Hey, schon wieder Mittwoch😉 Heute geht es um:

Glück

Habt ihr euch schonmal Gedanken gemacht, was Glück eigentlich ist? 

In der deutschen Sprache wird der Begriff  in zwei sehr unterschiedlichen Bedeutungen gebraucht: 

  • Glück im Sinne von „Glück haben“ 
  • Glück im Sinne von „Glück empfinden“ 

Wortformen: glücklich, glücken, geglückt, beglückt

Wortbildungen: glückselig, Glücksgefühl, Glücksgriff, Glücksempfinden, Glückspilz, Glückstag, Glückszahl, Glücksrad, Glückspfennig, Glücksfee, Glückserfüllung, Glückskind, Glücksritter, Glücksrausch, Glücksmoment,  

Sicher sind uns jetzt nicht alle Wörter eingefallen, ergänzt das gerne unten in der Kommentarleiste! Wir freuen uns!

 

Glück unterscheiden

Es gibt verschiedene Dimensionen des Glücks, die wir im Deutschen nur unzureichend immer mit dem gleichen Wort betiteln können, da haben es die Engländer viel leichter, denn sie haben allein vier verschiedene Begriffe: 

Englisch: happiness (Heiterkeit), luck (Dusel), pleasure (Moment des Glücks) fortune (Schicksal, Wohlstand)  

 

Glück haben heißt, durch einen (glücklichen) Zufall begünstigt zu sein (englisch: luck). 

Beispiele dafür sind: durch Zufall beim Lotto, Roulette oder einem sonstigen Glücksspiel gewinnen; durch Zufall einen Vorteil erlangen (z.B. im Supermarkt an der „schnellsten“ Kasse anstehen); durch Zufall einen Nachteil vermeiden (z.B. von einem Unfall verschont werden) 

 

Das Empfinden von Glück ist sowohl ein Gefühl als auch ein Zustand, in dem sich eine Person befindet; dieser zeichnet sich durch ein allgemeines, oft unbewusstes Wohlbefinden aus. Entscheidend sind dabei nicht die objektiven Tatsachen, sondern das subjektive Erleben der betreffenden Person. Was den einen glücklich macht, muss den anderen nicht unbedingt glücklich machen. Glück bedeutet für viele Menschen: Die kleinen Dinge des Alltags, Gesundheit, Freiheit, Ziele erreichen, Freude erleben, unabhängig sein, Familie, Freunde, Beruf, Hobbies, Musik, Sport etc. 

 

Glück definieren?!

Glück ist so ein Begriff, den kann eigentlich nur jeder für sich definieren, gemeinsam ist: 

Manchmal geht es beim Wort Glück darum, dass die Menschen zufrieden sind, manchmal, dass sie Glück haben, dass zufällig etwas Gutes passiert ist. … Wer abergläubisch ist, meint, man könne durch einen Glücksbringer, einen Talisman, selbst für das Glück sorgen. 

 

 

Das Empfinden von Glück wird durch dieses gezielte, umfassende Wahrnehmen (Erkennen, Achten, Schätzen) ausgelöst, was bestimmte Hirnaktivitäten zur Folge hat. Hierbei werden im Gehirn Endorphine, Oxytocin und die sog. Neurotransmitter Dopamin und Serotonin freigesetzt.  

Jeder ist seines Glückes Schmied, heißt es doch so schön, aber nicht jeder Schmied ist glücklich.  

 

Auf der Suche nach Glück,

machen sich viele Menschen oft unbewusst unglücklich. Aber warum eigentlich?

Oftmals streben wir Menschen nach den falschen Dingen, um uns Glück zu verschaffen, wir wollen Dinge, weil wir glauben dann glücklicher zu sein, die allerdings nicht zum glücklich sein führen. Beispielsweise denken einige Menschen, dass Konsum und Geld zum glücklich sein relativ wichtig sind. Allerdings haben Forschungsuntersuchungen ergeben, dass Konsum und Geld wenig zum Wohlbefinden beitragen, sobald die Grundbedürfnisse befriedigt sind: Statt uns glücklich zu machen, lenken sie oft von dem was wirklich wichtig ist, ab. Auch das ständige sich mit anderen Vergleichen, führt dazu unglücklich zu sein. Wenn wir uns mit anderen Menschen vergleichen, erkennen wir unsere eigene Leistung nicht und können uns selbst nicht wertschätzen.  

