Hallo ihr da draußen! Es ist Mittwoch, Ende Juni und die Zeit rennt. Bald sind schon wieder Sommerferien und ein halbes Jahr ist schon wieder vorbei. Ist das zu glauben? 

Wie oft habt ihr schon gedacht: „Und wieder nichts gelernt!“ – Wenn ihr euch dabei erwischt, dass ihr einen altbekannten, vermeintliches Fehler erneut begangen habt? Also es geht dabei weniger um das Fehlverhalten (dazu kommt noch ein anderer Blogbeitrag), sondern um das Lernen an sich.  

Was heißt das denn nun?

Lebenslanges Lernen, das heißt, die persönliche Bereitschaft, sich veränderten Bedingungen in allen Lebensbereichen zu stellen, neugierig zu bleiben und aktiv das persönliche und gesellschaftliche Umfeld mitzugestalten.
(Nachzulesen ist das in ausführlich HIER)

Was habt ihr schon fürs Leben gelernt? Vermutlich eine ganze Menge, unabhängig davon in welchem Job oder in welcher Ausbildung ihr euch gerade befindet. Egal wie alt ihr seid, egal in welcher Lebensphase ihr gerade seid – wir hören nie auf zu lernen. 

In der Antike beschäftigten sich viele Denker mit der Notwendigkeit, dass der Mensch sich sein ganzes Leben lang lernend weiterentwickeln muss: Konfuzius, Hippokrates, Pythagoras, Platon und beide Seneca. Der jüngere der beiden Seneca (um Christi Geburt) meinte:

„Du musst lernen, solange du nicht weißt, du musst lernen, solange du lebst.“

www.bpb.de/lebenslanges-lernen

Besonders wenn ihr gerade in der Schule, Berufsschule oder im Studium seid, kommt es euch wahrscheinlich so vor, als würde das alles nie aufhören. Auch diejenigen von euch, die vielleicht Umwege in ihrer Ausbildung gehen, können es wahrscheinlich gar nicht erwarten „endlich anzufangen“ – „endlich anzukommen“ – Endlich,… endlich… Besonders wenn ihr gerade in der Schule, Berufsschule oder im Studium seid, kommt es euch wahrscheinlich so vor, als würde das alles nie aufhören. Auch diejenigen von euch, die vielleicht Umwege in ihrer Ausbildung gehen, können es wahrscheinlich gar nicht erwarten „endlich anzufangen“ – „endlich anzukommen“ – Endlich,… endlich… 

Was passiert dann, wenn wir endlich ankommen und endlich so richtig anfangen?  

Die Definition von Lebenslangem Lernen sagt ja, dass es darum geht, dass man immer neugierig und aktiv bleiben sollte, um das gesellschaftliche Umfeld mitzugestalten. Also wenn wir im Job oder am Ziel ankommen, hört das dann auf? Gerade die Digitalisierung stellt uns alle immer wieder vor neue Situationen und Herausforderungen, in denen wir lernen müssen. Wir müssen lernen, weil wir sonst in dem Job nicht Fuß fassen, oder die Aufgabe in der Schule oder im Studium nicht bestehen können. Auf einer höheren Ebene könnte man vielleicht sogar sagen, wenn wir uns nicht weiterentwickeln, um mit dem technischen Fortschritt mithalten zu können, dass wir dann auch nicht fortbestehen können. Oder? 

Denn- was heißt denn Lernen eigentlich? Wann merken wir, dass wir etwas gelernt haben? 

Ein Teil des Lernens ist, dass wir und andere die am Lernen beteiligt sind, Bewertungen und Einschätzungen aussprechen und einordnen. Wir reflektieren uns und unser Verhalten. Wir sind also permanent mit Feedback geben und erhalten konfrontiert. Das kann manchmal ganz schön überfordern. Gehen wir mal davon aus, dass es sich um konstruktive Kritik und Rückmeldung handelt – Was machen wir mit dem Erhalt der Rückmeldung? Saugen wir alles ungefiltert auf und wollen alles umsetzen? Oder versuchen wir das Feedback auf einzelne Situationen anzuwenden, sodass wir es für uns gewinnbringend einsetzen können? 

