Bücher- Tore in andere Welten 

Ich lese gerne und viel und deshalb erscheint es mir richtig einen Blogbeitrag darüber zu schreiben.  

Bücher machen uns schlauer! Keine wirkliche Neuigkeit, sondern ein allgemein bekannter Fakt. „Bücher können Freunde, Lehrer oder Teufel sein.“, sagt der Volksmund und da ist schon etwas Wahres dran. 

Interessant hingegen wird es, wenn wir einen Blick darauf werfen, was genau ein gutes Buch mit deinem Hirn anstellt. Hierbei soll es nicht um den Weiterbildungseffekt von anspruchsvoller Fachlektüre gehen, sondern die Soft Skills. Ganz besonders emotionale Intelligenz steht im Vordergrund. Denn Erzählliteratur, egal ob Fantasy, Thriller, Krimi oder Erotik, kann neue Blickweisen eröffnen und uns im Leben weiterbringen – egal ob privat oder beruflich. 

In die Rolle eines Buchcharakters zu schlüpfen, kann uns, wie erwähnt, die Augen für neue Sichtweisen öffnen und neue Blickwinkel auf eigene Probleme liefern. Schließlich sind Konflikte in Büchern auch oft auf das echte Leben übertragbar. Machiavelli soll sogar so weit gegangen sein, dass er sich wie die Charaktere aus Büchern verkleidete und mit diesen Diskussionen führte. In vielen Fällen können wir Leser uns aber auch mit den Ansichten der Hauptcharaktere identifizieren, wodurch ein Gefühl der Zugehörigkeit geschaffen wird. Gerade für Menschen, die manchmal das Gefühl haben, sie spielen eine Außenseiterrolle, kann das ein Boost fürs Selbstbewusstsein sein. Denn: Man ist nicht länger der Einzige, der diese Denkweise hat. 

Bücher- Begleiter durch ein Leben: Ihr meint, das stimmt nicht! Dann beweisen wir Euch mal das Gegenteil: Bilderbücher, Kinderbücher Young -Adult, Sachbücher, Fachbücher, Bellestrik…, die Aufzählung könnte noch ein ganzes Stück weiter gehen, aber ich denke ihr versteht auch so worauf wir hinaus möchten😉 Selbst Menschen, die nicht gerne lesen kommen in ihrem Leben zwangsläufig mit dem ein oder anderen Buch in Kontakt und sei es nur, weil ihre Lehrkräfte sie dazu „zwingen“. 

Warum hat man überhaupt Bücher erfunden?  

Um Wissen zu bewahren, bestand die Notwendigkeit, Sprache zu fixieren, da die mündliche Weitergabe den Inhalt zum großen Teil verfälschte. Deshalb entwickelten die Hochkulturen der Antike verschiedene Beschreibstoffe und Vorläufer des Buches: Von Stein- und Holztafeln- zu Papyrusrollen, zum Pergament und schließlich zum Papier war es ein langer Weg.  

Papier ist eine Erfindung der Chinesen vor etwa 2000 Jahren. Sie konnte ca. 500 Jahre lang geheim gehalten werden und gelangte um ca. 500 n. Chr. nach Korea, ca. 600 n. Chr. nach Japan, ca. 750 n. Chr. nach Arabien, ca. 800 n. Chr. nach Ägypten und ca. 1200 n. Chr. nach Europa. In Deutschland war die Papierherstellung erst ca. 1300 angekommen.  

Bis ins Mittelalter wurden Bücher mit der Hand geschrieben. Die Bücher wurden von Kopisten, die oft im klösterlichen Scriptorium (lateinisch: Schreibstube) arbeiteten, mühsam mit der Feder abgeschrieben. Die Herstellung eines Buches dauerte manchmal Monate. Daher gab es nur wenige, sehr kostbare Bücher.  

