Hallo ihr da draußen!  

Schön, dass ihr wieder dabei seid! Heute wird’s mal richtig persönlich.

Wir haben uns im letzten Beitrag Gedanken gemacht, wie das ist mit den Baustellen in unserem Leben, die uns immer wieder begegnen und warum das eigentlich so sein kann. Jetzt soll’s nochmal genauer darum gehen, welche Gründe dahinterstecken. Im Kern stecken oftmals Unsicherheiten und Zweifel dahinter. Oder?!  

Was wir kennen, ist gut für uns! (?)

Es ist ja viel einfacher an alten Gewohnheiten festzuhalten. Einfacher, weil wir das kennen und schon mal gelernt haben. Das was wir kennen vermittelt vermeintliche Sicherheiten. Aber ist das wirklich so? Erzeugen wir dadurch nicht viel mehr neue Teufelskreise? Ein Strudel aus Unsicherheiten, die wir versuchen durch bereits Gelerntes zu bewältigen oder zu kompensieren. Weil das keine universalen Lösungen sind (und auch gar nicht sein können), stoßen wir mit solchen Mustern, früher oder später, an unsere Grenzen. Auch das erzeugt wieder Unsicherheiten. Immerhin kennen wir das, oder? Dann muss das doch auch eigentlich funktionieren. Naja, nicht immer. 

Jeder geht anders mit solchen Unsicherheiten um. Einige kehren sie vielleicht nach außen und kompensieren sie mit vermeintlichem Selbstbewusstsein. Andere wiederum kehren diese Zweifel nach innen und stellen sich in Frage. Wir können oder wollen manchmal nicht verstehen, warum das jetzt so und so nicht funktioniert hat.  

Die Frage, die sich daraus ergibt, könnte Folgende sein:

Warum ändern wir dann unser Verhalten nicht?!  

Das wäre ja zu einfach – Spaß beiseite.

Ein Grund könnte sein: Wir haben Angst und zweifeln daran, dass wir es auch auf anderem Wege schaffen können. Das haben wir ja noch nicht gemacht. Die Erfahrungen, die wir gemacht haben, vermitteln uns ein Gefühl von Kontrolle. Kontrolle = Sicherheit. Wenn wir etwas ändern, müssen wir dieses Gefühl von Kontrolle lernen abzugeben. Und das ist gar nicht mal so einfach.  

Um das Ganze noch ein bisschen komplizierter zu machen, kommt da noch eine kleine fiese Stimme.

Sie schleicht sich in unseren Kopf und vor allem:

In unser Herz. Unser größter Kritiker. Wir selbst.

Wenn alles so richtig schiefläuft oder auch nur so halb, reicht nicht der Umstand, dass es schiefläuft, sondern wir schaffen es, uns so schlecht zu reden, dass eine Katastrophe daraus wird. Da wird aus einer 3 auf dem Zeugnis eine gefühlte 5, weil unser Ziel vielleicht eine 1 war. Dabei sieht das Zeugnis nicht, dass sich vielleicht unsere Eltern in de, Halbjahr getrennt haben. Oder der Freund*die Freundin Schluss gemacht hat. Oder der Streit mit der besten Freundin *dem besten Freund, weil wir vielleicht nicht Schluss gemacht haben (obwohl eigentlich klar ist, dass er*sie uns nicht guttut). Und wenn die Note auf dem Zeugnis steht, sehen wir auch nicht mehr, was da eigentlich alles im Hintergrund gelaufen ist.  

Oder wenn wir mal wieder versuchen abzunehmen, zum 53637sten Mal und die Waage wieder nicht die gewünschte Zahl anzeigt. Oder…oder…  

Das sind nur einige mögliche Gründe, warum wir es immer schaffen, das Negative zu sehen. Die Konzentration liegt öfter auf dem, was nicht klappt, als auf dem, was vielleicht stattdessen oder trotzdem funktioniert hat. – Auch hier spielt das Thema Kontrolle wieder eine große Rolle. Denn die Punkte unserer Liste, die nicht funktionieren, bieten Optimierungspotential. Hier können wir uns verbessern.  

