Guten Morgen alle zusammen, es ist wieder Blogzeit und das heute mit einem himmlischen Thema!

Wir schreiben über Engel 👼

Du bist ein Engel, sagen wir und meinen damit du bist besonders für mich, einzigartig und wunderbar.  

Wir sprechen von Engelsgeduld, Engelsgüte, engelsgleich, mit Engelszungen… 

Engel haben es in unseren täglichen Sprachgebrauch geschafft, Grund genug uns damit zu beschäftigen: 

Gibt es Engel? …oder sind sie nur ein Produkt unserer Fantasie – oder unserer Sehnsucht nach Geborgenheit? 

Der Glaube

Viele Menschen glauben daran, dass ein Schutzengel ihre Wege begleitet und sie vor den Gefahren des Alltags beschützt. Engel spielen seit Jahrtausenden eine bedeutende Rolle, nicht nur in der Religion und der Philosophie, auch in der Kunst und in alten Schriften. Ob Thora, Koran oder Bibel – überall tauchen die Himmelboten auf. Über das Aussehen gibt es die unterschiedlichsten Meinungen, von schrecklich bis schön ist alles irgendwie dabei… 

Engel, jeder von uns kann sich unter diesem Begriff etwas vorstellen. Engel leitet sich u.a. von dem lateinischen Wort „angelus“, ab und bedeutet – Bote -. 

Ein Stufensystem 

Der syrische Mystiker Dionysius Areopagita (5./6. Jh.n.Chr.) schuf als einer der Ersten ein System unter den Engeln, die so genannte Neuner-Ordnung: 

Erste Engelshierarchie (Seraphim, die Cherubim und die Throne)
Zweite Engelshierarchie (die so genannten Herrschaften, die Kräfte und die Gewalten)
Dritte Engelshierarchie (Archai, Erzengel und Schutzengel) 

Zu den bekanntesten Engeln dürften der Cherub (der Adam und Eva aus dem Paradies vertrieb),

der Erzengel Gabriel (der Maria erschien) 

und Luzifer (der wie Gott sein wollte und in die Hölle stürzte) 

gehören. 

Engel sind im Alten Testament 68mal erwähnt. Im Neuen Testament, das von seinem Umfang her weniger als ein Drittel des Alten Testamentes ausmacht, kommen sie sage und schreibe über 120mal vor, also etwa doppelt so oft. Daraus könnte man schließen, dass sie zwar schon immer wichtig waren, seit wir Jesus, kennen aber wohl eindeutig an Bedeutung zugenommen haben. 

Wie soll man sich so einen Engel vorstellen? 

Betrachtet man die unterschiedlichen Bibelstellen, so stellt man fest, dass Engel eindeutig Diener Gottes sind. Sie erscheinen den Menschen meistens, um ihnen eine Botschaft Gottes zu überbringen oder um einen Auftrag Gottes auszuführen. „Der Engel des Herrn rief”; „Ein Engel hat mit ihm geredet. (Joh. 12,29)“; “Der Herr hat unsre Stimme gehört und einen Engel gesandt…“ (Flucht aus Ägypten) – „Der Engel des Herrn trat in den Weg…“ (Mo 22,22,24) – In dieser und ähnlicher Weise lesen wir im Alten Testament von Engeln. 

Derartiges kommt auch im Neuen Testament vor, etwa wenn wir lesen: „Da erschien ihm der Engel des Herrn im Traum.“ (Lk 1,11). 

Aber wir finden hier auch Stellen wie: „Engel kamen und versorgte ihn.“ (Mt 4,11) oder „…er wird seine Engel unter lautem Posaunenschall aussenden und sie werden die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, von einem Ende des Himmels bis zum ändern...“ (Mt 24,31).  

Engel können also einem Menschen im Traum erscheinen und ihm eine Botschaft überbringen, sie können sichtbar auftreten, oder sie können unsichtbar etwas tun, dessen Folge der Mensch dann real mitbekommt. 

