Hey ihr Lieben, es ist der letzte Sonntag in diesem Jahr und somit Zeit für einen neuen Blogbeitrag, welcher ganz im Zeichen von Euch steht. Was wir damit meinen?

Das Thema ist heute: Die Reise zu mir selbst. 

Wenn wir ans Reisen denken, fallen uns Dinge ein, wie: Urlaub, Auslandsjahr, Verreisen, Weltreise, andere Länder und Kulturen entdecken – Hauptsache mal raus, Hauptsache mal weg! 

Da dieses Jahr alles anders ist, geht das natürlich nicht. Das Verreisen ist in der Pandemiesituation eines dieser Themen, was bei vielen unter „Luxusproblematik“ verbucht wird. Schließlich beschäftigen uns doch ganz andere Sorgen. Aber vielleicht entsteht genau in diesen Momenten, in denen wir das Gefühl haben, dass alles über uns hereinbricht, der Wunschgedanke zu fliehen. Nur einmal raus, aus dieser belastenden und ermüdenden Situation.  

Dieses Jahr hat sich das Leben verändert und uns vor zahlreiche Herausforderungen gestellt. Da stellt sich die Frage, was ist damit uns passiert? Auf welche Reise hat uns das Leben da geschickt? In einer Zeit, in der das Leben die Pause-Taste gedrückt hat, auf welchen   Weg haben wir uns begeben? 

An der Stelle soll es nicht um einen Jahresrückblick gehen (der kommt noch, versprochen), sondern vielmehr darum, was passiert, wenn das Leben andere Pläne macht als wir. Und was wir daraus machen.  

Gehen wir achtsam mit uns selbst um? Wissen wir, was wir vom Leben wollen? Handeln wir auch danach? Wenn das Leben uns auf eine Achterbahn schickt, wie in diesem Jahr, kann es sinnvoll sein, seinen Blick zu schärfen und bisherige Annahmen auf den Prüfstand zu stellen. 

 

Durch die Corona bedingten Maßnahmen mussten und müssen wir auf viele Kontakte verzichten und auch auf Leichtigkeit. Wir sind viel alleine und sind gezwungen zu entschleunigen. Das kann teilweise dafür sorgen, dass wir Angst empfinden und uns in trüben Gedanken verlieren. Es ist total menschlich und nachvollziehbar, dass wir überfordert sind, weil wir umgeben sind von negativen Schlagzeilen, von Katastrophen und Krisen, von Schicksalsschlägen in der näheren Umgebung oder auch von uns völlig fremden Menschen. *Wichtig ist, falls ihr merkt, dass ihr euch in einem Strudel befindet, aus dem ihr alleine nicht herausfindet, dass ihr euch Hilfe sucht und darüber sprecht (Wendet euch zum Beispiel an die Deutsche-Depressionshilfe-LINK).  

Die Situation, in der wir uns alle befinden, kann aber auch dafür sorgen, dass wir endlich Dinge tun, die wir uns schon immer vorgenommen haben und immer gute Gründe (oder auch Ausreden) hatten, warum wir keine Zeit dafür haben. Dass wir uns mit Dingen auseinandersetzen, die wir schon lange von uns schieben. Dass wir uns auf eine Reise zu uns selbst begeben.
Wichtig hierbei: Eins nach dem anderen. Diese Auseinandersetzung kann anstrengend sein. Sie kann Angst machen. Stresst euch nicht dabei, erlebt diese Reise in eurem Tempo.  

 

 

Wie kann so eine Reise aussehen? Wie finde ich mich selbst? Oder erfinde ich mich neu? 

Vielleicht ist für den Anfang die Erkenntnis hilfreich, dass die Selbstfindung nicht aufhört. Wir befinden uns in einem ständigen Lernprozess, auch wenn wir das nicht immer so intensiv wahrnehmen wie in diesem Jahr. Das bedeutet: Auch wenn wir das Gefühl haben, angekommen zu sein, wird sich dieses Gefühl ständig neu entwickeln. 

Eine weitere wichtige Erkenntnis besteht darin, dass es nur um Dich geht. Es geht niemanden etwas an, außer Du lässt es zu. Nur deine Gefühle sind wichtig, ohne Einschränkungen. Es betrifft nicht Deinen Partner*Deine Partnerin, Deine Eltern oder Deinen Nachbarn*Deine Nachbarin. Nur Dich. 

 

 

 

Was heißt das denn eigentlich – Sich selbst finden? 

