Hallo liebe Blogleser*innen! Heute ist Sonntag,… Äh nee Montag! – der erste Montag im März! Könnt ihr glauben, dass wir schon März haben? War nicht gerade erst Silvester? 

Jetzt, da der Frühling auf dem Vormarsch ist, gibt es wieder einen wichtigen Tag, den wir feiern. 
Den Internationalen Frauentag! Der ist heute, am Montag den 08.03.2021, weshalb wir ausnahmsweise erst jetzt posten.

Jetzt nehmen wir euch mit auf unsere Partyvorbereitungen! 

Warum ist dieser Tag so superwichtig? 

Den Internationalen Frauentag gibt es seit etwa spätes 19. und frühes 20. Jahrhunderts. In dieser Zeit haben sich Frauen- und Arbeiterinnenbewegungen dafür stark gemacht, dass sich Frauen für Gleichberechtigung, höhere löhne und bessere Arbeitsbedingungen für Frauen, sowie für ein Frauenwahlrecht und gegen Diskriminierung einsetzen. (www.dgb.de/internationaler-frauentag-weltfrauentag, Abruf am 03.03.2021)  

Puh – Ganz schön viel, um dass sich Frauen so gekümmert haben und es bis heute noch tun. Und deshalb ist es genau richtig, dass es dafür einen Tag gibt, der an die Stärke der Frauen erinnert. Auch heutzutage gibt es zahlreiche Debatten, oftmals in den sozialen Netzwerken, über Gleichberechtigung und Diskriminierung. Was genau hat es damit auf sich?  

Was bedeutet Gleichberechtigung? 

Googelt man „Gleichberechtigung“ wird einem Folgendes angezeigt: „Das Zugestehen von gleichen Rechten“. Ähnliche Begriffe sind zum Beispiel: Chancengerechtigkeit, Chancengleichheit, Emanzipation“. Konkret geht es hierbei also um die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Entscheidend ist hier die Formulierung „von Mann und Frau“. In Deutschland ist zumindest die rechtliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern erreicht. Das ist leider auch heute noch nicht in dem Land der Welt so. 

Frauen auf der ganzen Welt werden immer noch nicht auf eine Augenhöhe mit Männern gestellt. Jedes Jahr gibt es einen „Global Gender Gap Report“, welcher festhält, wie es um die Stellung von Männern und Frauen steht. Es kann nachgewiesen werden, anhand des Rechtssystems, dass Frauen in gerade mal sechs von 108 Ländern rechtlich gleichberechtigt behandelt werden (https://ze.tt/in-diesen-sechs-laendern-sind-maenner-und-frauen-vor-dem-gesetz-gleichberechtigt/). Darunter auch in Deutschland. In Ländern wie zum Beispiel Pakistan, dem Tschad, Mali oder Marokko kennen die Frauen keine Gleichberechtigung.  

Und doch: Auch in Deutschland wachsen viele Mädchen, junge Frauen und auch Mitglieder der LGBTQ-Bewegung (LSBT*Q steht in dieser Impulse-Ausgabe als Abkürzung für lesbisch, schwul, bisexuell, transgeschlechtlich und queer. Es gibt etliche andere Varianten dieses Akronyms – im englischsprachigen Raum wird LGBT für lesbian, gay, bisexual and transgender verwendet. mit Diskriminierung und Missachtung auf. 

Ausführlich nachzulesen ist es ➡HIER⬅

Inwiefern stehen Frauen und Diskriminierung in unserer heutigen Welt in Zusammenhang?

Frauen sind sichtbar. Frauen sind laut und präsent. Frauen kämpfen und das jeden Tag. Frauen sind erfolgreich und Frauen brauchen Partner*innen, um sich in der Welt zu behaupten. Es sei denn sie wollen es. Es gibt zwei Trends, die sich heute beobachten lassen: Der Erfolg von Frauen in ihrer Erwerbstätigkeit und in der Politik. Bildungsabschlüsse und Erwerbsquoten sind gestiegen. Es gibt mehr weibliche Führungskräfte, wenn auch noch nicht genug. Hinter all dem Erfolg sind alte Muster zu finden: Frauen bekommen auch heute noch weniger Geld für vergleichbare oder sogar gleiche Tätigkeiten. (www.bpb.de/gesellschaft/gender/frauen-in-deutschland) Was können die Gründe dafür sein? Alte Rollenbilder. Kinderwünsche und die daraus folgenden Zeiten, welche in der Erwerbstätigkeit fehlen. Darüber hinaus werden Frauen nach ihren körperlichen Attributen beurteilt. Und hierbei geht es absolut nicht darum, Frau zu bevorzugen, weil sie eben Frauen sind. Sondern darum, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten zu sehen, zu wertschätzen und entsprechend zu entlohnen. 

