Hallo ihr Lieben!  

Wir freuen uns, dass wir euch wieder zu einem neuen Blogeintrag begrüßen dürfen. Wir beschäftigen uns heute mit dem Thema „Unsicherheit“. Genauer gesagt wollen wir die verschiedenen Aspekte unserer Unsicherheiten beleuchten und wie wir damit umgehen können. Wie ihr wisst, ist unser Ziel, dass wir Impulse setzen wollen, um uns gegenseitig zu stärken. 

Was ist eigentlich mit Unsicherheit gemeint? 

In der Psychologie wird von „Ambiguität“ gesprochen. Damit ist ein Konzept gemeint, dass im Englischen folgender Maßen heißt „need for (cognitiveclosure“. Das bedeutet so viel wie: „Das Bedürfnis, kognitiver Geschlossenheit“. Nach Arie Kruglanksi, einem polnischen Sozialpsychologen wird damit, dass „Verlangen nach einer definitiven Antwort, irgendeiner Antwort anstelle von Verwirrung und Ambiguität“ beschrieben. 

Wir kennen das doch alle – wenn wir Fragen oder Probleme haben, oder wenn wir vor Herausforderungen stehen oder uns überfordert fühlen – Sehen wir uns verzweifelt nach Antworten. Wir tun uns schwer damit, diese Phasen, in denen wir nicht wissen, wo uns der Kopf steht, auszuhalten. Wir haben das Gefühl, dass wir nicht auch noch die Kraft aufbringen können, unser Problem eigenverantwortlich zu lösen. Darüber haben wir schon in unserem Beitrag zum Thema Resilienz, also von der inneren Widerstandskraft, berichtet. 

Am liebsten wäre es uns, dass eine gute Fee kommt und mit einem Schnips sind alle Unsicherheiten wie weggefegt. Wir sehnen uns nach Sicherheit und Geborgenheit. 

Wie zeigt sich Unsicherheit?

Unsicherheiten können sich durch unterschiedliche Verhaltensweisen äußern. Mit Verhaltensweisen sind hier sogenannte Kompensations-Strategien gemeint, also Verhaltensweisen, mit denen wir andere und uns selbst über unsere eigentliche Gefühlslage hinwegtäuschen wollen.

Problem

Mehr Essen, um sich selbst zu beschützen

Ein sehr häufiges Problem ist, die fehlende Sicherheit durch einen größeren Körperumfang zu kompensieren. Das führt unbewusst zu mehr Essen. Gerade hochsensible Menschen sind dafür stärker anfällig, weil sie ihre Umgebung intensiver wahrnehmen, was oft zu Stress führt. Statt si ch der Unsicherheit und dem daraus entstehenden Stress zu stellen und zu lernen besser damit umzugehen, wird der Schutz über die Körpermasse aufgebaut. Möchte man dann wieder abnehmen, fällt es einem doppelt schwer, weil man sich dann ja dadurch auch das Gefühl der Sicherheit nimmt. Mögliche Lösungswege:

  • Bewusstsein erzeugen
  • Einen starken Körper aufbauen. Krafttraining hilft dir dabei.
  • 5 goldene Regeln für mehr Sicherheit beachten
  • Abnehm-Stressoren durch ein gezieltes Coaching auflösen

Problem

Durch Alkohol zu mehr Selbstsicherheit

Wer kennt nicht das Gefühl, ein leichter Schwips und man fühlt sich gleich lockerer und entspannter. Man hat mehr Mut und tritt selbstbewusster auf. Naja, wenn es so einfach geht, sich besser und selbstsicherer zu fühlen, warum sollte man sich dann seiner Unsicherheit stellen? Alkohol ist ein schnelles und wirkungsvolles Hilfsmittel, das einem die Möglichkeit gibt, für kurze Zeit, von seinem vielleicht nicht so zufriedenstellenden Leben eine „Auszeit “ zu nehmen. Aber es heißt nicht umsonst „Alkohol ist keine Lösung “Denn dahinter lauern große Gefahren, wenn man das wirkungsvolle Hilfsmittel (Alkohol) regelmäßig zu sich nimmt. Außerdem erschwert es den Weg zum Wohlfühlgewicht. Lösung:

