Hallo ihr lieben starken Menschen!

Heute ist mal wieder Mittwoch und wir haben uns, wie schon gewohnt ein paar Gedanken gemacht, die wir mit euch teilen wollen.

Habt ihr schon mal den Spruch gehört „So ist das Leben eben“? Oft hören wir solche Sprüche, wenn wir eine Herausforderung zu meistern haben und wir feststecken und nicht weiterkommen. Aber was sollen wir uns selbst oder anderen damit sagen?

Das Zitat von Anthony Hopkins umfasst diese Aussage ganz konkret: Wir machen uns Sorgen und bauen Druck auf. Wir beschäftigen uns mit unseren Problemen und Herausforderungen, die alle ihre Daseinsberechtigung haben. Und dennoch: Bei all den Sorgen, die wir haben, dürfen wir nicht vergessen, das Leben zu genießen. Im „hier und jetzt“ zu leben.  

Wir haben euch schon mal erzählt, was man machen kann, um das Leben zu feiern und welche Methoden es gibt, um das Gedankenkarusell anzuhalten. Und wie lernen wir jetzt Umstände zu akzeptieren und Dinge hinzunehmen, auf die wir keinen Einfluss haben? Wie erlangen wir mehr Zufriedenheit und Zuversicht im Leben, dass schon „alles kommt, wie es kommen soll“? 

Ein finnisches Sprichwort besagt:

„Man muss die Dinge nehmen, wie sie kommen. Und wenn sie nicht kommen, dann muss man ihnen entgegen gehen.“ – gefunden im Liebenswert-Magazin

Und was heißt das jetzt für uns? Ihr kennt uns – wir sind Fans von konkreten Vorschlägen und deshalb haben wir uns Gedanken gemacht: 

Wie oben bereits erwähnt – Haltet euch nicht so lange mit Problemen auf. Wir brauchen allemal hin und wieder einen Moment, in dem wir alle Barrieren fallen lassen. Einmal alle Wut und Traurigkeit rausweinen oder sogar rausschreien. Lasst alles raus! Einmal richtig mies fühlen kann merkwürdigerweise total guttun. Wobei wir ja meistens versuchen stark zu sein. Oder vielleicht ist es deshalb so befreiend, einmal nicht so zu tun, als wären wir stark, wenn uns gar nicht danach ist. Und wenn dieser Moment vorbei ist (egal wie lange dieser dauert), steht wieder auf und versucht es nochmal. Und nochmal. Bis ihr mit der Lösung zufrieden seid. 

 Abstand gewinnen und einfordern. Dazu gehört auch: Alles nicht so persönlich zu nehmen. Die Laune des Kassierers* der Kassiererin ist nicht euer Problem. Wenn eure Freunde im Streit liegen, ist das nicht euer Problem. Ihr könnt helfen, indem ihr zuhört und für Andere da seid. Aber es ist nicht euer Problem. Schon klar, das ist echt nicht leicht. Gerade an Tagen, an denen wir selbst gereizt sind (und es oftmals nicht wissen) nehmen wir uns Dinge zu Herzen, die uns gar nicht betreffen. Das hat nichts damit zu tun, dass euch euer Umfeld „egal“ ist. Sondern einfach auf die „Psycho-Hygiene“ von euch und eurem Umfeld zu achten. Es hilft eurer besten Freundin ja auch nicht weiter, wenn sie euch von eurem Problem erzählt und am Ende ihr total niedergeschlagen und traurig ihr gegenübertretet.  

Lernt eure eignen Fähigkeiten und Talente zu schätzen! Wenn ihr euch eurer Person sicher seid, dann wisst ihr, dass ihr eure Herausforderung meistern könnt. Denkt an das, was ihr bisher schon alles geschafft habt. Da gab es bestimmt das ein oder andere, bei dem ihr am Ende dachtet: Wow, das war ja gar nicht so schlimm, wie ich erwartet habe. Wenn ihr nicht so viel über die Dinge nachdenkt, die möglicherweise schief gehen können, kommt ihr eher in die Situation, dass ihr handelt. Und aktiv werdet. 