Wie kann sich Missachtung und Diskriminierung äußern? 

Gerade unter jungen Mädchen hat sich der Eindruck verfestigt, sie müssten sich möglichst „cool“ geben, um in der Gesellschaft gemocht – „akzeptiert“ – zu werden. „Ich hänge viel lieber mit Jungs ab, die sind nicht so zickig“ – eine gängige Äußerungen. Bloß keine Schwäche zeigen. Nicht weinen. Nicht negativ auffallen, indem wir laut werden. Indem wir unsere Meinung äußern. Eine Meinung, die nicht unserer selbst geschaffenen Norm entspricht. 

Wir wachsen mit stereotypen Rollenbildern auf. Wir haben ein festes Bild im Kopf davon, was ein „typischer“ Mann oder eine „typische“ Frau ausmachen sollte. Sowohl als Einzelpersonen, als auch in Beziehungen. Und alles was von diesen Bildern abweicht, wird als „unnormal“ eingestuft. Wir urteilen, ohne die Personen zu kennen. Nur weil wir es so gelernt haben. Und oftmals merken wir das sogar gar nicht. 

Oft gibt es sogar den Fall, dass sich Frauen untereinander anfeinden – ja sogar neidisch aufeinander sind. Sie gönnen einander nichts, besonders in den sozialen Netzwerken ist es zu beobachten, dass die kritischen Stimmen immer lauter werden. Aber wäre es nicht viel wichtiger, einander zu unterstützen? Sollten wir, als Frauen, uns nicht gegenseitig stärken, als uns fertig zu machen? 
 

Die eine ist zu dick, die andere zu dünn. Wiederum eine redet zu viel über Politik, die andere zu wenig. Und überhaupt – wenn du doch schon kein Fleisch isst, warum bist du nicht 100% Veganerin?! Und du studierst ja immer noch, was ist denn mit heiraten und Kinder bekommen? Denk dran, jünger wirst du auch nicht! 

Heutzutage scheint es fast unmöglich irgendetwas „richtig“ zu machen. 

Besonders das Thema Kinderwunsch ist heute sensibler denn je: Manche Frauen können oder wollen keine Kinder bekommen. Manche Frauen haben Fehlgeburten erlitten. Sind sie deshalb „weniger Frau“? Ein klares NEIN! Was gibt uns das Recht, über andere Leben zu urteilen? Warum stellen wir unsensible Fragen?  

Wer kennt sie nicht, die Fragen und Urteile von Familie und Arbeitskolleginnen:  

„Ach das kommt schon noch!“ 

„Aber wird es nicht mal langsam Zeit? Immerhin wirst du doch schon xx Jahre alt!“ 

Um nur zwei schmerzvolle Beispiele zu nennen. Wir müssen sensibler werden.  

Gleiches gilt für Männer, die den Namen ihrer Frau annehmen: „Ach echt? Na, ihr seid ja modern!“ – Nein, wir wollen einfach heiraten und eine Familie gründen. Oder Männer, die sich vermeintlich weiblich kleiden, weil sie sich eben so wohl fühlen  

Auch bei solchen Themen gibt es Ungerechtigkeit und keine Gleichberechtigung. 

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„Träume dir dein Leben schön und mach aus diesen Träumen eine Realität.“  ~ Marie Curie, NobelpreisträgerinPhysikerin

Was können wir von diesem Aufruf mitnehmen?  

  • Seid laut! 
  • Sagt eure Meinung! 
  • Übt den Job aus, den ihr wollt! 
  • Habt Kinder oder auch nicht! Habt 10 Katzen – oder auch nicht! 
  • Tragt die Kleidung, die ihr wollt und in der ihr euch wohl fühlt! 
  • Macht euch nicht klein! 

Wie ihr seht, ist das Themenfeld rund um den Internationalen Frauentag einfach riesig und umfasst zahlreiche weitere Themen. Über diese Themen müssen wir sprechen und uns gegenseitig sensibilisieren. Hinterfragen und offen sein, dazu zu lernen. Vielleicht sogar Fehler im eigenen Verhalten und in eigenen Denkmustern zu erkennen. Das ist wahre Stärke. 

Was verbindet ihr mit dem Internationalen Frauentag? Erzählt es uns in den Kommentaren – Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit euch!  

Damit sind wir wieder am Ende unseres heutigen Blogeintrages. Wie immer hoffen wir das es euch gefallen hat! Lasst uns gerne einen Kommentar da oder schreibt uns eine Mail an team@staerken.net !

Wir wünschen Euch einen schönen Tag

Jackie, Mary, Katharina und Dominique 😊