Hey, da sind wir wieder, 

 

Ein Lächeln kostet nichts, aber es gibt viel. Es macht den reich, der es bekommt, ohne den, der es gibt, ärmer zu machen. Es dauert nur einen Augenblick, aber die Erinnerung bleibt – manchmal für immer. Niemand ist so reich, dass er ohne es auskommen kann und niemand so arm, dass er nicht durch ein Lächeln reicher gemacht werden könnte. Ein Lachen bringt Glück ins Haus, fördert den guten Willen im Geschäft und ist ein Zeichen für Freundschaft. Es gibt dem Erschöpften Ruh, dem Mutlosen Hoffnung, dem Traurigen Sonnenschein und es ist der Natur bestes Mittel gegen Ärger.  Man kann es nicht kaufen, nicht erbetteln, leihen oder stehlen, denn es ist so lange wertlos, bis es wirklich gegeben wird. Manche Leute sind zu müde, dir ein Lächeln zu geben. Wenn Sie einmal einem Menschen begegnen, der Ihnen das Lächeln das Sie verdienen versagt, dann seien Sie großzügig und schenken Sie ihm das Ihre, weil niemand ein Lächeln so nötig hat wie der, der es anderen nicht geben kann. 

Ist das nicht schön? 

So passend! Finden wir auch, aber es stammt von einem unbekannten Autor aus dem 17. Jahrhundert, schon ein Weilchen her 😉 

Na, Thema erraten? Richtig es geht ums Lächeln! 

 

 

Warum wir darüber bloggen? 

 Lächeln beeinflusst unsere Gefühle: Wer lächelt, fühlt sich glücklicher – und umgekehrt. Wer lächelt, wenn er sich erinnert, denkt vermehrt an positive Ereignisse. Ein aufgesetztes Lächeln kann jedoch krank machen. 

Unser Gesicht drückt nur aus, was innerlich abläuft. Und da sind wir statistisch gesehen die Hälfte der Zeit in Gedanken, statt bei dem, was wir tun. Das macht uns unglücklich. Meistens nicht unbedingt das, was wir tun, macht unglücklich, sondern dass wir dabei gedanklich mitnehmen. 

Das Lächeln ist ein wichtiger Teil unserer Kommunikation. Mit ihm vermitteln wir unsere fröhliche Stimmung, signalisieren Freundschaft und Kooperation und beruhigen das Gegenüber, dass wir nichts Böses gegen ihn im Schilde führen. Unser Lächeln schafft daher Vertrauen und hilft dabei, soziale Bindungen zu festigen. Selbst Hunde haben gelernt, das Lächeln des Menschen zu erkennen. 

Es gibt so viel Wissen über das Lächeln und wir haben uns bemüht nicht nur jede Menge davon ranzuschaffen, sondern das so verständlich und amüsant wie möglich rüberzubringen.  

Außerdem mussten wir selbstverständlich an unser Projekt denken, bei dem wir so viele Glücksmomente von EUCH empfangen haben! Und, wer hätte es gedacht?? Alle haben ein riesiges Lächeln im Gesicht!

 

 

Fakten Fakten Fakten 😉 

Unbewusste Botschaften: Es gibt nicht nur eine Art des ehrlichen, unbewussten Lächelns, sondern gleich drei verschiedene, wie ein Experiment enthüllte. Diese drei Lächelarten unterscheiden sich in kleinen Details der Mimik – und vermitteln jeweils verschiedene Botschaften. Instinktiv erkennen wir, ob jemand mit seinem Lächeln Kooperation signalisiert, uns zum Zurücklächeln animieren will oder seine Dominanz ausdrückt. 

Angst im Gesicht eines anderen Menschen erkennen wir sofort. Ebenso Angriffslust. Aber auch ein Lächeln. Wir bemerken sogar, ob es ehrlich oder bloß vorgetäuscht ist.  

Schon 1860 begann man damit zu erforschen wie das mit dem Lächeln funktionierte. Versuchspersonen wurden Elektroden im Gesicht befestigt und mit Stromstößen verschiedene Muskelpartien gereizt.  

