Engagement macht stark! – Bürgerschaftliches Engagement- wir sind dabei! 

Komischer Titel eines Blogbeitrags, findet ihr?! 

Kann sein, aber erstens gibt es seit ca. 20 Jahren das Bundesnetzwerk „Bürgerschaftliches Engagement“, ein Zusammenschluss von Akteuren aus Bürgergesellschaft, Staat und Wirtschaft. Dessen übergeordnetes Ziel es ist, die Bürgergesellschaft und bürgerschaftliches Engagement in allen Gesellschafts- und Politikbereichen nachhaltig zu fördern.

Zweitens ist unser Land Vorreiter;

Nordrheinwestfalen hat als erstes der Bundesländer bereits 2002 einen Engagementnachweis eingeführt. Der Engagementnachweis NRW »Füreinander.Miteinander – Engagiert im sozialen Ehrenamt« dokumentiert und würdigt bürgerschaftliches Engagement in Nordrhein-Westfalen. Mit diesem Dokument können die fachlichen und sozialen Kompetenzen der bürgerschaftlich Engagierten sowie die im Ehrenamt erworbenen Fähigkeiten bescheinigt werden. Eine Reihe von Trägerorganisationen des sozialen Engagements, z.B. die Wohlfahrtsverbände, der Paritätische, die Diakonie, Freiwilligenzentralen, Kirchen usw., sind bereits berechtigt, den Nachweis auszustellen. 

Was verbirgt sich hinter der Bezeichnung bürgerschaftliches Engagement? 

Umgangssprachlich werden die Begriffe Ehrenamt, Freiwilligenarbeit, Selbsthilfe oder freiwilliges Engagement, auch wenn sie im engeren Sinn verschiedene Formen des Engagements charakterisieren, häufig synonym zu bürgerschaftlichem Engagement verwendet. Ebenso wird – fast beliebig – von Ehrenamtlichen, Engagierten, Freiwilligen, Aktiven gesprochen. 

Die Begriffe stehen aber zum einen für diverse Traditionen, in denen sie entstanden sind, oder zum anderen für einen unterschiedlichen Kontext und Blickwinkel, in dem sie benutzt werden. 

Freiwilliges Engagement 

In der Regel bezeichnet der Begriff eine freiwillig gewählte und ohne Entlohnung geleistete Arbeit im gemeinnützigen Bereich. Freiwilliges Engagement und Freiwilligenarbeit wird informell als individuelle Hilfe und Nachbarschaftshilfe oder institutionalisiert im Rahmen von Organisationen und Institutionen geleistet. Freiwilligenarbeit ist in vielen Bereichen der Gesellschaft möglich. Freiwilligenarbeit ergänzt und unterstützt bezahlte Arbeit, tritt aber nicht in Konkurrenz zu ihr. Freiwilligenarbeit kann auch im Rahmen von gesetzlich geregelten Freiwilligendiensten geleistet werden. Freiwilligenarbeit ermöglicht Einblicke in andere Lebensbereiche, erweitert die Sozialkompetenz, bietet Kontaktmöglichkeiten und kann Ausgleich zu Alltag oder Berufsarbeit sein. Die mit Freiwilligenarbeit beschriebenen Tätigkeiten können teilweise auch mit den Begriffen Ehrenamt, Selbsthilfe, freiwilliges Engagement oder bürgerschaftliches Engagement erfasst werden, so dass diese Begriffe im allgemeinen Sprachgebrauch nicht immer trennscharf benutzt werden. 

Bürgerschaftliches Engagement 

Der Begriff Bürgerschaftliches Engagement wurde geprägt in dem Verständnis einer aktiven Bürgergesellschaft, in der die freiwillig engagierten Bürgerinnen und Bürger aktiv die Gesellschaft, den Staat und die Politik mitgestalten. Der Begriff des bürgerschaftlichen Engagements hat sich in der Alltagssprache nicht durchgesetzt. Er wird aber häufig in der Fachliteratur und auch als Oberbegriff für die vielfältigen Engagement- Formen verwendet. 

