Hey, heute geht es um

Überall hören wir: „Ernährt Euch gesund und ausgewogen, bewegt Euch ausreichend am besten an der frischen Luft, sicher alles richtig, aber vielfach wird außer Acht gelassen, dass auch Gelassenheit ein sehr wichtiger Faktor. Mit diesem Thema wollen wir uns heute ein bisschen im Rahmen der Blogreihe Spurensuche- Stärken beschäftigen. 

Im Alltag erleben wir viele Stressmomente, die für manch schlaflose Nächte sorgen und zur Dauerbelastung beitragen können. Es gibt bestimmte Situationen die einen Menschen innerlich zerreißen und Momente wo man nicht mehr weiter kommt im Leben. 80% aller Arbeitnehmer klagen über ein viel zu hohes Stresslevel, 10% sind depressiv, 60% haben Schlafstörungen und kämpfen mit Kopfschmerzen und 40% sind irgendwann mal in der Behandlung gewesen mit der Diagnose Stress 

Gelassenheit hilft uns dabei unsere innere Ruhe zu finden, was sich positiv auf die Gesundheit auswirkt, auch wirkt es präventiv gegen Stress. Die Gelassenheit ist die Eigenschaft, besonders in aufreibenden Situationen ruhig zu bleiben und sich von den Gegebenheiten nicht verunsichern zu lassen. Mit Gelassenheit kann auch die Charaktereigenschaft der allgemeinen inneren Ruhe beschrieben werden. Gelassenheit bildet das Gegenteil von Unruhe, Nervosität und Stress. Gelassenheit ist die Fähigkeit, das persönliche Maß zu erkennen und so in jeder Situation eine angemessene Reaktion und Handlung zu finden, ohne dabei emotionale Energien zu verschwenden. Gelassenheit hilft Menschen in vielen Situationen das wichtige zu erkennen und zu tun. 

Gelassenheit ist wie viele Dinge auch erlernbar. Das erste was man dafür tun sollte, ist in vielen Sätzen das scheinbare „Muss“ durch ein „Könnte“ zu ersetzen. 

 Innere Gelassenheit ist nicht abhängig von der äußeren Situation oder Menschen, innere Gelassenheit ist nur abhängig von unserer inneren Einstellung zur Situation. 

Wie wird man gelassener im Alltag und im Beruf bzw. wie können wir es schaffen unsere innere Ruhe zu kontrollieren? 

Es gibt nicht den Weg zur Gelassenheit, sondern so wie man auch sagt, dass viele Wege nach Rom führen, gibt es auch viele Wege gelassener zu werden. 

Wenn man sich innerlich unruhig fühlt, ist der erste Schritt zur Besserung, die Annahme bzw. die Akzeptanz der jeweiligen Situation.  

Viele sind bei dieser Aussage verunsichert und fragen sich, warum soll ich etwas annehmen was ich eigentlich nicht mag? Schließlich mag sich keiner unruhig fühlen. 

Wenn wir die Dinge nicht so annehmen können wie sie in dem Moment sind, erzeugen wir innere Spannung. Das bedeutet: Ich bin innerlich unruhig aber möchte es nicht sein. Es herrscht hierbei eine Spannung zwischen dem Ist-Zustand und wie ich es eigentlich haben möchte. Aus dem Grund kämpfen wir dagegen und stressen uns noch mehr und ärgern uns über die Unruhe und erzeugen dadurch weiter Spannung.  

Wenn man allerdings die Situation akzeptiert und sich bewusst macht, dass man die Unruhe zwar nicht mag aber es ok ist denn schließlich ist sie erstmal da. Wenn wir es schaffen diese Unruhe für den Augenblick anzunehmen, dann entspannt sich schon unser Körper und Geist, weil wir den Kampf zwischen dem was sowieso schon ist, nämlich die innere Unruhe und dem was wir wollen, aufgeben. Und wenn wir aufhören zu kämpfen entspannt sich unser Körper und somit auch unser Geist. 

Der nächste Schritt ist, wenn wir innerlich unruhig sind, sollten wir uns nach Möglichkeit einen ruhigen Ort suchen und eine Meditation bzw. Atemtechnik ausüben. Wenn wir tief und lang in unserem Bauch atmen, beruhigt sich automatisch unser Körper.  

Probiert es auslegt die Hand auf den Bauch und atmet tief ein und aus. 

Unser Atem hat direkten Einfluss auf unser autonomes Nervensystem. Indem wir ruhig in den Bauch atmen beruhigt sich auch unser Körper. Dies dürfen wir auch trainieren, wenn es uns gut geht. 

Denn wenn wir voll gestresst sind fällt es schwerer eine Atemtechnik zu lernen. Deswegen lohnt es sich in ruhigen Situationen, wo wir entspannt sind, beispielsweise bei entspannten Abenden auf der Couch, diese Atemübung zu üben um in Stresssituationen darauf zugreifen zu können. 

Stress 

Stress ist ein Begriff, den wir aus dem Englischen übernommen haben. Er bedeutet Anspannung oder Druck. Stress ist keine Erkrankung. Vielmehr wird Stress definiert als ein Zustand der Alarmbereitschaft des Organismus, der sich auf eine erhöhte Leistungsbereitschaft einstellt. Stress erfordert vom Organismus eine Anpassungsreaktion. 

