Hey, da sind wir wieder! 

Man könnte diesen Blogbeitrag als Fortsetzung von Mittwoch sehen, denn um gesund zu bleiben, ist neben einer gesunden und ausgewogenen, Ernährung, Bewegung und frischer Luft, auch Gelassenheit ein sehr wichtiger Faktor. 

 

Der Mann ist 1782 gestorben, aber das ist heute genauso gefragt und wahr wie damals. Denn heute und gerade in der aktuellen Situation erleben wir viele Stressmomente, die für schlaflose bzw. schlafarme Nächte sorgen und zur Dauerbelastung beitragen können. Da sind die Menschen, die den Ernst der Lage immer noch nicht verstanden haben, oder nicht verstehen wollen, einige vielleicht auch nicht verstehen können und deshalb in Bus, Bahn, Zug ohne Mund-Nasen-Bedeckung unterwegs sind, da sind die, die nur ein bisschen Husten und Schnupfen haben und deshalb trotzdem arbeiten, wird schon kein Corona sein, da sind aber auch all die Alltagssituationen, die schon vorher da waren und als Stressoren auch weiterhin dienen: Verschiedene Arten von Stressoren werden unterschieden: So Leistungsstressoren (z.B. erhöhter Arbeitsanfall), physikalische Stressoren (z.B. Lärm, Hitze), soziale Stressoren (z.B. zwischenmenschliche Konflikte, Trennungssituationen) und körperliche Stressoren (z.B. Krankheiten, Verletzungen).  

 

Ein bisschen Theorie

In der DIN-Norm für Ergonomische Grundlagen bezüglich psychischer Arbeitsbelastung wird Belastung als die Gesamtheit aller äußeren Bedingungen und Anforderungen im Arbeitssystem, die auf den Zustand einer Person einwirken, beschrieben. Das macht deutlich, dass Belastungen objektive Faktoren meinen. Die Beanspruchung ist das, was folglich daraus resultiert. Es meint die unmittelbare Auswirkung der Anforderung auf jede individuelle Person. Das ist natürlich abhängig vom aktuellen Zustand des Betroffenen, beispielsweise Alter, Geschlecht, Stimmung, Müdigkeit oder eigenen Bewältigungsstrategien. Wie sehr sich eine Belastung auf Dich auswirkt, hängt also viel von dem ab, was Du bereits mitbringst. 

Im Alltag bringen wir mit dem Wort „Belastung“ etwas Negatives in Verbindung, die Psychologie geht eher davon aus, dass Belastungen an sich weder positiv noch negativ sind. Es ist wichtig das Zusammenspiel von Belastungen und deren Auswirkungen zu verstehen. So ist allein die Tatsache, dass Du verschiedene Arbeiten gleichzeitig tun musst definitiv eine Belastung, und doch könntest Du dich dadurch nicht sehr beansprucht fühlen. Das Stresserleben (die Stressreaktionen) beinhaltet eine Bewertung der wahrgenommenen Stressoren. Hier wird zwischen zwei voneinander abhängigen Bewertungen unterschieden.  

Der Begriff „Stress“ wurde von dem Gründer der Stressforschung, Hans Selye, geprägt. Laut ihm ist Stress „eine Reaktion des Menschen auf jede Anforderung.“ Selye beschreibt die Reaktion als ein Adaptionsmechanismus (Anpassung) für den Umgang mit Belastung. Jeder Mensch folge diesem Muster. Zudem unterscheidet der Stressforscher in zwei Arten von Stress: Eustress und Disstress. 

 

Eustress

Wir verbinden Stress meist mit einem negativen Gefühl. Doch nicht jeglicher Stress hat negative Auswirkungen. Stressoren, die uns positiv beeinflussen, münden in Eustress. Die Vorsilbe „Eu“ ist griechisch für „gut, wohl“. Eustress hat die Eigenschaft, Menschen zu motivieren, anzutreiben und die eigenen Ressourcen zu nutzen. Die biologischen Stressreaktionen sorgen für erhöhte Konzentration und mehr Leistung. 