Im Evangelium des Matthäus lesen wir in Kap. 28, 2 über die Begebenheiten zu Ostern: „Ein Engel Gottes kam vom Himmel herab, wälzte den Stein, der das Grab verschloß, beiseite und setzte sich darauf. Er leuchtete hell wie ein Blitz, und sein Gewand war weiß wie Schnee.“ In der Parallelstelle bei Lukas (Kap. 24, 4) lesen wir: „Da traten zwei Männer in glänzend weißen Kleidern zu ihnen.“ 

Wenn Engel Menschen konkret begegnen, sehen sie also meisten aus wie Menschen. Dennoch merken die Menschen, dass hier etwas Besonderes vorgeht. Es kann jedoch auch vorkommen, dass ein Mensch einem Engel begegnet und erst im Nachhinein erkennt, dass es sich in diesem Fall um einen Engel gehandelt haben muss. 

Aber es gibt auch ganz andere Engel, nämlich große und mächtige. Im Alten Testament werden diese Cherubim oder Seraphim genannt. In der Schöpfungsgeschichte nach dem Sündenfall und der folgenden Vertreibung aus dem Paradies, dem Garten Eden, lesen wir (1. Mose 3, 24): Und er trieb den Menschen aus und ließ östlich vom Garten Eden die Cherubim sich lagern und die Flamme des zuckenden Schwertes, den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen.“ Besonders im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung, wird ebenfalls von sehr mächtigen Engeln berichtet.  

So schreibt Johannes in Kap. 10 ab Vers 1: „Dann sah ich einen anderen mächtigen Engel vom Himmel herabkommen. Eine Wolke umgab ihn, und über seinem Kopf wölbte sich ein Regenbogen. Sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Beine glichen lodernden Feuersäulen. In seiner Hand hielt er ein kleines, aufgeschlagenes Buch. Seinen rechten Fuß setzte er auf das Meer, seinen linken auf das Land. Wie Löwengebrüll dröhnte seine Stimme, und laut krachend antworteten ihm sieben Donnerschläge.“ 

In ähnlicher Weise wird Anwesenheit und Wirksamkeit von Engeln im Alten Testament geschildert, zum Beispiel im 91. Psalm: „Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einem Stein stoßest.“ 

Schilderungen dieser Art haben zu dem Begriff des „Schutzengels“ geführt. 

Hast du schon mal einen Engel gesehen, oder getroffen? Wer oder was ist ein Engel für Dich? 

Poesie

Engel können so viele verschiedene Gesichter haben, wie wir Menschen: 

Dazu haben wir folgendes Gedicht gefunden:

Nicht immer haben Engel Flügel, ein weißes Gewand und einen gold’nen Stern⭐.  Sie leben meistens auf der Erde und sind dem Himmel recht weit fern. Ein Engel, irdisch und ganz menschlich, der öffnet weit des Herzens Tor, er will nur einfach für Dich da sein und leiht Dir willig stets sein Ohr👂. Ein Engel hat Geduld und Liebe sagt nie: Ich habe keine Zeit. Er ist, wann immer Du ihn brauchest für Dich zur Hilfe gern bereit💓.  

Autorin: Christel Klotz 

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Es gibt jede Menge solcher Gedichte, es gibt auch jede Menge Engelsgeschichten ein paar haben wir ausgesucht und geben sie wieder: 

Der tröstende Engel 

Ich wünsch dir einen Engel, der dich tröstet, wenn du traurig bist. Der um deine Einsamkeit weiß, zu dir kommt und dich aushält. Der dich versteht und dir zuhört. Der mit dir redet, wenn es nötig ist, aber auch im richtigen Augenblick schweigen kann. Der dich in seine Arme nimmt, dessen Wärme dir einfach gut tut. Der dir die Gewissheit gibt, geliebt zu sein. Der dich fühlen lässt, von Engelsflügeln umgeben zu sein – Hoffnung wächst ganz zaghaft. Gisela Zimmermann (aus: Ein Engel dir zur Seite) 