Das ist manchmal gar nicht so einfach voneinander zu unterscheiden. Denn eben diese Filter, mit denen wir die Welt sehen und wahrnehmen und auch die Filter, mit denen wir uns selbst wahrnehmen sind der entscheidende Punkt. Diese Filter werden gebildet aus Erfahrungen, aus Wertvorstellungen und Zielen, die wir erreichen wollen. Ist ja auch klar – wenn wir gerade in der heißen Phase vor dem Abschluss sind und uns fragen „Werde ich das jetzt auch wirklich schaffen auf den letzten Meter?!“ – dass wir dann nicht gut mit Kritik umgehen können. Egal wie hilfreich diese ist. 

Auch wenn wir in einer Situation sind, in der wir viel neues Lernen und wissbegierig sind, nehmen wir alles auf was uns weiterbringt. Immerhin haben wir lange dafür gearbeitet „dass es endlich los geht“. Wir saugen alles auf, wie ein Schwamm. Wir wollen alles sofort richtig machen und dafür natürlich auch gutes Feedback bekommen. Kritik verunsichert immerhin – und das können wir nicht gut gebrauchen. Wir sind so verunsichert in allem was wir tun, dass wir manche Kritik nicht als gewinnbringend verbuchen können, sondern denken – „Toll… Schon wieder etwas was ich nicht gut kann“.  

Aber im Zweifelsfall ist das gar nicht so! 

Wir sind so darauf gepolt, dass wir immer besser werden wollen. Und das am besten gestern. Die Selbstoptimierungs-Teufelsspirale fängt uns alle – früher oder später. Und daher haben wir verlernt zu sehen was wir gut können. Denn das was wir gut können – da sprechen wir nicht drüber. Das wird als selbstverständlich angesehen. Im Fokus steht das, was noch besser gemacht werden kann. Und deshalb streben wir stets nach dem Nächsten. Und dem Nächsten. Es ist einfach nie genug.  

Dabei übersehen wir unsere eigenen Grenzen:

Wir nehmen unsere Kraft Reserven nicht wahr und arbeiten darüber hinaus. Wir konzentrieren uns auf das, was nicht läuft. Denn wenn wir uns darauf konzentrieren und dann daran arbeiten, das bringt uns ja weiter…oder?!  

Vielleicht ist es aber auch die Pause, die uns weiterbringt.  

Vielleicht ist es auch das bewusste „Nein“ zur 65.859-sten Aufgabe. Weil es einfach nicht geht. Oder wir einfach nicht wollen. 

Vielleicht besteht Lebenslanges Lernen auch darin. Darin uns selbst an die erste Stelle zu setzen und darin die Stärke zu finden. Dass wir verstehen, dass das nichts mit Egoismus zu tun hat. Naja ok, vielleicht doch, aber ein gewisses Maß davon ist ja auch gesund. Wir haben gelernt, dass Egoismus negativ besetzt ist. Es ist gesellschaftlich nicht besonders positiv anerkannt. Als angenehm und sympathisch wird Jemand wahrgenommen, der andere an die Erste Stelle setzt. Jemand, der alles tut, um Andere glücklich zu machen. 

Dabei besteht die Aufgabe doch darin:

Selbst glücklich zu sein. 

Damit sind wir wieder am Ende unseres heutigen Blogeintrages. Wie immer hoffen wir, dass es euch gefallen hat! Lasst uns gerne einen Kommentar da oder schreibt uns eine Mail an team@staerken.net ! Oder schaut vorbei auf:

     

Wir wünschen Euch einen schönen Tag

Katharina, Dominique, Jackie und Mary 😊