Die Idee, dass es eine begrenzte Anzahl von Gesichtsausdrücken gibt, die allen Menschen gemeinsam sind und von allen gleichermaßen interpretiert werden, hat Ende der fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts der amerikanische Psychologe Paul Ekman wiederbelebt. Geschult in der Tradition Sigmund Freuds, war er gleichwohl unzufrieden mit der Methode der Psychoanalyse, die sich allein auf Worte stützt. Also begann er damit, auf das nonverbale Verhalten der Patienten zu achten. Bald konzentrierte er sich auf die Mimik. Ließ sich darin nicht besser ablesen, was sie fühlten und dachten? 

Ekman ließ Fotos von Schauspielern anfertigen, die mal verärgert, mal angeekelt, mal überrascht oder freudestrahlend in die Kamera blickten. Er zeigte diese Aufnahmen herum und wollte von den Betrachtern wissen, welche Gefühlsregung sie darauf erkennen würden. Die allermeisten stimmten in ihren Urteilen überein. Das bestätigte sich, als Ekman seine Studien auf Chile, Brasilien, Argentinien und Japan ausdehnte. Schließlich war er überzeugt, die Grundbausteine des menschlichen Gesichtsausdrucks samt deren universaler Wahrnehmung quer durch alle Kulturen hinweg gefunden zu haben. 

Die Fachkollegen freilich winkten ab und beanstandeten einen systematischen Fehler in der Methode: Die Fotos, die Ekman benutzt hatte, zeigten weiße Amerikaner, und wie die sich mimisch äußern, konnte jeder wissen, der schon einmal einen Hollywoodwestern mit John Wayne oder James Stewart gesehen hatte. Um die Einwände zu widerlegen, war Ekman gezwungen, nach Menschen Ausschau zu halten, die praktisch noch nie mit der amerikanisch geprägten Kultur des Westens in Berührung gekommen waren. 

Davon gab es nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr viele. Ekman fand sie schließlich bei den Fore, einem Stamm im Hochland von Neuguinea, der wegen seiner archaischen Bräuche das Interesse von Anthropologen geweckt hatte. 1967 verbrachte Ekman mehrere Monate damit, den Ureinwohnern Geschichten zu erzählen, denen sie anschließend den passenden Gesichtsausdruck zuordnen sollten. Und siehe da: Auch die Fore sahen Zorn, Freude, Trauer und Abscheu mit denselben Augen wie ein weißer Amerikaner. Nur Angst und Überraschung konnten sie nicht so gut auseinanderhalten. 

 

 

Bis zu 43 Muskelgruppen sind beteiligt 

Nun ist die menschliche Mimik sehr viel subtiler, als dass man sie auf ein paar Grundemotionen reduzieren könnte. Allein beim Ausdruck von Freude reicht die Skala vom einfachen Lächeln, das man bereits aus hundert Metern Entfernung erkennt, über das gedämpfte Lächeln, das wir absichtlich kontrollieren, um unsere Stimmung nicht allzu offensichtlich werden zu lassen, bis zum sardonischen Lächeln, das der Schauspieler Larry Hagman in seiner Rolle als schurkischer Ölbaron perfektioniert hat. 

 

Es gibt ein klägliches Lächeln, mit dem wir eigenes und fremdes Leid kaschieren, ein ängstliches, verächtliches, einschränkendes, trauriges, unterwürfiges, grausames, kokettes oder genießerisches Lächeln und obendrein noch Kombinationen aus einem oder mehreren davon. 

 Wir können damit genussvolle Wut oder triumphierende Verachtung ausdrücken. Wir können einschränkend lächeln, um die Schärfe aus einer Kritik herauszunehmen, oder verlegen, wenn es darum geht, dem Blick des anderen auszuweichen. Charlie Chaplin beherrschte ein Lächeln, das bei Bedarf ziemlich arrogant daherkam und zu einem seiner Markenzeichen wurde. 

Man sieht an dieser Aufzählung nicht zuletzt, dass ein Großteil menschlicher Mimik der Täuschung dient. Paul Ekman hat sich im Laufe seiner Karriere immer mehr auf die Lüge kapriziert. Zusammen mit seinem Kollegen Wallace Friesen hat er 43 Muskelgruppen identifiziert, die am Gesichtsausdruck beteiligt sein können. Miteinander kombiniert, machen diese sogenannten „Action Units“ an die zehntausend verschiedene Gesichtsbewegungen möglich, von denen Ekman zufolge rund dreitausend eine emotionale Bedeutung besitzen. 