Damit ziehen wir uns selber runter und sehen kleine Erfolge nicht als solche an. Genauso ist es auch mit Menschen, die es jedem recht machen möchten. Wenn man es recht machen möchte, steht man oftmals unter Druck und macht seinen Selbstwert von anderen abhängig. Solche Menschen brauchen immer die Bestätigung von anderen und zweifeln an ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten ihrem Wissen, bis hin zu sich, selbst wenn die Bestätigung ausbleibt. 

Glück und Glücksgefühle werden durch ein entsprechend stimulierendes und positives Umfeld begünstigt. Ebenso dadurch, dass die grundlegend intrinsisch motivierten Werte erfüllt bzw. gelebt werden können.  

Intrinsisch? 

In der Psychologie unterscheiden wir intrinsische und extrinsische Faktoren z.B. von Motivation. Intrinsisch heißt aus mir selbst heraus, damit ist die wirkliche und echte Motivation gemeint, ich bin so begeistert von etwas, dass ich alle Energie dort hineinstecke und extrinsisch ist das Gegenteil, heißt so viel wie von außen, nicht aus eigenem Antrieb heraus handeln. Extrinsische Motivation nutzt sich schnell ab, während intrinsische Motivation ein Leben lang halten kann. 

Aber genug von Motivation, heute geht es um das Thema Glück. 

 

Der Schlüssel zum Glück

Gibt es ihn, den „Schlüssel zum Glück“? Wir denken: den gibt es nicht.  

Den brauchen wir aber auch nicht, denn alle Türen stehen bereits sperrangelweit offen, wir müssen nur noch die für uns richtige Tür finden.

Die Frage nach Glück, ist wahrscheinlich so alt wie die Philosophie selbst, sie kam schon im antiken Rom auf. Damals stellte der griechische Philosoph Aristoteles folgende Definition auf: „Glück ist das letzte Ziel menschlicher Handlungen. Glück ist das, was nicht als Mittel zu etwas anderem, sondern als Zweck an sich selbst angestrebt wird.“

 

Das bedeutet alles was wir tun, beispielsweise, dem Beruf nachgehen, zur Schule oder in die Uni gehen, eine Weltreise machen, all das ist kein Selbstzweck, stattdessen versprechen wir uns davon etwas anderes. Wir machen diese Dinge, um etwas anderes zu erreichen, nämlich glücklich zu werden. Glück ist das Ziel hinter allen Zielen. Glück stellt demnach ein Ziel bzw. einen Zweck in sich selbst dar. Konkret bedeutet dies also: Wer glücklich ist, hat alles; wer unglücklich ist, dem bringt auch sein ganzes Hab und Gut nichts. Das gibt uns Aristoteles zu verstehen. 

 

 

Der Glücksstaat Bhutan,

ist ein asiatischer Staat im Osten des Himalayas gelegen, wird immer wieder ins Gespräch gebracht, wenn es um das Thema Glück geht. Warum? In Bhutan spricht man von einem Bruttosozialglück beziehungsweise Bruttonationalglück. Doch was soll dies bedeuten?  

Die Idee hatte der König Singye Wangchuck schon kurz nach seiner Krönung im Jahr 1974. Er forderte, dass nicht die Wirtschaft des Landes wachsen solle, sondern das Glück der Bewohner. Das widerspricht natürlich allen Forderungen, die heutzutage an einen Staat gestellt werden, denn der soll wachsen, wachsen und wachsen. Doch manchmal gerade in der letzten Zeit fragt man sich wirklich, wohin führt dieses Wachstum und macht ein Mehr an Waren und Gütern die Menschen wirklich glücklicher?  

Seit der Antike beschäftigen sich Menschen immer wieder mit dem Thema Glück. Seit 2007 wird das Fach Glück sogar an einigen Schulen in Deutschland, seit 2019 auch in NRW unterrichtet. 

 

Der Tag des Glücks

Die Vereinten Nationen erklärten den 20. März zum Tag des Glücks, um die Bedeutung von Glück als Ziel aller Menschen zu verdeutlichen. Der UN-Katalog für ein glückliches Leben ist bescheiden: mindestens 2500 Kalorien und 100 Liter Wasser täglich, einen Platz zum Kochen, mindestens sechs Quadratmeter Wohnraum und sechs Jahre Schule. 