Sagt euch der Begriff „Selbstoptimierungswahn“ vielleicht etwas? Wenn wir immer beschäftigt sind – einfach immer im Stress, weil man ja so viel zu tun hat, dann hat man ja auch keine Zeit sich mit anderen Sachen zu beschäftigen richtig?! So können wir kontrollieren, wie Andere uns sehen. Wenn wir an uns arbeiten, so wird es uns beigebracht, dann ist das gut. Dann sieht man, dass man sich nicht ausruht auf dem was man hat. Und Pause machen – Na da muss es einem ja schon gut gehen. Richtig?!  

Um das abzugrenzen: Natürlich gibt es intensive Phasen in unserem Leben. Jede*r hat sein Paket zu tragen. Um die soll es nicht gehen. Sondern um die Phasen, in denen wir merken, dass wir uns im Kreis drehen. Wenn wir merken, dass irgendwas verkehrt ist. Der Wurm irgendwie drin ist und egal was wir machen, es ändert sich nichts. Uns geht’s nicht besser. Wir werden müde. An der Stelle kann es eben helfen, sich selbst zu hinterfragen.

Aktiv werden und den Blick schärfen:  

Was kann ich ganz konkret für mich tun, damit es mir besser geht?!  

Auch hier finden wir eine mögliche Stellschraube für das Kontrollgefühl:

Anderen die Schuld geben für die persönliche Situation. Die Schuld bei anderen suchen, wenn wir uns schlecht fühlen. Dabei liegt es in den meisten Fällen, wenn uns unsere Selbstzweifel heimsuchen, an uns selbst… oder in uns selbst, je nachdem, wie man die Situation betrachten will. Jedenfalls in unserer eigenen Verantwortung. Man kann sich vielleicht Hilfsmittel suchen, wie unseren Blog, aber handeln muss Jede*r von uns selbst. 

Um auf die Frage wieder zurückzukommen – Also wie geht das denn jetzt:  

Kontrolle abgeben? Ohne zu wissen, ob man erfolgreich ist? 

Zunächst könnten wir versuchen uns besser zu behandeln.

Überlegt mal: So kritisch, wie ihr mit euch seid, würdet ihr im Normalfall so mit eurer besten Freundin*eurem besten Freund so sprechen? So mal abgesehen von vielleicht 1-2 gerechtfertigten Kritik-Momenten? Bevor ihr verzweifelt, versucht mal eine Antwort zu formulieren, wenn euch Jemand wegen dem gleichen Problem fragen würde!  Wenn ihr diese Perspektive einnehmt, werdet ihr eure eigenen Herausforderungen bestimmt in einem anderen Licht sehen können. 

Um auf den Punkt mit der Konzentration auf die negativen Aspekte zurückzukommen: Auch hier findet ihr eine Möglichkeit euren Blick zu schärfen. Einen Blick auf die positiven Dinge im Leben. Wenn ihr wieder merkt, dass der kritische Strudel euch immer mehr anzieht, versucht es mal mit einer Gegenüberstellung.

Schreibt Euch mind. 3 Dinge, an denen ihr arbeiten wollt, aber auch mind. 3 Dinge, die richtig gut laufen, auf. 

Also – Was steht auf eurer Liste? 

Wir freuen uns sehr auf eure Lebensgeschichten und wünschen euch viel Spaß beim Entdecken eurer Stärken! 

Damit sind wir wieder am Ende unseres heutigen Blogeintrages. Wie immer hoffen wir, dass es euch gefallen hat! Lasst uns gerne einen Kommentar da oder schreibt uns eine Mail an team@staerken.net !

Oder schaut vorbei auf:      

Wir wünschen Euch einen schönen Tag

Katharina, Dominique, Jackie und Mary 😊