Es war einmal ein kleiner Engel, der hatte viele kleine Sternchen auf seinem Gewand. Es waren so viele, dass keiner sie zu zählen vermochte. An manchen Tagen leuchteten und blinkten sie alle zusammen um die Wette, dann nämlich, wenn der kleine Sternenengel glücklich war. Manchmal funkelten weniger Sterne auf seinem Kleid. Dann war der kleine Engel nicht ganz so froh. Es gab auch Tage, da sah man keinen einzigen Stern auf seinem Gewand. Das waren die Tage, an denen der kleine Engel traurig war. Auch einem Engel konnte dies nämlich passieren. Das war schlimm, denn wenn der kleine Sternenengel traurig war, musste er weinen, und wenn er weinte, purzelten die Lichtgeister, die für das Sternenfunkeln verantwortlich waren, wie Tränenbäche aus seinem Gewand. Leider passierte dies oft, denn der kleine Sternenengel war oft traurig. 

„Du darfst nicht so viel weinen!”, sagten seine Gefährten. 

„Aber ich bin so oft traurig!”, klagte der kleine Engel. 

Das konnten die anderen Sternenengel nicht verstehen. „Warum bist du so oft traurig?”, fragten sie. „Am Himmel im Dunkeln zu funkeln macht doch Freude!“ 

Der kleine Sternenengel schüttelte den Kopf. „Wie kann ich mich freuen, wenn ich auf die Erde sehe?”, fragte er. „So viel Not herrscht dort und so viel Elend. Wie kann ich da fröhlich funkeln?“ 

„Das Erdenelend macht dich traurig?”, fragte einer der Engel. 

„Was geht es uns an?”, meinte ein anderer. 

„Die Erde ist so weit weg!“ 

„Unser Job ist das Leuchten!“ 

Die Engel waren sich einig. 

„Licht soll Hoffnung bringen“, murmelte der kleine Engel, doch es hörte ihm keiner mehr zu. Und während seine Gefährten miteinander um die Wette funkelten, spähte er wieder auf die Erde hinab. Sogleich fiel sein Blick dorthin, wo Not herrschte: Er sah einen Mann und eine Frau. Sie schienen arm zu sein. Die Frau erwartete ein Kind. Müde schleppten sie sich durch die Straßen einer Stadt, aber da war niemand, der sie aufnahm. An allen Türen wurden sie abgewiesen. Als sie sich in einem dunklen Stall zum Schlaf legten, zerbrach dem kleinen Engel fast das Herz vor Kummer. Zu gerne hätte er ihnen geholfen. 

„Licht soll Hoffnung bringen“, murmelte er nochmals betrübt. „Ach, was kann ich bloß tun?“ 

Schon tropften die Tränen über seine Backen, und aus seinem Gewand purzelte ein Lichtgeist nach dem anderen, bis der kleine Engel kein einziges Sternchen mehr zum Funkeln übrig hatte. Da musste er noch mehr weinen. Wie gerne wäre ich jetzt in dem Stall bei diesen ungeliebten, armen Leuten, dachte er und schloss die Augen. 

Auf einmal wurde es warm um ihn. Der kleine Engel blinzelte. Was war das? Verwundert sah er sich um. Helles Licht strahlte ihm entgegen, und von irgendwoher sang es. 

„Was ist geschehen?”, murmelte er. „Wo bin ich?“ 

Er hörte ein leises Weinen. Da sah er das Kind. Es lag in einer Krippe. In einem Stall. 

Das ist doch der alte Stall! dachte der kleine Engel und freute sich. Wie hell es hier war! Und der Mann und die Frau! Wie glücklich sie sich über die Krippe beugten und dem Kind zulächelten! 

Der kleine Sternenengel fühlte, wie alles in ihm lachte. 

„Die Hoffnung“, jubelte er. „Sie ist da!“ 

Und er spürte, wie das Licht zu ihm zurückkehrte und wie die Sternchen auf seinem Gewand zu funkeln begannen. Der kleine Sternenengel war glücklich. Er warf einen liebevollen Blick auf das Kind, die Frau und den Mann und flüsterte: 

„Danke.“ Dann schwebte er funkelglitzerhell und hoffnungsfroh zum Himmel hinauf. 

