Blogtag, Donnerstag🥳

Soweit so gut 😉 Heute geht es um Veränderungen, die beschäftigen uns im Moment, bei uns tut sich so Einiges, einige haben neue Jobs oder ein Studium angefangen, andere Nachwuchs bekommen und dann ist da ja auch noch die Pandemie… 

Veränderungen umgeben uns und sind häufig Gegenstand unserer Gedanken. Auch berühmten Persönlichkeiten erging und ergeht es so – ihre Gedanken sind uns als schöne Sprüche, inspirierende Weisheiten und intelligente Zitate überliefert worden.

Zitate: 

»Stillstand ist der Tod« wusste bereits Max Frisch und 1998 sang es Herbert Grönemeyer in seinem Lied »Bleibt alles anders«

 

Nichts ist so beständig wie der Wandel. – Heraklit von Ephesos

Der Mann hat * ca. 520 v.Chr. – † ca. 460 v.Chr. gelebt, war ein einflussreicher Philosoph aus Ephesos, ist das nicht der Hammer, dass man sich schon so früh Gedanken über Veränderungen gemacht hat und das heute immer noch tut? 

Dabei empfinden wir nicht alle Veränderungen als positiv, manchmal kann es sogar richtig schwerfallen, sie zu akzeptieren. Dann wiederum gibt es aber auch Veränderungen, die wir lange erwartet und herbeigesehnt haben. Eine Veränderung ist immer eine Chance, dass etwas anders wird – ob jedoch zum Besseren oder Schlechteren, steht nicht fest. 

 

 

Veränderung in der Natur Alltag 

Die Natur ist geprägt von Veränderungsprozessen.  

Dazu gehören die Jahreszeiten, aber auch der Wechsel zwischen Tag und Nacht 

 

 – oder das Erwachsenwerden, das wir während unserer Pubertät sogar am eigenen Leib spüren können oder konnten.  

Das Sinnbild für Veränderung ist der Schmetterling. 

 Zunächst eine dicke, fette, meist hässliche Raupe, durchläuft der Schmetterling eine aufwändige Metamorphose und schlüpft schließlich als wunderschöner Falter aus seinem Kokon, um sich frei und leicht in die Lüfte zu schwingen. 

 Nutze die Krise als Chance, >Change it now<hören wir, oder lesen wir jetzt ganz oft in irgendwelchen Feeds. 

„Challenge for change – heißt es! 

Das bedeutet generell, dass Einsicht allein nicht zu einer Verhaltensänderung führt und dass man sich über Einsicht nicht selbst therapieren kann“ (Roth 2004, S. 40). 

Das heißt also, wenn man sich wirklich verändern will, dann muss man sich selbst herausfordern oder suchen sich Partner, Mitstreiter, Kollegen, Freunde oder auch Gegner suchen, die einen herausfordern. 

„Sich zu beklagen, ist wie schlechter Atem. Wir bemerken ihn, wenn er aus dem Mund eines anderen kommt, aber wir bemerken ihn nicht, wenn er aus unserem eigenen Mund kommt.“- Will Bowen 

Will Bowen war Pfarrer einer kleinen Gemeinde in Kansas City. Er hatte sich in seiner Gemeindearbeit viel mit dem Thema „Anziehen von Erfahrungen durch Gedankenfokussierung“ beschäftigt. Eines Tages nahm er wahr, wie viele Menschen sich jeden Tag beklagen, sich selbst abwerten und über Andere lästern. Ihm wurde klar: Beschwerden ziehen niemals das an, was man haben will – sie ziehen das an, worüber man sich beklagt. Aber gerade das mache nicht glücklich. Ihm wurde klar, dass, wenn es mit dem das-bekommen-auf-was-man-sich-fokussiert stimmt, es mit seiner Gemeinde gar nicht gut aussieht – und nicht nur mit seiner Gemeinde. 

So startete er Mitte 2006 das Projekt „A Complaint Free World“… 

„Schlecht reden ist Ohrenverschmutzung!“ – Will Bowen 

Er wollte etwas tun, um Menschen dabei zu helfen, sich um zu fokussieren und einen neuen Blick einzunehmen. Sich zu beklagen, nützt nicht nur niemandem – es schadet vielmehr! Auch wenn es sich oft für den Klagenden gut anfühlen mag. Meist ändert man beim Meckern nicht nur nichts, sondern man fokussiert auch noch auf das, was man nicht haben möchte – statt auf das zu fokussieren, was man haben möchte und es anzugehen. 

Und damit schadet man drei Beteiligten: Denjenigen, über den man sich beklagt und diejenigen, die es hören, und sich selbst. Auf Dauer schwächt Meckern und Beklagen – erfolgreiches Handeln dagegen stärkt Menschen. 

 

 

Die Will Bowen Challenge 

Mitte 2006 hat sich Will Bowen mit seinen Mitarbeitern folgende einfache 21 Tage Challenge überlegt. Dazu brauchst du ein einfach zu wechselndes Armband (z.B. eines aus Silikon). 