Sie wurden hauptsächlich von Geistlichen für Theologen oder für Herrscher geschrieben, die diese in Auftrag gaben. Dabei handelte es sich meist um Bibelauszüge, Kommentare, liturgische oder auch antike Texte. Viele mittelalterliche Bücher waren mit goldenen und farbigen Verzierungen geschmückt, die den Beginn eines neuen Textabschnitts markierten, den Text illustrierten oder als Randdekorationen dienten.  

Der Bucheinband bestand aus hölzernen Deckeln, die oftmals mit Metallbändern verstärkt waren und durch Schließen zusammengehalten wurden. Häufig war der Einband mit Leder überzogen und bisweilen reich mit Gold- und Silberarbeiten, Emaille und Edelsteinen geschmückt.  

Mit beweglichen Lettern revolutionierte Johannes Gutenberg den Buchdruck. Plötzlich konnte man Bücher schnell, günstig und massenhaft produzieren. Bücher wurden im Laufe der Zeit immer „billiger“ und die Einführung der allgemeinen Schulpflicht führte dazu, dass immer mehr Menschen Lesen und Schreiben lernten. 

 

Wann ist ein Buch ein Buch? 

Ein Buch ist nach traditionellem Verständnis eine Sammlung von bedruckten, beschriebenen, bemalten oder auch leeren Blättern aus Papier oder anderen geeigneten Materialien, die mit einer Bindung und meistens auch mit einem Bucheinband versehen ist. 

Die Bezeichnung geht zurück auf mhd. buoch, ahd. buoh; das germanische *boka–, auch bezeugt in gotisch boka, trug eigentlich die Bedeutung „Buchstabe“; erst der Plural got. bokos meinte ein „Buch, Schriftstück“; noch im Althochdeutschen stand die Pluralform buachon für ein einzelnes Buch, dies wohl in Anlehnung an lat. littera und griech. gramma „Schriftstück“; daher ist eine Entlehnung aus den alten Sprachen anzunehmen; verwandt sind außerdem engl. book; schwed. bok und niederländisch boek „Buch“.  


Bücherwürmer 

Die Bezeichnung Bücherwurm bezog sich zunächst auf ein in Büchern lebendes Insekt, meint seit dem 17. Jh., aber auch einen viellesenden Menschen 

Zitat des Tages:

Bücher 

Alle Bücher dieser Welt
Bringen dir kein Glück,
Doch sie weisen dich geheim
In dich selbst zurück. 

Dort ist alles, was du brauchst,
Sonne, Stern und Mond,
Denn das Licht, danach du frugst,
In dir selber wohnt. 

Weisheit, die du lang gesucht
In den Bücherein,
Leuchtet jetzt aus jedem Blatt –
Denn nun ist sie dein.

Erschienen: April 1918  

Nein, diesmal nicht von Helmut Zöpfl, sondern von Hermann Hesse😉 


Mehr Bücherzitate gibt’s auf: 

www.studienscheiss.de/zitate-lesen  

Wie sich unser Hirn durchs Lesen verändert: 

1) Mehr als nur das Sprachzentrum wird aktiviert 

Wenn wir lesen, geht es nicht nur um die Sprache selbst. Worte zusammengefügt zu detaillierten Beschreibungen regen verschiedenste Regionen in unserem Gehirn an. So wurde schon im 18. Jahrhundert festgestellt, dass das Lesen von Erzählliteratur unsere Gefühle und Motorik beeinflusst. Fliegt Harry Potter zum Beispiel auf seinem Besen über das Quidditchfeld, spüren wir genau wie er, den Wind in unseren Haaren und hören die Fangesänge der Zuschauer. Erfahren wir hingegen, dass beispielsweise Daenerys Targaryen im Kampf um den Eisernen Thron wieder einen geliebten Begleiter verliert, spüren wir ihre Trauer in uns selbst. 

2) Besserer Umgang mit Konflikten 

Mit der steigenden Empathie, die wir durchs Lesen gewinnen, gelingt es uns auch besser Probleme zu lösen. So fällt es Leseratten leichter, die Sicht eines Anderen zu verstehen und auf dessen Wünsche und Bedürfnisse einzugehen. Kompromisse können schneller gefunden werden. Dies bringt nicht nur Vorteile im Privatleben mit sich, sondern ist auch am Arbeitsplatz Gold wert. 