 

Erkenntnisse der Glücksforschung

Es gibt sogar Glücksforscher. Die Glücksforschung nennt Glück ganz unspektakulär „subjektives Wohlbefinden“.  

Glück ist also nicht objektiv messbar, sondern nur für jeden selbst einzuschätzen. Ob ich glücklich bin, weiß also nur ich selbst. Wieder deutlich unspektakulär und wieder aus der Glücksforschung — eine Definition, die so banal klingt, dass sie diesem enormen Ziel, dem wir alle hinterherjagen, dem Glück, eigentlich gar nicht gerecht werden will: 

Es gibt sogar ein „World Book of Happiness“ indem zählen Forscher Faktoren für Glück auf:  

eine stabile Liebesbeziehung, Gesundheit, ein den eigenen Fähigkeiten entsprechender Beruf, Freunde, Kinder und Geld für Grundbedürfnisse. Eigentlich keine große Sache, denkt der Ein oder andere jetzt vielleicht! 

Aber warum ist es dann so schwer zu sagen ich bin glücklich, ohne Wenn und Aber? 

 

Weltweit erforschen Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen das Glück, darunter Psychologen, Neurologen, Biophysiker, Soziologen, Philosophen, Ethnologen und Wirtschaftswissenschaftler. 

Tatsächlich haben die Forscher verallgemeinerbare Glücksformeln gefunden, die theoretisch jedem helfen, glücklicher zu sein.  

Für das Glück benötigen wir ganz bestimmte Zutaten, ähnlich wie zum Kuchenbacken. So einfach lässt sich etwa die Glücksformel des Glücksforschers Ed Diener zusammenfassen. 

 

Wir erklären das mal wieder an einem Bild: 

Für einen Kuchen brauchen wir Grundzutaten wie: Butter, Eier, Mehl und Zucker, eventuell noch ein bisschen Milch und Backpulver – und für unser Glück vier Dinge: eine Aufgabe, in der wir uns kompetent fühlen, enge soziale Bindungen zu anderen Menschen, immer wieder mal was Neues im Leben und eine Prise Spiritualität. 

Der US-Psychologe versteht unter Spiritualität den Glauben daran, der Teil eines sinnvollen, großen Ganzen zu sein. Dies kann der Glaube an einen Gott sein, der Glaube an andere Mächte oder auch der Glaube, der aus der Verbundenheit mit der Natur entsteht. 

 

 

Die Zutaten fürs Glück sind also überschaubar – und doch scheitert so mancher an der Zubereitung seines Glücks… 

Aber auch nicht jeder ist in der Lage einen guten und leckeren Kuchen zu backen. 

Es gibt aber Hilfen: Wir teilen heute mit Euch das Grundrezept für Rührkuchen meiner Mutter

 

Zutaten: 

250g Butter (ja Butter enthält Fett, aber ihr esst ja keinen ganzen Kuchen allein und sonst schmeckt es halt auch ganz anders) 

500g Mehl (wer mag gerne auch Dinkelmehl) 

300 – 375g Zucker (kommt ein bisschen darauf an, was ihr noch in euren Kuchen tut) 

Ca. 300ml Milch (funktioniert auch mit anderer Flüssigkeit) 

1TL Backpulver 

4 Eier 

 

Und dann habt ihr schon, wenn ihr das gut zusammenrührt, einen Kuchenteig.

Aufpimpen ist immer möglich 😉  

Varianten: 

Denkbar: Kakaonips, Schokostücke, Zitronenreibsel, Eierlikör, Fruchtsaft, da gibt es kaum Grenzen, höchstens die eurer Phantasie 

 

So wird´s gemacht: 

Gebt das Ganze dann in eine gefettete Form, oder nutzt Backpapier und dann bei ca. 160 °C ab damit in den Ofen. (Umluftangabe) ca. 45 – 60 Minuten, unbedingt Stäbchenprobe machen (Nee, hat nichts mit Häkeln zu tun, nehmt einen Schacklickspieß und piekt in die dickste Stelle des Kuchens, wenn noch was kleben bleibt, weiter backen, wenn nicht, dann raus. 

Guten Appetit! 

 

 

So, aber nochmal zurück zum eigentlichen Thema, ist ja kein Back-Blog 😉 

„Das Glück entspringt ebenso sehr unserem Körper, Armen und Beinen, Herz und Haut, wie unseren Vorstellungen und Gedanken“, schreibt der Biophysiker und Philosoph Stefan Klein in seinem Buch „Die Glücksformel“. 