  • Beginne damit, das Armband an einem Handgelenk zu tragen. 
  • Sobald du dich dabei ertappst, dass du dich beklagst, beschwerst, jammerst, tratschst oder jemanden kritisierst, streife das Armband über das andere Handgelenk. (Dabei zählt nur das, was ausgesprochen wird was gedacht wird, bleibt unberücksichtigt. Allerdings wirst du feststellen, wie dein Denken im Zuge dieses Prozesses positiver wird.) 
  •  Das Ziel ist es, das Armband 21 Tage in Folge am gleichen Handgelenk zu tragen. 🏁

Nicht zu schnell aufgeben im Durchschnitt dauert es vier bis acht Monate, bis man es auf 21 Tage in Folge ohne einen Wechsel des Handgelenks bringt. Zu Beginn geschieht es oft, dass man das Armband 40 Mal oder noch öfter am Tag wechselt. 

Haltet durch. Es lohnt sich! ihr werdet merken, dass im Verlauf dieses Prozesses nicht nur die gesprochenen, sondern auch die gedanklichen Klagen und Beschwerden weniger werden. Wenn man sich weniger auf Probleme konzentriert, sondern auf das, was man wirklich erreichen will, oder auf das was man schon erreicht hat, werdet ihr feststellen, dass ihr euch einfach so besser fühlt, dadurch ggfs. mehr bewirkt und anderen Menschen gegenüber positiver erscheint! 

 

 

Eine Kampagne, die die Welt verändert hat 

Übrigens: Bereits nach sieben Monaten hatten 750.000 (!) Menschen das Armband bestellt und bis heute sind es über 11 Millionen Menschen. Und da sind nur die gezählt, die das Armband bestellt haben – und nicht all die, die die Challenge mit ihrem eigenen Armband gemacht haben

 

 

Positive Mathematik 

Wenn wir nur 10 Millionen Menschen nehmen, die die Complaint Free World Kampagne bisher gemacht haben und wir von 40x sich beklagen pro Tag ausgehen, dann sind das 10.000.000 * 365 * 40 = 146.000.000.000 weniger Klagen in der Welt pro Jahr! 146.000.000.000-mal weniger Ohrenverschmutzung im Jahr und ungünstige Fokussierungen. Das ist lebensverändernd – eine leise Kampagne mit großer Wirkung! 

 

„Du bist heute da, wo deine Gedanken dich hingebracht haben – und du wirst morgen da sein, wo deine Gedanken dich hinbringen werden.“ – James Allen 

Manche werden vielleicht einwenden, ob man denn jetzt gar nichts mehr sagen kann und sich mit allem abfinden soll!? NEIIIIIIIIIN – Nichts könnte verkehrter seinEtwas zu verändern ist gut; wenn ihr also etwas ändern möchtet, dann macht es 

Wenn ihr mit euren Kollegen, Partnern oder Nachbarn nicht zufrieden seid, dann sprecht mit ihm darüber, aber nicht über ihn und nicht in Vorwürfen – und vielleicht liegt es ja auch bei dir, etwas zu verändern. Oft genug sehen wir in anderen etwas, das wir bei uns selbst ablehnen. 

 

 

Flexibel, variabel eigentlich was für jeden 

Natürlich könnt ihr das Armband nicht nur gegen beklagen, beschweren, jammern, lästern, selbst abwerten oder meckern verwenden. Jedes gewohnheitsmäßige Verhalten, das ihr ändern möchtet, ist geeignet. Sei es das Abgewöhnen eines bestimmten Worts, oder Sätze, wie „da bin ich nicht verantwortlich“ oder Handlungen, probiert es aus, es wird etwas verändern, wenn ihr es zulasst! 

Natürlich ist es gerade im Augenblick schwierig positive Gedanken zu haben, das geht uns auch so und natürlich sieht das Gegenüber nicht, wenn man hinter der Maske lächelt, aber ihr spürt es, wenn euch auf einmal auch positive Dinge auffallen. Da kommt euch z.B. eine Frau/ein Mann mit einem kleinen Kind entgegen, dass aufgeregt auf irgendetwas zeigt und „Wawau!“ ruft. Ich jedenfalls muss jedes Mal in einer solchen Situation lächeln, weil mir Szenen aus meiner Kindheit einfallen, die sich so oder ähnlich abgespielt haben.  

Versucht es! Es lohnt sich, die vielen kleinen Situationen wahrzunehmen, die euch und uns das Durchhalten dieser Challenge erleichtern. Ihr werdet merken, dass es von Tag zu Tag leichter wird etwas/euch und eure Einstellung zum Leben zu ändern, denn, wie der Name schon sagt, handelt es sich um eine Change Challenge 😉 

 

Hier noch Pastor Bowen, lasst Euch von ihm begeistern:  

Will Bowen – A Complaint Free World

 

Denn die Welt braucht MACHER, die etwas bewegen, sonst säßen wir heute wohlmöglich noch in unseren Höhlen… 

 

Wir machen mal Schluss für heute 😉, freuen uns auf nächstes Mal, dann ist schon fast GIVING TUESDAY!

 

 

 

Auf wieder lesen: 

Jackie, Dominique, Katharina und Mary😊