3) Stress wird auf einfache Art abgebaut 

Eine Studie der University of Sussex zeigt, dass das Lesen fiktionaler Werke effektiver zum Stressabbau ist, als Musik hören oder spazieren gehen. Konzentrieren wir uns auf die Welt zwischen den Seiten, gerät unser Hirn in eine Art Stand-By Modus, ähnlich wie beim Meditieren. Doch nicht nur psychischer Stress wird bekämpft, sondern auch körperlicher. Nach nur sechs Minuten des stillen Lesens, beruhigte sich der Herzschlag der Testpersonen und ihre Muskeln entspannten sich. Zudem kann die Entspannung durch Lesen auch Schlafproblemen vorbeugen. 

4) Zur Persönlichkeitsentwicklung wird beigetragen 

Gemeint ist hierbei nicht, dass ein Leser den Protagonisten seines Lieblingsbuchs nachmachen soll. Jedoch kann man sich das ein oder andere abschauen. Gerade die Art, wie ein Charakter mit Problemen umgeht oder sich selber Mut zuspricht, kann besonders den Introvertierten helfen, Selbstbewusstsein zu entwickeln. Das geht soweit, dass sogar Führungsqualitäten gefördert werden können. 

5) Im Alter wird weniger vergessen 

Diverse Studien sind sich einig: Das Lesen von Büchern hat einen positiven Effekt für das Alter, speziell in Bezug auf das Erinnerungsvermögen. Insgesamt schreitet der Vergessensprozess von Lesern um 32 Prozent langsamer voran als der von Nichtlesern. Eine Studie des Magazins Proceedings of the National Academy of Sciences besagt zudem, dass Menschen die regelmäßig lesen, weniger Anzeichen von Alzheimer aufweisen. 

6) Die Weltoffenheit steigt 

Wer regelmäßig liest, ist toleranter und weltoffener. Untersucht wurde dies zum Beispiel an der Harry Potter Reihe. Thematiken wie Diskriminierung von Halbwesen oder Hexen und Zauberern mit nicht-magischen Eltern, Mobbing von Schülern durch Mitschüler und Lehrer, oder Parallelen zwischen dem Dritten Reich und Lord Voldemorts Schreckensherrschaft, hatten bei Kindern und Erwachsenen positive Effekte. Die Problematiken lassen sich auf aktuelle Konflikte unserer Gesellschaft anwenden und beeinflussen Leser dementsprechend. So zeigten im Experiment Testpersonen nach dem Lesen solcher Textstellen eine offenere Haltung gegenüber Migranten oder Homosexuellen. 

7) Kreativität und Vokabular werden verbessert 

Linguistische Studien untersuchten den Wortschatz von Lesern und Nicht-Lesern im englischsprachigen Raum und Überraschung: Wer viel liest, kennt fast 10.000 Worte mehr und kann sich dementsprechend abwechslungsreicher ausdrücken. Kombiniert mit der gesteigerten Kreativität, für welche das Lesen sorgt, sind viele Leser*innen auch bessere Schreiber. Doch nicht nur Schriftsteller*innen und Journalist*innen kommt die Kreativität zu Gute. Jeder kann davon profitieren, indem er sowohl im Privat- als auch Arbeitsleben kreativere, individuellere Ideen hat. 

Zuletzt der Wichtigste Punkt: 

Lesen macht glücklich  

Natürlich sind die sieben oben genannten Einflüsse des Lesens auf unser Gehirn schon bemerkenswert, doch vor allem das Glück, welches Bücher in Millionen von Menschen auslösen, ist der größte Vorteil. 

Leser*innen sind meist ausgeglichener und zufriedener im Leben und lieben es schlichtweg, sich eine Auszeit in einer anderen Welt zwischen den Seiten zu gönnen.  