Der Körper sendet Signale über unser Wohlbefinden an unser Hirn. Bewusst nehmen wir diese nicht wahr. Geht es dem Körper gut, bestimmt dieses Gefühl wesentlich unser Glücksempfinden. 

Deshalb ist die einfachste der Glücksformeln von Stefan Klein, den Körper wirklich wichtig zu nehmen.  

Unangenehme Gefühle wie Angst und Stress wirken sehr körperlich. Das kennen wir Alle: Die Muskeln verspannen, der Magen rebelliert, das Herz kommt aus dem Rhythmus. Geht es dem Körper gut, leuchten unsere Augen, das Blut fließt schneller durch die Adern, wir spüren die Energie und lächeln oft, sagt Klein. 

Er empfiehlt, möglichst viele Dinge zu tun, die uns ein gutes Körpergefühl geben. Das können sinnliche Dinge sein wie gutes Essen, Bewegung, Gerüche oder Berührungen. Genauso können es auch einfach positive Gedanken sein. 

Die Erinnerung an einen schönen Tag, ein Ereignis oder die Vorfreude auf eine Verabredung finden im Gehirn statt, beeinflussen von dort aber unser unwillkürliches Nervensystem – und wirken somit direkt auf den Körper. 

Also genießt! Zum Beispiel den selbstgebackenen Kuchen, ein gutes Buch, Zeit mit Freunden und Familie oder auch allein, je nachdem was Euch guttut. 

Es ist ganz schön schwer zu sagen ich bin glücklich, es fällt uns leichter zu sagen ich bin zufrieden. 

Aber auch zufrieden ist gar nicht so einfach zu definieren. Wann sind wir denn zufrieden? 

Mit wem, mit was geben wir uns zufrieden? Wir können auch dann zufrieden sein, wenn die Dinge gerade nicht so gut laufen. Weil wir den Blick auf das Positive nicht verlieren, weil wir wissen, dass auf ein Tief ein Hoch folgen wird. 

In einer stressigen Phase werden die wenigsten Menschen in Hochstimmung sein. Aber Zufriedenheit ist auch hier möglich. Trotz der Überstunden, dem Stress und der Angst vor dem Versagen kann ich der Meinung sein, ein gutes Leben zu haben und somit zufrieden zu sein. 

Die Einschätzung, zufrieden zu sein oder nicht, kann von vielen Dingen beeinflusst werden. Zum Beispiel, vom Umfeld, in dem wir uns bewegen. Damit gibst du dich zufrieden? 

Wir stoßen auf ebenso viel Zuspruch wie Ablehnung, auf Unverständnis und Begeisterung mit unserem Tun bei Stärken.net, je mehr wir öffentlich machen, was wir tun, je mehr Menschen kommen und uns irgendwie unterstützen wollen. Aber ebenso gibt es immer wieder wohlmeinende Ratschläge sich auf Karriere, Familie etc. zu konzentrieren. Das Arbeiten für stärken.net erfüllt uns mit Zufriedenheit, macht uns in gewisser Weise glücklich, weil wir etwas tun, in dem ich wir Sinn sehen, weil wir glauben, dass wir tatsächlich etwas verändern können, weil wir davon überzeugt sind, dass es richtig ist! 

Es macht uns stolz und glücklich, dass wir immer wieder Menschen begegnen, die wir mit unserer Begeisterung anstecken können, bei denen der Funke überspringt 

Die Frage was also Menschen glücklich macht, ist wie man anhand unseres heutigen Blogbeitrags sehen kann, nicht einfach zu beantworten. Denn Glück ist, was ihr als Glück empfindet! 

 

Wartet nicht auf das große Glück, sondern sammelt viele kleine Glücksmomente und zehrt davon wie ein Eichhörnchen im Winter von den Nüssen, wenn es mal weniger glückliche Tage gibt!

 Wir wünschen euch in diesen Tagen, dass ihr euch ein Lager voller schöner Glücksmomente anlegt! 

Schreibt uns doch, ob ihr das Kuchenrezept ausprobiert habt, wir freuen uns auf eure Kommentare! 

 

 

Bis zum nächsten Beitrag:

Jackie und Mary😊