Die Enquetekommission »Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements« des Deutschen Bundestages hat 2002 für den Begriff inhaltliche Kriterien entwickelt:  

Bürgerschaftliches Engagement ist freiwillig, nicht auf materiellen Gewinn gerichtet, gemeinwohlorientiert, öffentlich bzw. findet im öffentlichen Raum statt und wird in der Regel gemeinschaftlich bzw. kooperativ ausgeübt. Bürgerschaftliches Engagement kann sowohl dauerhaft und kontinuierlich als auch kurzfristig und spontan angelegt sein. Bürgerschaftliches Engagement erzeugt soziales Kapital, demokratische Kompetenz und informelle Lernprozesse. In diesem Verständnis umfasst das bürgerschaftliche Engagement ein breites Spektrum: 

  • Mitgliedschaft und Mitarbeit in Vereinen, Verbänden, Gewerkschaften 
  • Mitarbeit in gemeinwohlorientierten Einrichtungen 
  • Direkt-demokratische Bürgerbeteiligung 
  • Beteiligung an Protestaktionen im Rahmen von Bürgerinitiativen und sozialen Bewegungen 
  • finanzielles Engagement in Form von Spenden und Stiftungen. 

DIESER LINK führt zum Abschlussbericht 2020 der die Enquetekommission »Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements« des Deutschen Bundestages repräsentiert.

Auch das Ehrenamt bzw. die ehrenamtliche Tätigkeit ist eine Form des bürgerschaftlichen Engagements. 

Ehrenamt 

Das Ehrenamt hat in Deutschland eine lange Tradition. Der Begriff Ehrenamt bezeichnet ein freiwilliges, formalisiertes, verbindliches und andauerndes Engagement durch die Übernahme eines Amts, das ohne Entgelt und oft neben einer Erwerbstätigkeit ausgeübt wird. Als Ehrenamt gilt das klassische, auf das Gemeinwohl gerichtete Engagement in Verbänden und Vereinen, in politischen, gesellschaftlichen und kirchlichen Gremien sowie die Ämter der Schöffen, Betreuer und Bewährungshelfer.  

Der alte Pfadfinderspruch „Jeden Tag eine gute Tat“ gilt für viele heute noch. Die Gründe, sich ehrenamtlich zu engagieren, sind vielfältig. Für alle ehrenamtliche Tätigkeiten gilt jedoch: 

  • Sie geben ein gutes Gefühl. 
  • Sie eröffnen für andere – Menschen, Gruppen, Tiere und die Natur – wichtige Möglichkeiten. 
  • Sie eignen sich als Karriere-Booster. 

Das Ehrenamt hat auch noch einen eigenen Tag. Der „Tag des Ehrenamtes“ findet jährlich am 05.Dezember statt.  

Warum sozial engagieren? Es ergeben sich spannende Vorteile! 

In Deutschland engagieren sich mehr als 23 Millionen Menschen in über 600.000 Vereinen, aber auch in anderen Initiativen, Organisationen und Stiftungen. Zwar sind immer mehr Bürger bereit, sich freiwillig für die Gesellschaft zu engagieren, jedoch zunehmend kurzfristig und außerhalb der etablierten Organisationen wie Feuerwehr und Deutsches Rotes Kreuz“, resümiert die Bundestagsabgeordnete Hinz. „Dabei sind gerade die jungen Menschen im Alter zwischen 14 und 24 Jahren aktiv. Ob in der Bildung und Jugendarbeit, in der Gesundheit und Wohlfahrt, in der Kultur und Musik, im Sport oder im sozialen bzw. politischen Bereich – überall engagieren sich Bürgerinnen und Bürger und investieren freiwillig einen großen Teil ihrer individuellen Zeit und persönlichen Energie. 

Komischer Begriff Ehrenamt 

Wir verbinden mit ehrenamtlichen Tätigkeiten nur sehr bedingt so etwas wie „Ehre“, deshalb ist der Begriff „Ehrenamt“ etwas unmodern geworden. Es gibt eine ganze Reihe von Alternativbegriffen wie „Bürgerschaftliches Engagement“ oder auch „Freiwillige soziale Arbeit“. Egal wie wir es nennen, ich finde es sehr wichtig festzustellen: „Freiwilliges Engagement basiert auf persönlicher Motivation.“ Menschen entscheiden sich, für sich und ihr Umfeld, Gutes zu tun. 

