Dauergestresstsein, Dauergenervtsein und Dauerangestrengtsein kennt ihr das? 

Manchmal ist dieser Blog so eine Art Retrospektive mit mir selbst, indem ich mich intensiver mit bestimmten Themen beschäftige, finde ich Lösungsansätze und entwickle Problemlösungsstrategien für mich, manchmal erinnere ich mich aber auch einfach nur: 

Es gab eine Zeit da war ich dauergestresst😩,- genervt😣 und -angestrengt😱. Ich hatte durch verschiedene Umstände schlichtweg vergessen fürsorglich zu mir zu sein, aus diesem Grund habe ich eine Zeitlang ein Lebenscoaching mitgemacht.

Das klingt vielleicht als wenn man dann die Antworten auf alle Fragen hat, aber das Gegenteil ist der Fall. Ich habe gelernt: Es ist unglaublich wichtig sich die Zeit zu nehmen, sich mit sich selbst zu beschäftigen, denn nur so kann ich wirklich wachsen und werden. Der Lebenscoach stellt nur Fragen, die Antworten muss ich selber finden.

Hilfe zur Selbsthilfe

Ich habe Euch einige dieser Fragen mitgebracht, weil sie mir persönlich wirklich geholfen haben. Außerdem bin ich der festen Überzeugung, dass dieses Pandemiejahr vielfach dazu geführt hat, dass ich mich wieder noch mehr mit den Bedürfnissen von anderen Menschen beschäftigt, mich und meine Bedürfnisse aber mal wieder vernachlässigt habe. Vielleicht geht es dem ein oder anderen von Euch ebenso?! 

Ich wechsle jetzt bewusst in das DU, denn jeder Mensch ist anders und sollte auch als Individuum, als Einzelwesen mit besonderen Bedürfnissen, Wünschen, Talenten…erkannt werden: 

Frag dich doch einmal und sei ehrlich zu dir selbst: 

Gelingt es dir zu tun, was dir guttut, ohne etwas erreichen zu wollen, ein Ziel vor Augen zu haben, ein Ergebnis vorzeigen zu müssen? Oder kommt, sobald du zum Buch greifen, einen Spaziergang machen oder dich in die Badewanne legen willst, prompt eine Stimme in dir hoch, die ungefähr solche Sätze parat hat: „Eigentlich müsstest du noch…“ oder „Dafür hast du jetzt echt keine Zeit.“ 

Mein Lebenscoaching hat damals so angefangen  

„Bist du schon einmal geflogen? Egal, wohin und wie lange du fliegst, werden immer wieder die gleichen Sicherheitshinweise vorgetragen. Ziemlich am Ende kommt ein Satz, der in etwa so lautet: „Im Falle eines plötzlichen Druckverlustes in der Kabine legen Sie zuerst Ihre eigene Sauerstoffmaske an, bevor Sie anderen Mitreisenden und Kindern helfen.“ 

Waaaaas? Ich zuerst? 

Vor den Menschen, die ich liebe und vor Kindern 👨‍👩‍👧‍👦, die noch ihr ganzes Leben vor sich haben? 

Das ist doch absolut egoistisch, oder? 

NEIN. 

Das ist nicht egoistisch, sondern logisch.

Im halb erstickten Zustand kannst du wohl kaum irgendjemand anderem helfen, oder? 


Das Beispiel lässt sich sehr gut auf deinen Alltag und die restlichen Lebensbereiche übertragen. 

Deine Selbst(für)sorge ist wie eine Sauerstoffmaske, die es dir überhaupt möglich macht für andere da zu sein.  

Wenn du dich nicht wohl fühlst, bist du alles andere als empfänglich für die Probleme und Bedürfnisse von anderen. Es ist dann fast unmöglich, ein ehrliches, aufrichtiges offenes Ohr und Herz für andere zu haben. Wenn du nicht dafür sorgst, dass es dir gut geht, bist du nicht in der Lage, ein mitfühlender Elternteil, ein liebender Partner oder eine fürsorgliche Freundin zu sein. 