 

 

Lächeln ist nicht gleich Lächeln 

 Es gibt mindestens drei verschiedene Arten des Lächelns. Ob Sie ohne Zähne oder mit Zähnen lächeln, kann deutliche Unterschiede in der Bedeutung Ihrer Mimik ausmachen: „Menschen lächeln in ganz verschiedenen Situationen und in verschiedenen emotionalen Zuständen“, erklärt Paula Niedenthal von der University of Wisconsin-Madison. So lächeln wir ein Baby oder einen geliebten Menschen unwillkürlich mit dem „Belohnungslächeln“ an, das kooperative Lächeln drückt Verbundenheit oder auch Mitleid aus und bestätigt, dass wir keine Bedrohung sind. Und mit dem Dominanzlächeln drückt der Chef sein Wohlwollen aus, signalisiert aber gleichzeitig seinen höheren Rang. 

Woran wir diese Formen des Lächelns unterscheiden, haben Niedenthal und ihre Kollegen nun untersucht. Dafür zeigten sie Probanden Bilder lächelnder und nicht lächelnder Menschen, die sie gezielt manipuliert hatten.  

Sie veränderten die Wirkung des Zygomaticus-Muskels, das ist der Gesichtsmuskel, der die Mundwinkel bewegt und als Hauptakteur beim Lächeln gilt. 

„Dann baten wir die Teilnehmer uns zu sagen, ob sie ein Belohnungs-, Kooperations- oder Dominanzlächeln sahen oder aber gar keins“, so Niedenthal. Diese Tests wiederholten sie mehrfach mit verschiedenen Bildern und Probanden, bis sie herausgefunden hatte, ob und wie sich die Lächelformen in Bezug auf ihre Mimikdetails unterscheiden. 

 

 

Die drei Arten des Lächelns: Belohnungslächeln, kooperatives Lächeln und Dominanzlächeln 

 

 

Deutliche Unterschiede in der Mimik 

Das Ergebnis: Die drei Arten des Lächelns sind tatsächlich durch jeweils unterschiedliche Muskelbewegungen gekennzeichnet. Unwillkürlich nutzen wir eine leicht unterschiedliche Mimik, wenn wir eine dieser Lächelarten zeigen. Beim Belohnungslächeln zieht der Zygomaticus-Muskel die Mundwinkel symmetrisch in die Höhe, dazu kommt ein leichtes Heben der Augenbrauen und ein Zurückziehen der Lippen. 

Beim kooperativen Lächeln heben sich die Mundwinkel zwar auch symmetrisch, aber der Mund wird breiter auseinandergezogen und die Lippen bleiben schmaler und geschlossener, wie die Forscher berichten. Beim Dominanzlächeln dagegen heben wir die Mundwinkel asymmetrisch, die Nase kräuselt sich leicht, die Brauen heben sich und die Oberlippe ebenfalls. 

 

 

Nicht immer nötig, aber hilfreich 

„Das Lächeln hat sich entwickelt, um einige grundlegende Botschaften beim Zusammenleben des Menschen in sozialen Gruppen zu übermitteln: Danke, das mag ich! Ich werde Dich nicht verletzen! Ich bin hier der Boss!“, erklärt Niedenthal. Welche dieser Botschaften gemeint ist, erkennen wir meist instinktiv und ohne uns dessen bewusst zu sein. Normalerweise müssen wir uns daher nicht bewusst machen, welche konkreten Merkmal hinter diesen Lächelarten stecken. 

Doch für einige Menschen und in einigen Situationen kann es hilfreich sein, die zugrundeliegenden Kennzeichen zu kennen und zu verstehen. So müssen plastische Chirurgen wissen, welche Muskeln an den verschiedenen Lächelformen beteiligt sind, um sie bei Gesichtsoperationen zu erhalten. Menschen mit Autismus und anderen Störungen der sozialen Wahrnehmung fehlt oft die Fähigkeit, die Mimik Anderer instinktiv zu verstehen. Für sie kann es daher hilfreich sein, die Merkmale der Lächelarten zu kennen. 