Zahlen und Fakten 

www.bmi.bund.de/engagement-artikel

In Deutschland engagieren sich rund 31 Millionen Menschen in ihrer Freizeit für das Gemeinwohl. Ob auf dem Sportplatz, im Seniorenheim oder beim THW (Technisches Hilfswerk)– das Ehrenamt bereichert das Zusammenleben unserer Gesellschaft und bietet für Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen Hilfe und Unterstützung. 

Warum sollte ich ehrenamtlich tätig sein? 

Sich sozial zu engagieren…

❤️ gibt Dir das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben.

❤️ vermittelt das Gefühl, gebraucht zu werden. 

❤️ ist ein sinnvoller Einsatz der Freizeit. 

❤️ lässt Dich Erfahrungen sammeln. 

❤️ gibt Dir die Möglichkeit, wieder etwas zurückgeben. 

❤️ gibt Menschen eine Chance, mehr zu erreichen. 

❤️ kreiert schöne Momente im Leben von dir und anderen 

❤️ ermöglicht es, ein positives Lebensgefühl zu teilen. 

❤️ ist die Gelegenheit, Wissen weiter zu geben. 

❤️ verleiht anderen Mut und „Flügel“. 

❤️ bedeutet Trost. 

❤️ lässt Dich Erfolgserlebnisse feiern. 

❤️ bedeutet Spaß an Arbeit. 

❤️ ist eine hervorragende Möglichkeit, Deine Empathie einzusetzen. 

❤️ stärkt soziale Kontakte. 

❤️ schult soziale Kompetenzen, die immer wieder eingeforderten social skills 

❤️ ist eine tolle Möglichkeit zur Vernetzung. 

❤️ sieht gut im Lebenslauf aus – wenn es längerfristig aufrechterhalten wird. 

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NRW konkret 

In Nordrhein-Westfalen leisten rund sechs Millionen Menschen einen ehrenamtlichen Beitrag für die Gesellschaft. Ehrenamtliches Engagement ist damit eine der wichtigsten Säulen in unserer Gesellschaft und gewinnt vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen einen besonderen Stellenwert. Mehr denn je brauchen wir die bürgerschaftliche Teilhabe und ihre Impulse zur Umsetzung zukunftsfähiger Konzepte und einer nachhaltigen Entwicklung. 

Gesellschaftliches Engagement ist nicht nur sinnvoll, es kann auch richtig Spaß machen. Denn kaum etwas ist erfüllender, als mit den eigenen Fähigkeiten und Talenten im Leben anderer Menschen einen spürbaren Unterschied zu machen. Als Ausgleich zum Job, Abenteuer nach der Schule oder Weiterbildung im Ruhestand – wer sich engagiert, erfährt nicht nur Dankbarkeit, sondern auch jede Menge über sich selbst. 

Woche des bürgerschaftlichen Engagements bundesweit, 10. bis 19. September 2021  

„Die »Woche des bürgerschaftlichen Engagements« wirft ein Licht auf das, was tagtäglich im Großen wie im Kleinen geschieht: das beeindruckende Engagement in unserem Land. Sie macht sichtbar, wofür sich diese 30 Millionen Menschen freiwillig engagieren und wie vielfältig unsere Gesellschaft ist. Ich danke allen Engagierten für ihren Einsatz.“  – Dr. Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 

 „Wenn wir alle etwas gelernt haben in dieser Zeit der Pandemie, dann ist es doch das: wie verletzlich wir als Menschen, als Gemeinschaft sind und wie sehr wir aufeinander angewiesen sind. Wie wichtig Solidarität und Zusammenhalt gerade auch in einer Krise sind.“ – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier 

Wer noch nicht genug Informationen hat, hier ein paar Sites: 

www.socialnet.de/lexikon/Buergerschaftliches-Engagement  

www.bmi.bund.de/DE/themen/heimat-integration/buergerschaftliches-engagement/bedeutung-engagement/engagement-artikel.html  

Setzt ihr euch auch ehrenamtlich für etwas ein? Wie sieht euer bürgerschaftliches Engagement aus? Schreibt uns gern. Wir sind gespannt auf eure Ideen zu diesem Thema. Wir freuen uns  

Damit sind wir wieder am Ende unseres heutigen Blogeintrages. Wie immer hoffen wir, dass es euch gefallen hat! Lasst uns gerne einen Kommentar da oder schreibt uns eine Mail an team@staerken.net !

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Wir wünschen Euch einen schönen Tag

Katharina, Dominique, Jackie und Mary 😊