  • Sei dir der Gefahr bewusst
  • Versuche Spaß zu haben und locker zu sein auch ohne Alkohol – Übung macht den Meister😉
  • Merkst du, dass ein regelmäßiger Alkoholkonsum aus deinem Leben nicht mehr wegzudenken ist, dann frage dich selbst, warum das so ist.
  • 5 goldene Regeln für mehr Sicherheit beachten

Problem – Durch immer wieder neue Kleidung die eigene Unsicherheit kaschieren

Vielleicht kennst du das Thema, immer wieder etwas Neues kaufen zu müssen damit du dich besser fühlst. Dieses Phänomen tritt häufiger bei Frauen auf. Man versucht durch die neuste Mode Selbstwertdefizite zu kompensieren. Außerdem vermittelt Einkaufen immer einen kurzen intensiven Kick. Du darfst mich jetzt nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen Mode, ich liebe Mode. Ungesund für den eigenen Selbstwert und auch für den Geldbeutel wird es erst dann, wenn man diesen Hunger „haben zu müssen“ regelmäßig stillen muss. Lösung:

  • Sei dir über die Gefahr bewusst
  • Überlege dir, bevor du dir etwas Neues kaufst, ob du es wirklich brauchst oder ob dahinter nur das Verlangen „haben zu müssen“ steckt
  • Ordne deinen Kleiderschrank und mach dir bewusst, wie viel tolle Kleidung du schon hast
  • 5 goldene Regeln für mehr Sicherheit beachten

Vermehrtes Reden

Psychologisch ist es tatsächlich so, dass Unsicherheit (oft unbewusst) durch einen Redeschwall kompensiert oder verdeckt werden soll. Nur funktioniert das nicht – im Gegenteil. Jeder merkt schnell, wenn zwar viel geredet, aber nichts gesagt wird.

Dabei gibt es gegen Unsicherheit ein einfaches Mittel: Vorbereitung.

Mögliche Lösungen:

Strategie: Gesprächspartner*innen beobachten

Sich voll auf sein Gegenüber zu konzentrieren, ihm*ihr volle Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Respekt zu schenken, kann eine sehr effektive Methode sein. Wer mehr beobachtet, redet automatisch weniger – wer viel redet, wird deutlich weniger von wichtigen Gesprächsreaktionen wahrnehmen.

Strategie: Erinnerungsobjekt

Sucht euch einen Gegenstand, den ihr in der Regel beim Gespräch oft, aber nicht zu oft im Blickfeld habt Handy, Brille, Autoschlüssel …). Nehmt euch vor, jedes Mal, wenn ihr den Gegenstand zufällig seht oder berührt , daran zu denken, wieder mehr Fragen zu stellen. Das funktioniert hervorragend.

Strategie: Ziele

Ziele schaffen Klarheit im Kopf und lassen automatisch konkreter fragen. Wer klare Ziele hat, hat keine Zeit für lange (und oft nichtssagende) Reden.

Strategie: Vorbereitung

Wer sich auf seine Gesprächspartner*innen und das Gespräch vorbereitet, neigt weniger zum Reden und mehr zum Fragen stellen. Das betrifft die fachliche Vorbereitung ebenso, wie die Informationen über sein Gegenüber und, ganz wichtig, eine positive und gewinnbringende Einstellung der Person, die das Gespräch initiiert.

Unsicherheit kann also in einzelnen Situationen im Alltag auftreten, wie zum Beispiel, wenn wir uns auf Prüfungssituationen vorbereiten müssen, oder unsere Unsicherheit kann auch zu einer Lebenseinstellung werden.

Wie können wir damit umgehen?

Wir haben da ein paar Ideen für euch gefunden : www.mariaschoffnegger.com/und-wodurch-kompensierst-du-deine-unsicherheit

5 goldene Regeln für mehr Sicherheit

Herausforderungen annehmen – auch wenn sie in dir Unsicherheit auslösen

Du fühlst dich unsicher, weil du mit einer neuen Aufgabe konfrontiert wirst. Auch wenn du merkst, es stresst dich, stelle dich der neuen Aufgabe. Du wirst sehen, dass das alles nicht so schlimm ist. Meistens sind die Sorgen und Ängste darüber „es nicht zu schaffen“ viel größer, als es dann in der Realität ist.