In dieser wundersamen Nacht strahlten die Sternchen auf dem Gewand des kleinen Engels heller als alle anderen Sterne am Himmel. Der kleine Engel war sehr froh, und er nahm sich vor, nie wieder die Hoffnung zu verlieren. 

Er konnte aber nicht aus seiner Haut herausschlüpfen. Immer wieder entdeckte er Dinge, die nicht schön anzusehen waren und die ihn so traurig machten, dass er trotz aller Vorsätze weinen musste. Wie sollte er froh sein, wenn Menschen miteinander stritten, wenn sie böse zueinander waren und Kriege führten? Wenn sie hungerten, Not litten, einsam waren, Freunde oder ihre Heimat verloren? Ein Grund zum Traurig sein fand sich immer, und so landete der kleine Engel immer wieder weinend und frierend auf der Erde, weil er seine Lichtgeister verloren hatte. Aber wie durch ein Wunder fand er auch immer wieder ein Stück Hoffnung, und mit ihr kehrten die Lichtgeister auf sein Sternengewand zurück. 

Auch in diesem Jahr hatte der kleine Sternenengel sein Licht verloren. Das war, als er in unserem Land Menschen entdeckt hatte, die eine neue Heimat suchten. Doch sie schienen nicht willkommen zu sein. Der kleine Engel sah Hass und Gewalt, und er hörte viele böse Worte. 

„Wo sollen sie denn hin?”, empörte er sich. „Es ist doch genug Platz in diesem reichen Land!“ Und weil er dies nicht begriff, musste er wieder weinen. Er weinte und … landete in einer Stadt mitten in einem hellen, warmen Lichtermeer. Viele Menschen, große und kleine, alte und junge, arme und junge, standen auf den Straßen, und jeder hielt ein kleines Licht in der Hand. Ein Licht gegen Hass und Streit und Gewalt. Es war eine funkelhelle Lichterkette, und auch die Menschengesichter strahlten hell und freundlich. 

Der kleine Sternenengel lächelte. „Die Hoffnung“, rief er. „Sie ist immer noch da!“ 

Da kehrten die Lichtgeister zu ihm zurück, und die Sternchen auf seinem Gewand funkelten. Der kleine Sternenengel blinkerte den Menschen einen Abschiedsgruß zu und kehrte zu seinem Himmelsplatz zurück. Er war zufrieden. Es gab sie noch immer, die Hoffnung. Und es würde sie auch immer geben… 

© Elke Bräunling 

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Eins meiner Lieblingsgedichte ist das folgende:

„Ich will dir einen Engel schenken, ganz unsichtbar und leicht. Er möge Deine Schritte lenken, so weit der helle Himmel reicht.

Ich will dir einen Engel schenken, damit du fröhlich bist und all dein Tun und all dein Denken zu jeder Zeit gesegnet ist.

Ich will dir einen Engel schenken, der dich behüten mag, er soll sich ganz in dich versenken, bei Nachtzeit und bei Tag.“

– Christa Spilling-Nöker

Engel zum Selbermachen 

Das war jetzt aber mal eine Menge Text, da geht doch nix über eine kleine Bastelei 😊

Hier haben wir eine Vorlage gefunden, ein einfacher Kreis mehr braucht es nicht, dann steht schon das Grundgerüst. Ein paar Schnitte hier und da, Farbe darf natürlich auch dazu und schon gibt’s kleine Schutzengel 👼.

und schon gings los mit dem Bastelfieber 🥰

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Wenn ihr mehr über Egel wissen wollt, dann empfehle wir Euch: 

Das große Buch der Engel: Namen, Geschichte(n) und Rituale (Deutsch) Taschenbuch – von Jeanne Ruland (Autor) 

50 Engel für das Jahr: ein Inspirationsbuch von Anselm Grün 

Jeder Mensch hat einen Engel: (HERDER spektrum)

Damit sind wir wieder am Ende unseres heutigen Blogeintrages. Wie immer hoffen wir das es euch gefallen hat! Lasst uns gerne einen Kommentar da oder schreibt uns eine Mail an team@staerken.net !

Wir wünschen Euch einen schönen Tag

Jackie, Mary, Katharina und Dominique 😊