„Wer das Leben nimmt, wie es kommt, schafft damit die besten Voraussetzungen, um glücklich zu sein.“  – Angelika Schäfer (gefunden im gedankenklang-magazin)

Möglicherweise hat dieser Gedankenansatz etwas damit zu tun, dass wir unser Glück bis zu einem gewissen Punkt selbst steuern können. Nach dem Motto: Energie folgt der Aufmerksamkeit. Also wenn wir davon ausgehen, dass wir unsere Herausforderungen eh nicht lösen können, verfallen wir in eine Art Schockstarre. Wir verharren in negativen Gefühlen, in Planlosigkeit und vor allem in der Erwartung, dass unser Umfeld dafür verantwortlich ist, dass es uns besser geht.

Da wird dann die Unzufriedenheit auf den Partner*die Partnerin geschoben und im besten Fall nicht mal etwas dazu gesagt. Es wird einfach gewartet. So lange bis wir uns in unsere Emotionen richtig reingesteigert haben und nicht mehr wissen, dass das Problem ja damit angefangen hat, weil wir mit etwas unzufrieden sind. Ihr seht: Je mehr Aufmerksamkeit ich dem Negativen schenke, desto mehr Energie stecke ich da rein. Aber das Ganze funktioniert natürlich auch andersherum: Wenn wir uns auf die Dinge konzentrieren, die uns erfreuen und für die wir dankbar sind, dann sehen wir auch mehr Positives in unserem Leben. So wie es ist. 

Manchmal gibt es sogar Situationen, in denen wir richtig laut werden müssen. Ja, wir müssen aktiv werden. Wir müssen nicht alles sang- und klanglos hinnehmen. Wenn der Onkel Weihnachten sich nicht politisch korrekt ausdrückt und auch noch darüber lacht, dass sein Weltbild sich nach 1991 nicht weiterentwickelt hat, da kann man ruhig mal was sagen. Man muss nicht alles weglächeln. Oder wenn sich die zwei Kunden vor dir in der Kassenschlange in die Haare kriegen und dabei einer Person Unrecht widerfährt, nicht weggucken und lächeln. Das gleiche Szenario kennen wir alle aus dem öffentlichen Nahverkehr. Wenn einem Menschen Unrecht widerfährt, dann sollten wir laut werden. Vor allem dann, wenn es diese Person nicht kann. Wir können stark sein, für uns und für Andere. Auch hier gibt es natürlich Grenzen. Und diese sollten euch nicht unter Druck setzen. Sie sollten euch den Druck nehmen. Und mehr Gelassenheit geben. Denn oftmals ist dem unangenehmen Onkel am Weihnachtstisch „nicht mehr zu helfen“. Wir können unsere Meinung sagen und widersprechen. Aber wir können nicht erwarten, die Ansichten und Einstellungen einer Person an einem Abend zu ändern. Wenn wir merken wir kommen da nicht weiter, sollten wir uns selbst sagen können: So ist das Leben. 

Fazit

Also welche Schlussfolgerungen können wir daraus ziehen? Gerade 2020 hat uns eines gelehrt: Das Leben macht andere Pläne. Und die gefallen uns nicht immer. Die Ereignisse des vergangenen Jahres haben viel von uns gefordert – Vor allem viel Geduld. Und ruckzuck war ein Jahr vorbei. Ein Jahr voller Sorgen. Und diese Zeit kriegen wir nicht wieder. Was uns das finnische Sprichwort und Anthony Hopkins vielleicht damit sagen wollen: Ja, Dinge passieren und auch die, die wir nicht mögen. Aber wir sollten unsere Zeit nicht damit verschwenden, sondern irgendwann anfangen Lösungen zu suchen. Oder einen Punkt finden, an dem wir sagen können: „So ist das Leben eben.“ 

Was sind eure Methoden für mehr Gelassenheit? Lasst uns gerne einen Kommentar da oder schreibt uns eine Mail an team@staerken.net!

Damit sind wir wieder am Ende unseres heutigen Blogeintrages. Wie immer hoffen wir das es euch gefallen hat!

Wir wünschen Euch einen schönen Tag

Jackie, Mary, Katharina und Dominique 😊