 Verantwortung übernehmen – gibt dir auf Dauer mehr Sicherheit

Leichter ist es natürlich die Verantwortung auf andere Menschen abzuschieben. Alles, was du an Verantwortung abgibst, nimmt dir ein Stück Sicherheit weg. Deshalb sollst du für deinen Aufgabenbereich Verantwortung übernehmen und dich dafür auch verantwortlich fühlen. Und wenn du einmal einen Fehler machst, dann steh einfach dazu, dadurch wirst du noch stärker. Jeder Mensch macht Fehler.

 Hör auf dauernd nach Sicherheit zu streben

Gehörst du zu den Sicherheitsfanatikern, die in allen Bereichen ihre Sicherheit brauchen? Dann sollst du am besten heute damit aufhören. Genau diese permanente Suche nach Sicherheit löst in deinem Körper und Geist mehr Unsicherheit aus. In allen Dingen unseres Lebens eine Sicherheit zu finden – ist und bleibt eine Illusion.

 Steigere dein Bewusstsein über bereits bewältigte Probleme

Bist du dir darüber bewusst, dass du herausfordernde Situationen schon einmal gemeistert hast, dann fühlst du dich innerlich stärker. Jedes Mal, wenn du dich unsicher fühlst, dann denk einfach daran, dass du es einmal schon geschafft hast. Und deshalb wirst du es wieder schaffen.

 Vertrauen stärken – Vertraue dir selbst und gib dir dadurch mehr Sicherheit

Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten besitzt du? Lerne dich selbst besser kennen und stärke dadurch dein Selbstvertrauen. Beobachte dich beim Lösen von Aufgaben, die du bereits kennst. Siehst du mit wie viel Selbstvertrauen du an die Sache ran gehst? Fühle bewusst dieses Selbstvertrauen und speichere es ab. Kommen jetzt Aufgaben auf dich zu, in denen du wenig Erfahrung hast, dann hole jetzt dein abgespeichertes Selbstvertrauen in den Vordergrund. Wirst sehen, es funktioniert gleich viel leichter.

Kommen wir zurück zum Titel dieses Beitrags: Das „Für und Wider“ der Unsicherheit.

Wenn wir uns die möglichen Strategien für mehr Sicherheit angucken, würde das bedeuten, dass auch die Unsicherheit zwei Seiten hat – sowohl positiv als auch negativ. Wir können zulassen, dass uns die Unsicherheit in Beschlag nimmt. Dass sie uns lähmt und zu einer Lebenseinstellung wird. Vielleicht sogar zu einer richtigen Angst heranwächst.

ODER: Wir können sie annehmen. Vielleicht geben wir ihr sogar einen Namen. Wir nehmen uns die Angst, vor der Angst. Wir treten ihr entgegen. Und wir schlagen sie dann in die Flucht.  

Wir müssen uns nicht selbst geißeln, wir müssen uns nicht auch noch dafür kritisieren, dass wir ängstlich oder unsicher sind. Wir dürfen sensibel sein und uns Sorgen machen. Wenn wir mal ehrlich sind, ist das Leben da draußen auch manchmal ziemlich anstrengend und beängstigend. Wenn wir unsicher sind oder Angst haben, kann das auch bedeuten, dass uns etwas wichtig ist. Dass wir etwas zu verlieren haben. Denn wir wachsen mit der folgenden Erwartung auf: Nur wenn etwas wirklich schwierig ist und uns Angst macht, lohnt es sich dafür zu kämpfen.  

Aber das Leben muss nicht immer hart und anstrengend sein. Jedenfalls haben wir die Kraft dafür zu sorgen, dass jeder Tag ein bisschen besser wird. Schon klar, das klingt nach einem abgedroschenen Zitat aus einem seichten Roman. Allerdings ist auch da ein Fünkchen Wahrheit dran. 

Was sind eure Kompensations-Strategien? Und wie wollt ihr mit und gegen eure Unsicherheit arbeiten? 

Erzählt es uns in den Kommentaren, wir sind sehr gespannt auf eure Erfahrungen! 🤗

Damit sind wir wieder am Ende unseres heutigen Blogeintrages. Wie immer hoffen wir das es euch gefallen hat! Lasst uns gerne einen Kommentar da oder schreibt uns eine Mail an team@staerken.net ! Oder schaut vorbei auf:

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Wir wünschen Euch einen schönen Tag

Katharina, Dominique, Jackie und Mary 😊