Für 2020 heißt es heute ein letztes Mal:

Hallo ihr lieben Leser und Unterstützer unseres Blogs und unserer Initiative  

Was für ein Jahr! 

Wenn ein Jahr zu Ende geht, schweifen die Gedanken ganz automatisch zurück. Zurück zu den vergangenen zwölf Monaten: Was ist passiert? Warum ist es passiert? Was hätte stattdessen passieren sollen und wie sind wir damit umgegangen? Was lernen wir daraus? So ein Jahresrückblick kann sehr befreiend und beruhigend wirken. Aber er kann auch aufwühlen, was wir verdrängt haben. Deshalb widmen auch wir uns einem Rückblick auf dieses besondere Jahr, dieses herausfordernde Jahr auf das Jahr 

 

 

Was so passierte: 

 

Bei der Vorbereitung auf diesen Blogbeitrag haben wir nach ´Ereignissen in 2020´ googeltdabei wurden die Schlagzeilen und Ereignisse dieses Jahrs angezeigt, von denen wir viele schon wieder vergessen hatten. 

 

 

 

Dabei ist 2020 nicht nur das Jahr der Corona-Pandemie: 

Hattet ihr noch den Brand im Zoo im Januar auf dem Schirm?

Erinnert ihr euch noch an die extremen Buschfeuer in Australien? 

Wer erinnert sich noch an den furchtbaren Anschlag in Hanau im Februar? 

Das sind nur wenige der schrecklichen Ereignisse vor der Pandemie. Aber woran liegt das, dass wir uns nur noch vage erinnern können?  

Irgendwie scheint alles so weit weg zu sein, was vor COVID-19 war. Als wäre es in einem anderen Jahr passiert.  

Zugegeben wir sind und werden jedes Jahr mit einer schier unglaublichen Masse an Informationen durch Medien aber auch unser privates Umfeld versorgt. Dieses Jahr wurden wir gerade zu überflutet. Ausgesetzt einer völligen Reizüberflutung an Schicksalsschlägen, Negativ-Schlagzeilen, Krisen und Themen, welche die Grenzen des Vorstellbaren überschreiten. So viele Ereignisse, die wir (zum Teil bewusst und unbewusst) erlebt haben! So viele Themen, mit denen wir uns auseinandergesetzt haben! Wie gehen wir damit um? Wir selektieren und filtern die Umwelt so, dass wir sie gerade noch aushalten können. Haben wir das Privileg, nur eingeschränkt von Corona betroffen zu sein, so schauen wir uns das an, was wir so eben verkraften können. Mehr könnten wir gar nicht verarbeiten.  

Und weil es schon genug Berichte über Corona gibt, schließt sich genau daran unsere Frage für den Jahresrückblick an: 

Wie halten wir das Gedankenkarusell (Link) an?

 

Wenn wir etwas reflektieren, entsteht unwillkürlich ein Strudel aus: 

„Was wäre gewesen, wenn…? 

„Was, wenn ich doch nur…. hätte?“ 

„Was wenn,  ? 

Meistens finden wir auf diese Fragen keine eindeutigen Antworten. Wir verlieren uns in Vorwürfen (oft gegen uns selbst gerichtet), in Zweifeln und manchmal auch Resignation, weil es mal wieder mit den Neujahrsvorsätzen nicht geklappt hat. Wer kennt das nicht? 

Kombiniert man diese Gefühlslage mit all den schrecklichen Ereignissen dieses Jahrs, findet man die perfekte Kombination, um zu Erstarren. Wir verharren in diesem KarussellAber uns geht es nicht darum festzustellen, was passiert, sondern uns geht es um viel mehr: Wikönnen wir aussteigen? Wie können wir aktiv werden? 

Gar nicht mal so einfach, zugegeben. Denn die erste äußerst unzufriedenstellende Antwort lautet: Das muss jeder für sich selbst rausfinden. 