Menschen, die sagen „Ich brauche den Stress zum Arbeiten“ sprechen hier nicht von Druck/Stress als Belastung, sondern eben von Eustress. 

 

Disstress

Jene Reize, die wir als belastend, unangenehm und überfordernd empfinden, lösen bei uns Disstress aus. Das ist der negative Stress, von dem wir häufig im Alltag sprechen. Hierbei kommt das Gefühl auf, dass die zur Verfügung stehenden Ressourcen nicht reichen und wir den Anforderungen einfach nicht gewachsen sind. 

Disstress sorgt bei uns für starke körperliche Anspannung. Wenn sie nicht abgebaut wird, führt das zu einer verminderten Leistung, Aufmerksamkeitsverlust und auf langer Sicht zu Krankheit.  

Also am konkreten Beispiel nochmal veranschaulicht: „Wenn ich meine Arbeit gut strukturiere und organisiere, kann ich den ganzen Mehraufwand auch bewältigen“, wäre Eustress Eine entsprechende negative Einschätzung ist natürlich mit dem gleichen Sachverhalt möglich, so beispielsweise: „Was ich auch mache, ich werde den erhöhten Arbeitsanfall auf keinen Fall bewältigen können. Das ist mir alles zu viel Das wäre dann Distress.  

 

Faktencheck

80% aller Arbeitnehmer klagen über ein viel zu hohes Stresslevel, 10% sind depressiv, 60% haben Schlafstörungen und kämpfen mit Kopfschmerzen und 40% sind irgendwann mal in der Behandlung gewesen bezüglich Stresses.  

Die psychischen Erkrankungen sind in den letzten 10 Jahren enorm angestiegen, da die Belastung im Alltag und Beruf viel zu hoch für die meisten Menschen ist. Laut Studien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist zu 65-86%, die Hauptursache von Krankheiten Stress, da bei zu viel Stress das Immunsystem irgendwann abschaltet. 

 Die angegebene Statistik zeigt, dass in Deutschland der empfundene Stress meist „hausgemacht“ ist; wir haben so hohe Ansprüche an uns selbst und unsere Arbeit, dass wir uns damit selbst unter Stress setzen. Lange Zeit kann das Eustress sein, aber irgendwann schlägt dann selbst diese Belastung in Disstress um und der Körper reagiert dementsprechend. 

Was passiert da eigentlich mit uns?  

 

 

Reaktionen im Körper

Die psychischen und körperlichen Auswirkungen von Stress beeinflussen und verstärken sich gegenseitig. Dadurch entsteht ein Kreislauf, der die Betroffenen immer mehr belastet. 

In Belastungssituationen setzt der Organismus Hormone wie Adrenalin und Kortisol frei. Diese aktivieren den Körper und bereiten ihn auf eine Kampf- oder Fluchtreaktion vor. Dabei sind alle Bereiche des Körpers betroffen. 

In Stresssituationen weiten sich die Bronchien, um mehr Sauerstoff aufzunehmen. Dadurch wird die Atmung schnell und flach. Zudem schlägt das Herz schneller und stärker, wodurch der Blutdruck steigt und sich Blutgefäße verengen. Auch die Muskeln werden besser durchblutet und spannen sich stärker an. Insgesamt stellt sich der Körper auf einen höheren Energieverbrauch ein und gibt mehr Zucker ins Blut ab. Die Verdauung dagegen wird verzögert, die Schmerzempfindlichkeit nimmt ab. So wird der gesamte Körper handlungsbereit gemacht. 

Ist die Gefahrensituation vorüber, nimmt die Hormonproduktion ab und der Körper beruhigt sich. Bei Dauerstress können Sie sich jedoch nicht ausreichend erholen. Dadurch befinden Sie sich ununterbrochen in diesem Erregungszustand. Dies führt mit der Zeit zu Erschöpfung oder weiteren körperlichen und psychischen Problemen. 