Selbsterkenntnis heißt, seine innere Stimme zu finden – und selbstbewusst genug zu sein, ihr zu folgen. Denn unsere innere Stimme kennt uns verdammt gut. Sie kennt unsere Interessen, Werte, Ziele und Stärken – aber auch unsere Schwächen. Damit ist unsere innere Stimme kein Rambo, der uns blind vor Optimismus und Größenwahn ins Verderben führt – im Gegenteil! Wenn Du auf diese innere Stimme oder Dein „Bauchgefühl“ hörst, dann triffst Du Entscheidungen, die im Einklang mit Deiner Persönlichkeit stehen. Das hat auch zu Konsequenz, dass Du glücklicher und erfolgreicher bist. 

Unsere Ideen zur Selbstfindung: 

Kennt ihr das Prinzip „Eat the Frog“? Das bedeutet, dass man zuerst das erledigen sollte, was einem am unangenehmsten erscheint. In diesem Sinne: Verlasse Deine Komfortzone!  

Stell dir die Frage: Was macht mir Angst?  Stell Dich dem, was Dir Unbehagen bereitet. 
 

Befrei Dich von der Angst, was andere von Dir denken. Es muss Dich nicht Jeder*Jede mögen. Auch wenn das schwer zu akzeptieren ist, aber: Je eher wir uns von den Erwartungen Anderer lösen, desto mehr Energie haben wir dafür unsere eigenen Erwartungen zu erfüllen. Also dem, was wir wirklich wollen, weil wir es wollen. Wollen wir Joggen und uns gesund ernähren, weil das grade Trend auf Instagram ist oder weil wir verstanden haben, dass es für uns wirklich gut ist?
 

Geh alleine spazieren und verbringe bewusst Zeit alleine. Vielleicht sogar mal ohne Kopfhörer🚫🎧. Ohne Jemandem davon zu erzählen. Einfach nur Du. Im Wald🌳🌳🌲. Es wirkt Wunder😊, versprochen. 

 

Lerne Dich selbst zu lieben und finde heraus, was du brauchst, um dich gut zu fühlen (Stichwort Achtsamkeit und Verbindung zu Punkt 2). Ist das etwa die eine Stunde früher aufstehen, damit wir in Ruhe in den Tag starten können? Ist das der Freitagabend in der Badewanne? Ist das die ganze Tafel Schokolade, weil es soo lecker ist? Dann macht es! Macht es einfach! Und genießt es! 

 

Darüber hinaus: Beschäftigt Euch mal mit wichtigen Fragen, um euch selbst besser kennen zu lernen!

3 Fragen zu Deinen Interessen

Frage #1: Was für Dokumentationen schaust Du gerne? 

Frage #2: Worüber kannst Du Dich stundenlang unterhalten? 

Frage #3: In welcher Firma würdest Du gerne mal für einen Tag Einblick bekommen? 

 

3 Fragen zu Deinen Werten 

Frage #4: Welcher Wert steckt hinter Deiner Berufswahl? 

Frage #5: Was ist Dir bei Deiner Kleidung wichtig? Komfort, Trends, Auffälligkeit, Marken? 

Frage #6: Wofür bist Du dankbar? Warum bist Du dafür dankbar? Was ist Dir so wichtig an dieser Sache? 

 

3 Fragen zu Deinen persönlichen Stärken 

Frage #7: Wofür wirst Du regelmäßig gelobt? 

Frage #8: Was fällt Dir leicht, womit andere Schwierigkeiten haben? 

Frage #9: Bei welchen Tätigkeiten fühlst Du Dich richtig kompetent und selbstbewusst? 

 

3 Fragen zu Deinen persönlichen Schwächen 

Frage #10: Welche Kritik hast Du schon vermehrt bekommen? 

Frage #11: Bei welchen Tätigkeiten fühlst Du Dich unfähig und unwohl? 

Frage #12: Welche übermäßigen Stärken stecken hinter Deinen Schwächen? 

 

3 Fragen zu Deinen Zielen & Wünschen 

Frage #13: Wie soll Dein Leben in 5, 10 und 25 Jahren aussehen? 

Frage #14: Welche Werte möchtest Du in Deinem zukünftigen Leben fest verankern? 

Frage #15: Wie möchtest Du am Ende Deines Lebens von Deinen Mitmenschen erinnert werden? 

 

Also erzählt uns mal in den Kommentaren, was ihr dieses Jahr für Euch gelernt habt!
Wir freuen uns sehr darauf zu erfahren was bei Euch so los war. 

 

Bis zum nächsten Beitrag: 

Jackie, Dominique, Katharina und Mary😊