Als Unterstützung können wir dafür ein paar Methoden anbieten, über die wir auch schon im Laufe dieses Jahrs hin und wieder geschrieben haben: 

  • Einfach im Gedankenkarusell weiterfahren 
  • Verdrängen, dass wir aussteigen können 
  • Annehmen und Loslassen 
  • Organisation und Struktur 

 

 

Kein Patentrezept 

Wichtig dabei ist, dass die verschiedenen Methoden nicht universell einsetzbar sind. Also nur weil ihr euch für eine Methode entschieden habt, ist das kein Rezept, welches stets funktioniert. Und manchmal, da funktioniert vielleicht auch eine Abfolge und/oder Kombination dieser Methoden. Methode I und II sind möglicherweise hilfreich, wenn man zu Beginn eines Problems steht. Es gibt Situationen, in denen Verdrängung gesünder ist. Bei allem sich-mit-sich-selbst-auseinandersetzen und reflektieren, darf man nicht vergessen, dass Jeder*Jede seine*ihre Grenzen hat. Und das ist völlig okay und richtig so. Methode III und IV können eventuell hilfreich für das aktive Lösen von Problemen und Herausforderungen sein. Das Annehmen und Loslassen kann darin bestehen, dass wir uns eingestehen, dass entweder ein Problem besteht und/oder wir Hilfe brauchen. Wenn wir uns entscheiden, dass wir etwas schaffen wollen. Wenn wir Verantwortung für unser eigenes Handeln übernehmen. Und wenn wir etwas eingestehen und annehmen, dann werden wir auch bereit sein und etwas loslassen können. Dann werden wir verzeihen und abschließen können.  

Und wenn wir eine Strategie haben, wie wir unsere Gedanken ordnen können, mit welchen Themen können wir uns noch beschäftigen, wenn wir für uns eine Zusammenfassung des vergangenen Jahres erstellen? 

Da gibt es ein paar Ideen: 

 

Ein Jahr in 12 Fragen (Idee von www.veronikaeschweiger.com) 

#1: Was hat sich für dich im letzten Jahr geändert? 

#2: Wie hast du dich geändert? 

#3Welches Geschenk hat dir dieses Jahr besonders viel bedeutet? 

#4: Welche Fehler hast du gemacht, aus denen du lernen kannst? 

#5: Wie würdest du dein Jahr in einem Satz beschreiben?  

#6: Wozu hast du deine Meinung oder deine Haltung geändert? 

#7: Was hast du dieses Jahr zum ersten Mal getan? 

#8: Welcher Rat hat dieses Jahr etwas bei dir geändert? 

#9: Welches Erlebnis/ welche Tat macht dich stolz? 

#10: Was hat dich dieses Jahr berührt? 

#11: Was hast du dieses Jahr für dich neu entdeckt? 

#12: Was lässt du dieses Jahr hinter dir? 

 

 Und war dieses Jahr nur schrecklich und anstrengend? Nicht ganz. Es gibt in der Dunkelheit immer einen kleinen Lichtblick. Einen Hoffnungsschimmer, der uns durchhalten lässt. 

Die neuesten „Good News (Link)“:

Neuseeland unterstützt Pazifikstaaten bei Impfstoff-Versorgung,

Dialysegerät für Zuhause,

Österreich verbietet Palmöl in Kraftstoffen,

Der Abel-Preis und die Fields-Medaille sind die höchsten Auszeichnungen der Mathematik, und beide gingen lange ausschließlich an Männer. Karen Uhlenbeck ist die erste Frau.

 

Wusstet ihr das? Bei all den negativen Schlagzeilen muss man nach den Good News suchen, aber es gibt sie.  

So viel zum Thema Organisation und Struktur (siehe Punkt IV.)  

Es liegt an uns, unser Maß an aus haltbarer Negativität zu finden und eigenverantwortlich für einen positiven Ausgleich zu sorgen. Das hat etwas mit Selbstfürsorge zu tun. Wieviel Negativität lassen wir zu? Welche Quellen nutzen wir dafür? Welchen Filter wenden wir an, wenn wir uns durch die Welt bewegen? 

Egal wie euer Jahresrückblick auch ausfällt: 

Seid stolz auf euch! 

Ihr seid großartig! 

Besinnt euch auf das, was euch wirklich wichtig ist. 

Bleibt gesund und passt auf euch auf! 

 

 

Danke für 2020! Wir freuen uns auf neue Themen und ein neues Jahr mit Euch!  

Wir hoffen, dass wir gestärkt aus 2020 hervorgehen, denkt an den Phönix! 

 

 

Bis zum nächsten Beitrag: 

Jackie, Dominique, Katharina und Mary😊