Dauerstress macht sich überall im Körper bemerkbar. Besonders im Gehirn entstehen dabei nachhaltige Folgen. In einer kurzen Stresssituation erhöht sich die Leistungsfähigkeit des Gehirns. Doch bei langanhaltendem Stress wird es auf Dauer überlastet. So schrumpft die Gehirnmasse und die Verästelungen des Gehirns nehmen ab. Dadurch verschlechtert sich auch die Gedächtnisleistung. Im schlimmsten Fall kann bei chronischem Stress ein Schlaganfall auftreten. 

Auch die Sinnesorgane reagieren auf Stress. An den Ohren sind dabei Tinnitus oder sogar ein Hörsturz typische Stresssymptome. Bei einem Tinnitus hören Betroffenen Töne, ohne dass eine äußere Schallquelle vorhanden ist. Das kann das Leben je nach Empfindung stark beeinflussen. Bei einem Hörsturz kommt es zu einem einseitigen Hörverlust. Vermutlich wird er durch eine Durchblutungsstörung im Ohr ausgelöst, die unter anderem stressbedingt sein kann. Diese Theorie ist allerdings noch nicht wissenschaftlich bewiesen. Zusätzlich zu Stress können auch körperliche Ursachen einen Tinnitus oder Hörsturz auslösen. Daher sollten Sie diese Beschwerden immer von einem Arzt untersuchen lassen. 

Chronischer Stress versetzt den Körper in einen dauerhaften Aktivierungszustand, der zu Erschöpfung führt. Dauerhaft Gestresste haben ein höheres Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.  

 

Auswirkungen auf die Psyche

Neben den körperlichen Auswirkungen von Stress leiden Betroffene auch unter psychischen Problemen. Kurzfristig entstehen dabei folgende Beschwerden: 

  • Innere Anspannung und Unruhe 
  • Konzentrationsschwierigkeiten 
  • Nervosität 
  • Reizbarkeit 
  • Unzufriedenheit 
  • Angst und Wut 

Ohne ausreichende Erholung kann der Dauerstress richtig schwerwiegende psychische Erkrankungen wie Depressionen, Panikattacken und schließlich das viel gehörte, aber wirklich wenig bekannte Burn-Out hervorrufen. Dabei handelt es sich um einen schleichenden Prozess, der selten als das erkannt wird, was er wirklich ist nämlich eine Stressreaktion. 

So, nun wollt ihr aber sicher wissen was das alles mit Gelassenheit zu tun hat?! 

Also Gelassenheit hilft uns dabei unsere innere Ruhe zu finden, was sich positiv auf die Gesundheit auswirkt, auch wirkt es präventiv gegen Stress.  

Die Gelassenheit ist die Eigenschaft, besonders in aufreibenden Situationen ruhig zu bleiben und sich von den Gegebenheiten nicht verunsichern zu lassen. Mit Gelassenheit kann auch die Charaktereigenschaft der allgemeinen inneren Ruhe beschrieben werden. Gelassenheit bildet das Gegenteil von Unruhe, Nervosität und Stress. Gelassenheit ist die Fähigkeit, das persönliche Maß zu erkennen und so in jeder Situation eine angemessene Reaktion und Handlung zu finden, ohne dabei zu viele emotionale Energien zu verschwenden. Gelassenheit hilft Menschen in vielen Situationen das Wichtige zu erkennen und zu tun. 

Gelassenheit ist wie viele Dinge auch erlernbar. Das erste was man dafür tun sollte, ist in vielen Sätzen das scheinbare „Muss“ durch ein „Könnte“ zu ersetzen. 

 Innere Gelassenheit ist nicht abhängig von der äußeren Situation oder von Menschen, innere Gelassenheit ist nur abhängig von unserer inneren Einstellung zur Situation. 