Umgekehrt erhöht Selbstfürsorge deine Empathie anderen gegenüber – sie lässt dich ihnen mit Freundlichkeit, Offenheit und Akzeptanz begegnen. 

Heißt also: Ich muss erst mit mir im Reinen sein, mich lieben, liebevoll zu mir sein, damit ich das wirklich an andere Menschen weitergeben kann.  

Nimm dir Zeit dich zu fragen und sei ehrlich zu dir selbst! 

Was für ein Mensch bin ich wirklich?  

Was ist meine größte Stärke?  

Was ist meine größte Schwäche?  

Welchen Traum möchte ich verwirklichen?  

Wer (oder was) inspiriert mich?  

Was würde ich an mir selbst gerne verändern?  

Finde ich Menschen, die mir ähnlich sind, sympathisch?  

Was ist meine größte Leidenschaft?  

Wie beschreibe ich mich selbst in einem Satz?  

Wofür bin ich dankbar?  

Was macht mich besonders?  

Liebe ich mich wirklich selbst?  

Bin ich mit meinem Äußeren zufrieden?  

Bin ich mit meiner Persönlichkeit zufrieden?  

Aus welchen Fehlern habe ich etwas gelernt? 

Was macht mich glücklich?  

Was will ich wirklich?  

Worauf würde ich auf keinen Fall verzichten? 

Womit würde ich mich gerne mehr beschäftigen?  

Was ist schlimmer: Scheitern oder es nicht versucht zu haben?  

Es ist erstaunlich, dass einige der Antworten immer gleichbleiben, bei anderen sich die Antworten aber stetig ändern. Bitte glaubt nicht, dass Selbstfürsorge eine Art Preis ist, die ich mir erst verdienen muss. 

Es ist oder sollte vielmehr natürlich sein, sich um sich selbst zu kümmern so wie es für viele von uns eben auch natürlich ist sich um andere Menschen, um Tiere oder Dinge zu kümmern. 

Man geht davon aus das ca. 95% unseres Alltags auf Effizienzmaximierung und Optimierung ausgelegt sind, ist das nicht schrecklich? Ich bin ein absoluter Listenmensch. Teilnehmerlisten, To-Do-Listen, Checklisten und Einkaufslisten bestimmen mein Leben. 

Versteht mich nicht falsch, ich brauche diese Listen, denn sie helfen mir strukturierter und damit auch ein Stück weit gelassener meinen Alltag zu bewältigen, aber auf dieser Liste steht auch immer wieder „Buch lesen“ oder auch sowas wie „nach 18Uhr keine Termine mehr machen“, warum? Weil ich die Zeit für mich einplanen muss, sonst fällt die nämlich als aller erstes hinten über, wenn irgendwas mehr Zeit gebraucht hat als gedacht oder wenn noch irgendwer spontan Hilfe benötigt hat. „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst.“, steht schon in der Bibel 

Will heißen: nur wenn du dich annehmen kannst wie du bist mit deinen Stärken, Schwächen, deinem Aussehen… und dafür sorgst, dass es dir gut geht, kannst du auch aufrichtig für andere da sein. 

Ist irgendwo irgendetwas in Schieflage, kommt Bitterkeit in dir hoch oder die Enttäuschung über dein „Versagen“ macht dich unfähig zum Handeln. 

Wir sind Einzelwesen und zu Recht stolz darauf. Dann ist es aber nur naheliegend, dass daraus hunderte, tausende… verschiedene Denk-, Lebensweisen und Ansichten resultieren. Niemand steht morgens auf und nimmt sich vor „Heute ärgere ich XY mal so richtig“ 😉Das sollten wir nicht vergessen.  

Oder um es wie Balu aus dem Dschungelbuch zu sagen: „Probier´s mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit…“ 

Damit sind wir wieder am Ende unseres heutigen Blogeintrages. Wie immer hoffen wir, dass es euch gefallen hat! Lasst uns gerne einen Kommentar da oder schreibt uns eine Mail an team@staerken.net ! Oder schaut vorbei auf:

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Wir wünschen Euch einen schönen Tag

Katharina, Dominique, Jackie und Mary 😊