfassung oder ein Ergebnis eines Tages – Das Ende eines Tages. 

Was zählt am Ende des Tages? 

Wir sind immer schwer beschäftigt. Endlose To-Do-Listen und das befreiende Gefühl, wenn man sie endlich abhaken kann.

Wenn man sie denn abhaken kann. Wer kennt sie nicht: Die Listen, die immer länger werden, anstatt kürzer. Die Listen, die dafür sorgen können, dass wir unser „Warum“ aus den Augen verlieren. Wenn ihr abends einschlaft, was geht euch da durch den Kopf? Sind es die Sachen, die an dem Tag gut geklappt haben oder die, die ihr nicht geschafft habt und die nicht so funktioniert haben, wie erwartet? 

Da kommen wir der Sache schon näher, denn das Ergebnis eines Tages ist von vielen Faktoren abhängig. Das kann schon damit anfangen, wie ihr euch auf den Tag vorbereitet. Um ein Ziel zu erreichen wird empfohlen, rückwärts zu planen. Das bedeutet: Habt ihr euer Ziel vor Augen?  

Und was passiert, wenn wir es erreicht habt? Oftmals planen wir und das Leben passiert einfach. Wir können planen wie und was wir wollen, manche Dinge liegen außerhalb unserer Kontrolle und Einflussnahme. Und genau die sind es, die uns zur Verzweiflung bringen können. Also planen wir noch mehr, um mehr Kontrolle und Sicherheit zu erlangen. Oder wenigstens ein Gefühl davon. Das bedeutet, die Erwartungen an uns und unser Umfeld steigen und steigen. Und wir können sie nicht erreichen. Das Ergebnis am Ende des Tages: Frustration. Und noch mehr Erwartungen. Wir verlieren unser Ziel aus den Augen und setzen unseren Fokus an die falsche Stelle. Ihr seht – ein Teufelskreis. Und den habt ihr wahrscheinlich nicht auf eure To-Do-Liste gesetzt, oder? 

Daraus folgt die Frage: 

Wie können wir zufrieden und glücklich sein – am Ende des Tages? 

Gar nicht mal so einfach. Besonders in der aktuellen Lage. Seit Wochen müssen wir verzichten und uns einschränken. Viele sind durch Krankheitsfälle im näheren Umfeld oder durch Jobverluste betroffen. Schalten wir unsere Handys und Laptops an, oder schauen in die Tageszeitung, begegnen uns negative Nachrichten. Wie sollen wir da abends glücklich und zufrieden einschlafen? 

Gerade in Krisensituationen kann uns vor Augen geführt werden, was wirklich wichtig ist. 
Sind wir gesund? 
Haben wir ein Dach über dem Kopf? 
Haben wir genug zu essen und zu trinken? 
Haben wir Menschen, die wir lieben?  

Wir beziehen uns also auf die grundlegenden Dinge, abseits von Statussymbolen, weg vom Erfolgsdruck und den Erwartungen.  

 

Wir müssen lernen zu sehen, was uns wichtig ist!

Wie können wir es schaffen, am Ende des Tages weniger frustriert zu sein und zu etwas mehr Seelenfrieden zu kommen? 

Wir haben da ein paar Ideen: 

  • Handy aus, ein gutes Buch lesen und einen Tee trinken: Alles was dafür sorgen kann, dass ihr wirklich „abschalten“ könnt. Vielleicht gönnt ihr euch mal wieder ein schönes, warmes Schaumbad? Und danach direkt ins Bett!
     
  • Entspannungsübungen, wie Yoga oder Stretchen: Gerade nach einem langen Tag am Schreibtisch und ohne viel Bewegung, fühlen wir uns verspannt. Nicht nur mental, auch körperlich. Keiner verlangt von euch nach einem langen Arbeitstag noch 10 km laufen zu gehen (Es sei denn euch macht den wirklichen Spaß! In dem Fall: Go for it!). Wir würden euch weniger empfehlen abends zu meditieren, sondern solche Entspannungsübungen eher in den Morgen zu verlegen, da nach dem Aufstehen der Kopf noch „frisch“ ist und eher Kapazitäten für solche Übungen bietet.
     
  • Dankbarkeitstagebuch: Überlegt euch mind. 3 Dinge, für die ihr heute dankbar seid. Es gilt mittlerweile als erwiesen, dass zu viele Sorgen, zu viel Jammern und Meckern und der Fokus auf das Negative, sich auf die Gesundheit auswirken könnenDenn ein konstantes Maß an Negativität sorgt für einen erhöhten Cortisol-Spiegel. Das bedeutet, wir stehen unter Stress. Darüber haben wir beim Optimismusbeitrag schon berichtet. Wenn wir lernen, den Blick auf die positiven Aspekte in unserem Leben zu lenken, dann schenken wir diesen auch mehr Aufmerksamkeit. Wir haben ja gelernt: Energie folgt der Aufmerksamkeit! 

Wie alles, was neu ist und anders als unsere bisherigen Gewohnheiten: Alles braucht seine Zeit. Wir müssen es üben, abzuschalten und unseren Blick auf das zu lenken, was am Ende des Tages wirklich zählt. Also ganz wichtig an der Stelle: Seid nicht zu streng mit euch. Versucht es jeden Tag wieder und jeden Tag ein bisschen. Denn jede Zeit, die ihr in euch und euer Wohlbefinden investiert, ist wichtig.  

Und am Ende des Tages kommen wir vielleicht zu einer der wichtigsten Erkenntnisse:  

Morgen ist ein neuer Tag!  

Selbst wenn der Tag einfach nicht gut war (denn solche Tage gibt es und das ist ganz normal), dann haben wir jeden Tag die Chance es morgen nochmal zu versuchen. Wir haben die Möglichkeit Dass wir es morgen besser machen können, wenn es heute nicht geklappt hat.  

Jeder Tag kann ein Neuanfang sein. „Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden“ – Wie man so schön sagt. All diese Sprüche und Zitate, die wir alle gerne verwenden, um unseren Gefühlen und Gedanken Ausdruck zu verleihen, haben bei all der schweren Formulierung alle ihren wahren Kern. Klar, wir sind keine Dichter. Dennoch finden all diese Redewendungen ihren Verwendungszweck bis heute. 

Am Ende des Tages verstehen wir dadurch vielleicht, dass wir verantwortlich sind, für unser eigenes Glück und unser eigenes Wohlbefinden. Auch wenn es Phasen gibt, in denen das schwer zu akzeptieren ist. Wir können uns entscheiden, abends mit einem guten Gedanken einzuschlafen.  

Hier mal wieder ein Liedtipp:  Wise Guys – Am Ende des Tages  

Also – Was zählt für euch am Ende des Tages? Wir freuen uns auf eure Gedanken dazu in den Kommentaren oder per Mail an team@staerken.net ! 

Wir wünschen Euch einen schönen Tag

Jackie, Mary, Katharina und Dominique 😊