Auch viele ältere Menschen sind gelassener, da ist die Mutter die einen halben Herzanfall bekommt, als sie sieht wie ihr Kleiner einen Regenwurm verspeist und da ist die Oma die in aller Seelenruhe dabei sitzt und sagt:” Aber was hast du denn? Ist doch nur tierisches Eiweiß, du sagst ja auch nix, wenn er ein Stück Hähnchen isst“ 

Wir können aber nicht alle darauf warten alt zu werden, sondern wollen vielleicht schon in den nächsten Wochen gelassener werden, sagt ihr…😉 

Es gibt jede Menge Tipps und Tricks, sogar Kurse online oder physisch, die dabei helfen können, Gelassenheit zu erlernen. Allen gemeinsam ist der Tipp, wenn man sich innerlich unruhig fühlt, ist Erste Hilfe- Maßnahme, die Annahme bzw. die Akzeptanz der jeweiligen Situation.  

Vielleicht fragt ihr euch, was das soll? Warum soll ich etwas annehmen was ich eigentlich nicht mag? Schließlich mag sich keiner unruhig fühlen. 

 

Weg vom Stress

Wenn wir die Dinge nicht so annehmen können wie sie in dem Moment sind, erzeugen wir durch sie innere Spannung. Das bedeutet: Ich bin innerlich unruhig aber möchte es aber nicht sein. Es herrscht hierbei eine Spannung zwischen dem Ist-Zustand und Soll-Zustand. Aus dem Grund kämpfen wir dagegen und stressen uns noch mehr und ärgern uns über die Unruhe und erzeugen dadurch weitere Anspannung.  

Wenn man allerdings die Situation akzeptiert und sich bewusst macht, dass man die Unruhe zwar nicht mag aber es okay ist, dass sie da ist, wenn wir es schaffen diese Unruhe für den Augenblick anzunehmen, dann entspannt sich schon unser Körper und Geist. Denn wir geben den Kampf zwischen dem was sowieso schon ist, nämlich die innere Unruhe und dem was wir wollen, auf. Und wenn wir aufhören zu kämpfen entspannt sich unser Körper und somit auch unser Geist. 

Der nächste Schritt ist, wenn wir innerlich unruhig sind, sollten wir uns nach Möglichkeit einen ruhigen Ort suchen und eine Atemtechnik ausüben, wenn ihr das nicht wollt hilft es schon ganz bewusst zu atmenDenn wenn wir tief und lang in unseren Bauch atmen, beruhigt sich automatisch unser Körper, erwiesenermaßen. 

Probiert es, es ist gar nicht schwer, ihr braucht keine Hilfsmittel, legt einfach eine Hand auf den Bauch und atmet bewusst wiederholt tief ein und aus.  

Und? 

UnseAtem hat direkten Einfluss auf unser autonomes Nervensystem. Indem wir ruhig in den Bauch atmen beruhigt sich auch unser Körper. Dies sollten wir vor allem trainieren, wenn es uns gut geht, denn wenn wir voll gestresst sind, fällt es schwerer eine Atemtechnik zu lernen. Deswegen lohnt es sich in ruhigen Situationen, wo wir entspannt sind, beispielsweise bei entspannten Abenden auf der Couch, diese Atemübung zu üben um in Stresssituationen darauf zurückgreifen zu können.

 

Bei innerer Unruhe dürfen wir uns auch bewegen. Innere Spannung können wir abbauen, wenn wir uns bewegen. Ein Jogginglauf oder auch ein Spaziergang ist da genau das richtige., zumindest für uns Probiert was für Euch das richtige ist! 

 

Denn Gelassenheit gibt dem Leben eine Leichtigkeit! 

Wir wünschen euch viel Gesundheit und Gelassenheit😊   

Schreibt uns, wir freuen uns auf Ideen, Anregungen… 

 

Bis zum nächsten Beitrag:

Jackie und Mary😊