Unterschiedliche Stressoren, also Ereignisse, welche eine Anpassungsreaktion erfordern, sind bekannt. Sie können von außen auf uns einwirken aber auch in uns begründet sein. Lärm, Hitze oder die Luftverhältnisse stressen uns ebenso wie Überforderung oder Prüfungssituationen. Aber auch soziale Stressoren wie Konkurrenz, Konflikte oder Isolation und körperlicher Stress wie Verletzung, Schmerz oder Hunger können Reaktionen in uns hervorrufen.

Im Stress kann es uns passieren, dass wir hastig oder ungeduldig sind, wir schneller reden, unkoordiniert und ohne Planung arbeiten. Mitunter werden wir aggressiv und suchen geradezu die Konflikte. Wir verspüren eine innere Unruhe, sind unzufrieden und nehmen Ärger, Versagensängste oder eine Leere im Kopf intensiv wahr. Gleichzeitig verspüren gestresste Menschen eine Hilflosigkeit, sie suchen nach Lösungen, die Gedanken beginnen zu kreisen. 

Was macht Stress mit uns?

Neben Reaktionen, die unser Verhalten und unser Fühlen verändern, bewirkt Stress zahlreiche körperliche Reaktionen. Unsere Hirnanhangdrüse wird aktiviert. Durch das komplexe Zusammenspiel unterschiedlicher Hormone wird unser Puls beschleunigt, die Atmung vertieft und die Atemfrequenz erhöht. Die Muskelspannung erhöht sich und wir verspüren die typischen Nacken- und Schulterschmerzen. Es kommt zu Appetitlosigkeit und die Sexualfunktionen werden häufig eingeschränkt.
Stress kann also kurzfristig den Körper in einen Zustand erhöhter Leistungsbereitschaft versetzen. Stress ist also nicht nur negativ zu bewerten. Allerdings gilt dies für Situationen, die nur kurze Zeit andauern. 

Bei Langzeitstress kann es zu heftigen körperlichen Reaktionen kommen, die uns körperlich oder psychisch krank machen können. So wird unser Immunsystem gehemmt. Die Killerzellen im Blut werden blockiert. Viele Langzeitgestresste klagen über Spannungskopfschmerz oder Muskelverspannungen. Aber auch Magen- und Darmerkrankungen oder gar Haut- und Herz- Kreislauferkrankungen können die Folge von Langzeitstress sein. Stress über einen längeren Zeitraum steigert das Risiko an einer depressiven Störung zu erkranken. 

Dabei lässt sich Stress vermeiden. Es ist wichtig auch gegenüber Partnern, Freunden und Kollegen Grenzen zu ziehen und sich auf diese Weise Freiräume für die eigene Erholung zu verschaffen. Die körperliche Bewegung ist dabei genauso wichtig wie die Entspannung. Hier bieten sich das autogene Training oder Yoga an. Auch dem eigenen Hobby nachzugehen kann Stress abbauen. 

Besonders belastend sind Luftverschmutzungen, ungesunde und einseitige Ernährung, Schadstoffe im Trinkwasser und in Beautyprodukten sowie Suchtmittel und innere Unruhe. Dies führt zur Dauerstress des Körpers und da Körper und Geist miteinander in Verbindung stehen, geht es der Seele bzw. dem Geist oftmals nicht gut sobald es dem Körper schlecht geht. All dies kann die körperliche Funktion einschränken und unsere Gesundheit enorm belasten. Die psychischen Erkrankungen sind in den letzten 10 Jahren enorm angestiegen, da die Belastung im Alltag und Beruf viel zu hoch ist für die meisten Menschen. Laut Studien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist zu 65-86%, die Hauptursache von Krankheiten Stress, da bei Stress das Immunsystem abschaltet. 

Warum behandelt man denn mehr die Symptome von Krankheiten am Körper, wenn die Hautursache eigentlich Stress ist?  

Weil es vielen Menschen nicht bewusst ist, dass Stress mit vielen Krankheiten verbunden ist. Chronischer Stress versetzt den Körper in einen dauerhaften Aktivierungszustand, der zu Erschöpfung führt. Dauerhaft Gestresste haben ein höheres Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Innere Anspannung und Konzentrationsschwierigkeiten sind psychische Folgen von Stress.  

Jeder kennt solche Situationen. Wenn es uns zu viel wird, teilen wir aus. In diesen Fällen blockieren starke Emotionen unseren Verstand und verdrängen objektives Denken.  Gefühlsstürme aus Wut und Enttäuschung lassen uns unbedacht handeln und sprechen. Die Kontrollinstanz, die uns an gute Erziehung, Konventionen, Regeln erinnert und bremst, fällt dabei aus.  So kommt es zu unbedachten Reaktionen oder irrationalem Verhalten. 

Bei innerer Unruhe dürfen wir uns auch bewegen. Innere Spannung können wir abbauen, wenn wir uns bewegen. Ein Jogginglauf oder auch ein Spaziergang ist da genau das richtige. 

Damit sind wir wieder am Ende unseres heutigen Blogeintrages. Wie immer hoffen wir das es euch gefallen hat! Lasst uns gerne einen Kommentar da oder schreibt uns eine Mail an team@staerken.net !

Wir wünschen Euch einen schönen Tag

Jackie, Mary, Katharina und Dominique 😊