Hallo ihr Lieben,

es ist wieder Sonntag und das bedeutet wir haben uns einige Gedanken gemacht, die wir mit Euch teilen wollen! Heute ist schon der dritte Advent, es geht rasant auf Weihnachten zu. Heute bloggen wir zum Thema: Geschichten, die das Leben schreibt. Kennt ihr den Ausdruck „jemandem seine Lebensgeschichte erzählen“? 

Besonders dieses Jahr schreibt für uns Geschichten, mit denen wir so absolut nicht gerechnet haben. Geschichten, die uns überraschen. Geschichten, die uns schockieren. Geschichten, die Hoffnung wecken und Geschichten, die uns verzweifeln lassen. Ein Jahr, das uns auf eine Achterbahn an Ereignissen und Gefühlen mitgenommen hat. Ein Jahr, das zu unserem Leben gehört. Ob wir wollen oder nicht. 

 

 

Was soll es bedeuten? 

Was können wir uns eigentlich darunter vorstellen, wenn wir von Geschichten, die das Leben schreibt, schreiben? 

Man könnte auch von Lebensgeschichten sprechen. Der definiert eine Lebensgeschichte als individuellen Verlauf eines Lebens. Googelt man weiter findet man synonym auch den Begriff Lebenslauf.  

Lebenslauf – Ist das nicht eine dieser Unterlagen, die man bei einem Bewerbungsgespräch mitbringt? Also ist eine Lebensgeschichte nicht mehr als eine Zusammenfassung von Geburtsdatum und -ort, Kontaktdaten und bisherigen Erlebnissen? Nein, wir sprechen von Geschichten, die das Leben schreibt!

Das sind die Herausforderungen, die wir annehmen und denen wir uns stellen. Es sind die „Meisterungen des Lebens“, die uns über uns hinauswachsen lassen.  

Kennt ihr die Geschichten, die wirklich Großen, wie sie in Filmen vorkommen? Zum Beispiel der Film „Das Streben nach Glück“ mit Will Smith? Darin geht es um einen Vater, der versucht mit seinem kleinen Sohn zu überleben und es schlussendlich, nach einiger harter Arbeit, bis zur Wall Street geschafft hat.  

Wenn ihr den Film gesehen habt, welche Gefühle löst das in Euch aus? Wir bewundern solche Geschichten, sie inspirieren uns. Okay manchmal führen sie auch zugegebenermaßen zur Resignation, weil wir sofort durchschauen, dass das alles total übertrieben ist und sicher uns so was auf keinen Fall passiert. 

Aber Hand aufs Herz trotzdem sehen wir uns solche Filme doch immer mal wieder ganz gerne an. Warum ist das so? Ist es die Sehnsucht nach einer heilen (intakten) Welt? Vielleicht gar der Wunsch ein Rezept für ein gelingendes Leben zu finden?  

Die Liste solcher Filme ist scheinbar endlos und die Nachrichten sind voll, von Geschichten. Also die wirklich Großen. Und ist das dann schon alles? Was ist denn mit Euren/unseren Geschichten? Nicht wichtig denkt ihr! Falsch, absolut wichtig, denn wir alle versuchen unser Leben so gut es geht zu meistern. Jeder hat seine Vorgeschichte und seine Erfahrungen. Es sind die ganz persönlichen schönen, traurigen, dramatischen, komischen Anekdoten, die wir später erzählen können, die unser Leben bereichern, die uns zu den Menschen machen, die wir sind. 

 

 

Eine wirklich große Geschichte 

Eine Geschichte erhält nicht erst dann ihre Bedeutung, wenn sie in den sozialen Netzwerken, in den Nachrichten oder sogar als Buch oder Film erhältlich ist. Die wirklich großen Geschichten sind die, die im Alltag passieren. Die richtig große Geschichte ist eure/unsere eigene.  

Vielleicht ist es unsere Aufgabe, ihr Aufmerksamkeit und Bedeutung zu schenken. Und stolz darauf zu sein! Und zwischen allen Verpflichtungen, Verantwortungen und endlosen To-Do-Listen fragt ihr euch bestimmt, wie das denn auch noch da reinpassen soll?  

Zumal es ziemlich schwerfällt, bei Schicksalsschlägen oder Ereignisse, die einen zurückwerfen, dann auch noch etwas wie Stolz zu empfinden oder das Positive daraus zu ziehen.  