Büchergenre 

Bereits Aristoteles hat eine Reihe von Genres beschrieben und nach ihm eine Menge anderer Autoren wie Goethe und Schiller. Keine Auflistung von Genres und Subgenres gleicht der anderen. Und in jeder weiteren Veröffentlichung finden sich neue Unterteilungen. Das größte Problem: Die Kriterien für die Klassifizierung sind vollkommen unterschiedlich. Während Krimis und Liebesgeschichten anhand des Hauptplots einem Genre zugeordnet werden, ist bei den historischen Romanen entscheidend, wann die Geschichte stattfindet.  

Es scheint fast subjektiv, welche Genres unterschieden werden und ob ein Buch nun diesem oder jenem Genre zugeordnet wird. Das Wort „Genre“ stammt aus dem Französischen (ausgesprochen ungefähr „schongre“) und bezeichnet die Art oder Gattung, der ein Text angehört, Genres sind eine Art Ordnungsprinzip; sie helfen uns, bei vielen unterschiedlichen Geschichten wiederkehrende Muster zu erkennen: 

Historischer -oder lieber ein Liebesroman, Krimi, Thriller, Fantasy oder Science Fiction… Die grobe Einteilung ist recht leicht. Wir behaupten Mal jeder kennt den Unterschied zwischen einem Krimi und einem Science-Fiction-Roman, zwischen einem Liebesroman und einem Fantasyroman. Aber wie nennt man einen Kriminalroman, in dem Vampire oder Werwölfe die Verbrechen begehen oder sie als Polizisten aufklären? Zu welcher Gattung gehört ein Fantasyroman, dessen Handlung nicht in einer fiktiven Welt, sondern in der Gegenwart oder in der Zukunft spielt? Und was ist der Unterschied zwischen einem historischen Roman und einem Historienroman? Klingt doch beides fast gleich. Doch während ein historischer Roman von einem geschichtlichen Ereignis oder einer Persönlichkeit handelt, ist der Schwerpunkt im Historienroman ein anderer; es geht um eine Liebesgeschichte, die in einer bestimmten Zeit spielt. Im Englischen wird dieses Genre als „Historical Romance“ bezeichnet. 

Wer mehr Infos dazu braucht, kann gerne weiter nachlesen: 

www.checklisteo.de//buch-genres  


Darüber hinaus sind Bücher auch „Gedankenträger“-die Gedanken von gestern sind damit noch heute lebendig, die Vergangenheit – zugänglich. Das Buch ist das feste Gedächtnis der Menschheit. Unsere Geschichte, unsere Phi-losophie und unser Welt-Wissen wurde in Bücher gefasst und von großen Werken geprägt, die die kulturelle Entwicklung in Europa entscheidend beeinflusst haben. 

Bücher- Tore in andere Welten heißt der Beitrag nicht umsonst. Eine Tasse Tee, ein Buch und dann einfach abtauchen in fremde: Städte, Länder oder ganze Welten. Natürlich sollte man niemals Fiktion und Realität zu stark vermischen – auch Bücher haben ihre Schwächen und unlogischen Aspekte (wieso muss zum Beispiel nie jemand auf die Toilette?). Doch zweifelsfrei bereichern sie das Leben.  

Die Zeit zum Lesen, kann man nämlich immer finden – selbst wenn es nur ein paar Minuten am Tag sind. 

Ich lese auf dem Hin- und Rückweg von der Arbeit das entspannt und sorgt dafür, dass ich kurzzeitig meine Probleme, Sorgen… ausblende und mit einem Charakter mit -liebe, -lebe, -leide… 

 

Worauf wartet ihr also? Auf zur Buchhandlung, zur Bücherei oder zum nächsten Bücherschrank und gönnt Euch ein schönes Stück Erzählliteratur.  

Damit sind wir wieder am Ende unseres heutigen Blogeintrages. Wie immer hoffen wir, dass es euch gefallen hat! Lasst uns gerne einen Kommentar da oder schreibt uns eine Mail an team@staerken.net ! Oder schaut vorbei auf:

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Wir wünschen Euch einen schönen Tag

Katharina, Dominique, Jackie und Mary 😊