Und auch beim Wechsel in eine andere Kultur oder ein anderes Land kann das Wissen um die Lächelarten hilfreich sein: „Amerikaner lächeln so viel, dass Menschen aus anderen Ländern beigebracht bekommen, mehr zu lächeln, wenn sie mit uns interagieren“, erklärt Niedenthal. „Zu wissen, dass es verschiedene Arten des echten Lächelns gibt, kann hier Missverständnissen vorbeugen.“ (Psychological Science, 2017; doi: 10.1177/0956797617706082) 

 

 

Was wir unbedingt beachten sollten! 

  1. Sich selbst zum Lächeln zwingen, kann deine Stimmung heben: Psychologen fanden heraus, dass sogar wenn du in einer schlechten Stimmung bist, du deine Laune sofort durch ein absichtliches Lächeln heben kannst . 
  1. Es stärkt das Immunsystem: Lächeln kann wirklich deine körperliche Gesundheit verbessern, dein Körper ist entspannter, wenn du lächelst, was zu einer guten Gesundheit und einem stärkeren Immunsystem beiträgt.
  2. Lächeln ist ansteckend: Es ist nicht nur ein Sprichwort: Dass Lächeln wirklich ansteckend ist, fanden Wissenschaftler in einer in Schweden durchgeführten Studie heraus, bei der Menschen Schwierigkeiten hatten die Stirn zu runzeln, wenn sie andere Teilnehmer sahen, die lächelten. Ihre Muskeln glitten von alleine in ein Lächeln hinüber.
  3. Lächeln baut Stress ab: Dein Körper setzt sofort Endorphine frei, wenn du lächelst, sogar, wenn du es absichtlich machst. Dieser plötzliche Stimmungswechsel wird dir helfen, dich besser zu fühlen und Stress abzubauen.
  4. Es ist einfacher zu lächeln, als die Stirn zu runzeln: Wissenschaftler haben entdeckt, dass sich dein Körper mehr anstrengen muss und für ein Stirnrunzeln mehr Muskeln benutzen muss, als für ein Lächeln.
  5. 6. Babys werden mit der Fähigkeit zu lächeln geboren: Babys lernen viele Verhaltensweisen und Töne durch die Beobachtung ihrer Umgebung, jedoch glauben die Wissenschaftler, dass das Lächeln angeboren ist, da auch blinde Babys lächeln.
  6. 07. Lächeln hilft dir, befördert zu werden: Ein Lächeln lässt eine Person attraktiver, kontaktfreudiger und selbstbewusster erscheinen, und Menschen, welche lächeln, erhalten eher eine Beförderung.
  7. 08. Frauen lächeln mehr als Männer: Im Allgemeinen lächeln Frauen mehr als Männer, wenn sie sich allerdings in gleicher Arbeit oder sozialen Rollen bewegen, lachen sie gleich viel. Dies veranlasst Wissenschaftler zu der Annahme, dass die Geschlechterrollen sehr flexibel sind. Andererseits lächeln männliche Babys weniger als Mädchen und diese stellen auch mehr Augenkontakt her.
  8. 09. Babys beginnen als Neugeborene zu lächeln: Die meisten Ärzte glauben, dass echtes Lächeln aufritt, wenn die Babys wach sind im Alter von 4 bis 6 Wochen, aber Babys beginnen bereits im Schlaf zu lächeln, sobald sie geboren sind.

 

Sucht nach einem Grund zum Lächeln 

Bilder zum Lächeln eventuell Glücksmomente 

 

Nun gibt es zum Schluss noch einen feinen Unterschied zu beachten. An Dienstleistern wie Flugbegleiterinnen zeigte sich: Es kann krank machen, wenn man das vom Arbeitgeber erwartete Lächeln aufsetzt, obwohl man sich nicht gut fühlt. Wenn ich mich zum Lächeln zwinge, ist dies eine Belastung. Wenn ich es möchte, eine Chance. 

Nutzt eure Chancen! 

Wir wünschen Euch viele Momente die Euch lächeln lassen! 

Das wars für heute, bis zum nächsten Beitrag:

Jackie, Dominique, Katharina und Mary😊