Die positiven Seiten einer zunächst schwierigen Geschichte werden oftmals erst „danach“ sichtbar, wenn die Geschichte ausgestanden ist. Wenn wir eine Lösung gefunden haben. Oder uns geholfen wurde, sie zu meistern. Das kann manchmal Jahre später sein, wir schreiben da aus Erfahrung 😉

Dann sehen wir sie: Die Freunde, die immer „da“ sind. Auch um 3:00 Uhr nachts oder wenn wir wieder und wieder die gleichen Probleme besprechen. Die Familie, die einen mit offenen Armen empfängt. Und wir sehen, was wir schon geschafft haben. Aber manchmal gibt es auch diese Geschichten, die wir vielleicht mit uns selbst ausmachen wollen oder sogar müssen.  

Was machen wir dann, wenn wir etwas alleine meistern wollen oder müssen? 

 

 

Wir haben da ein paar Ideen: 

#1: Seid nicht zu streng mit Euch selbst! In diesen Situationen, denen wir uns alleine stellen, können „Fehler“ passieren. Gebt nicht auf, versucht es morgen nochmal. Und erinnert euch an Euer „Warum“. Warum ist es wichtig, dass ihr diese Geschichte meistert?! Dabei kann ein Dankbarkeitstagebuch helfen.  

#2: Sorgt für Euch und dafür, dass es Euch gut geht! Was braucht ihr, damit ihr diesen Tag meistert? Sucht Euch eine Sache am Tag aus, die ihr nur für Euch macht. Ob es Euer Lieblingsgericht ist oder die nächste Folge Euer Lieblingsserie, während ihr das Handy ganz weit weglegt. Hauptsache es ist etwas, worauf ihr euch schon morgens freuen könnt. 

#3: Zerlegt Euch eure Herausforderungen in kleine Teilaufgaben – Macht nicht alles auf einmal. Dadurch hat man das Gefühl, dass man es schaffen kann. Eins nach dem anderen!  

 

 

Dann stellt sich ja noch die Frage: Was macht eine Lebensgeschichte eigentlich aus? Oder anders gefragt: Was macht uns als Menschen aus? 

Wenn man da zunächst an das Offensichtliche denkt, fällt einem die äußere Erscheinung ein: Das Aussehen, die Kleidung, die Stimme oder die Art sich zu bewegen. 

Darüber hinaus hat jeder Mensch unterschiedliche Charaktereigenschaften und Fähigkeiten: HumorZuverlässigkeit, Loyalität, Stärke, Und wie entstehen die? Durch unsere Familien, Freunde, Erfahrungen und die unterschiedliche Wahrnehmung unserer Umwelt. 

Aber heißt das jetzt, dass unsere Lebensgeschichte vorbestimmt ist und wir nicht ändern können, wer wir sind? Keineswegs!

Wir haben immer die Macht, unser Leben eigenverantwortlich zu bestimmen. Das bedeutet, dass wir lernen können nicht nur für unser Handeln die Verantwortung zu übernehmen, sondern auch für unsere Gefühle. Für unsere Ängste, unsere Sorgen. Aber auch für unsere Bedürfnisse. Wir können also entscheiden, wie wir unsere Energie einsetzen. Kennt ihr das, wenn ihr morgens aufsteht und schon im Gefühl habt, dass das nicht euer Tag ist? Das zieht sich dann den ganzen Tag so durch, oder? Dagegen können wir was tun. Was? 

Wir können uns entscheiden, dass wir nicht zulassen wollen, dass es ein mieser Tag wird. Wir können uns entscheiden, dass wir selbst für unsere Laune verantwortlich sind und nach einer Dusche und einem Lieblingsgetränk eurer Wahl, sieht der Tag schon ganz anders aus. Probiert es!  

Jeder Tag füllt eine Seite im Buch eurer Geschichte, schreibt eure Geschichte bewusst. Nehmt euer Leben in die Hand und bestimmt eure Geschichte. 

 

Welche Geschichte hat euer Leben geprägt? Erzählt es uns in den Kommentaren oder nehmt euch heute einen Moment Zeit und schreibt es auf. Zum Beispiel in einem Dankbarkeits-Tagebuch? 

 

 

Wir wünschen Euch einen schönen dritten Advent, 

Jackie, Mary, Katharina und Dominique 😊