Na, was macht ihr so? Doofe Frage es ist wieder Mal Blogzeit und heute mit dem Thema: 

Serendipity 

Was soll das denn sein?, fragt ihr Euch, keine Sorge bevor wir uns nicht mit dem Thema Resilienz für den Blogbeitrag eingehend auseinandersetzt haben, kannten wir das Wort auch nicht. Ihr habt es verpasst? ➡Hier nochmal zum Nachlesen 😉

Es gibt eine lange Liste von Dingen die erfunden oder entdeckt wurden ohne, dass man gezielt daran geforscht oder gesucht hätte. 

Wenn man nach Serendipity recherchiert findet man diese in verschiedenen Bereichen sei es die kriminalistische, innovative Serendipity, sogar Kleidung kann Serendipity sein… 

Was versteht man denn genau unter dem Begriff? 

Dieses Wort wird heute geradezu inflationär gebraucht: Serendipity lässt sich rund zehn Millionen Mal googeln – man findet es im Ladenschild von Buch- und Modegeschäften ebenso wie als Markenzeichen von intelligenter Software. Das bis in die Sechzigerjahre selten verwendete Wort scheint, wie der Soziologe Merton in seinem Buch „The travels and adventures of Serendipity“ feststellt, eine „Disneyartige Floskel für Vergnügen, angenehme Gefühle, Freude oder Glück“ zu sein. 

Serendipity kann man mit glückler Zufall übersetzen, das greift aber irgendwie zu wenig. Es ist vielmehr die zufällige, unerwartbare Entdeckung von etwas, das gar nicht gesucht wurde. Der Begriff geht auf das persische Märchen „Die drei Prinzen von Serendip“ zurück, die viele derartige Überraschungen erleben.  

Das Wort stammt aus einem Brief ✉, den der englische Schriftsteller und Kunsthistoriker Horace Walpole 1754 an einen Freund schrieb: „Ich habe einmal ein dümmliches Märchen gelesen. Es hieß ‘Die drei Prinzen von Serendip’: Während die drei Hoheiten auf Reisen waren, entdeckten sie immer wieder, sei es durch Zufall oder Urteilskraft, Dinge, nach denen sie gar nicht gesucht hatten.“ 

Walpole bemerkte, dass die Prinzen durch eine Mischung aus Zufall und Verstand immer wieder Entdeckungen machten, nach denen sie eigentlich gar nicht gesucht hatten.  

Hier das komplette Märchen zum lesen 🤗


Serendip ist Sanskrit und ein alter Name für Ceylon, das heutige Sri Lanka. 

In der Erzählung, die in ähnlicher Form auch aus anderen Kulturen überliefert ist, schickt ein weiser Herrscher seine drei gebildeten Söhne gegen ihren eigenen Willen auf eine Reise, um ihnen die Chance zu geben, die Welt jenseits der Lehrbücher zu erforschen und damit sie alle Eigenschaften ausbildeten die seines Erachtens, einen guten Herrscher ausmachen. Ausgestattet mit einer wachen Beobachtungsgabe und viel Scharfsinn erleben die drei Prinzen unterwegs unzählige Abenteuer und machen dabei viele zufällige Entdeckungen, die ihnen verwehrt geblieben wären, hätten sie ihre gewohnte Welt nicht verlassen.
Nutella, das Penicillin, die Post-It 📑oder auch Amerika alles wurde irgendwie durch Serendipity entdeckt.  

FAKTEN? Die könnt ihr haben!

Weil wir ja nicht nur Behauptungen aufstellen, werdet ihr im Folgenden ein paar Fakten zu den genannten „Zufallsfunden“ finden: 

Im Sommer 1946 entwickelt Pietro Ferrero, Konditor aus Piémont, eine Ganache für Kuchen. Kakaobohnen waren damals kurz nach dem Zweiten Weltkrieg rar in Italien, und so ersetzte er einen Teil des Kakaos durch gemahlene Haselnüsse. Dadurch erhielt er eine Art Kakaostollen, den man schneiden und auf einem Brotstück servieren konnte, genannt Giandujot zu Ehren einer bekannten Karnevalsfigur jener Zeit. 1951 schmilzt ein Stollen Giandujot in der Sonne und wird weich. Michele Ferrero, der Sohn von Pietro, nimmt sich dieser Streichmasse an und verkauft sie in Gläsern mit unmittelbarem Erfolg unter dem Namen Supercrema. 1964 erhält das Produkt den Namen Nutella, der sich in allen Sprachen leichter ausspricht.


Alexander Fleming war einer jener Wissenschafter, die sich über mangelndes Glück in ihrer Forschung nicht beklagen konnten. Der schottische Bakteriologe bemerkte 1928 zufällig in Staphylokokken-Kulturen geratene Schimmelpilze der Gattung Penicillium notatum, die die Keime töteten. Er hatte die Kulturen angelegt, um die Verursacher der Lungenentzündung genauer zu untersuchen. Fleming soll daraufhin erfreut „That’s funny“ gerufen haben. Kein Wunder: Er entdeckte damit Penicillin, was mittlerweile wohl Unzähligen an bakteriellen Infektionen erkrankten Menschen das Leben rettete. 


Arthur Fry, Wissenschaftler beim Technologiekonzern 3M, grübelte bei einer Chorprobe über Lesezeichen, die aus dem Gesangsbuch herausfallen – und erinnerte sich an eine Erfindung seines Firmenkollegen Spencer Silver. Dieser hatte sechs Jahre zuvor einen Klebstoff entwickelt, der auf einer glatten Fläche angebracht werden konnte, um Papierzettel daran zu heften, sie aber auch wieder leicht entfernen zu können. Fry hatte die spontane, für sein Lesezeichenproblem beste Eingebung, den Klebstoff auf das Papier selbst aufzutragen. Die Klebezettel waren.


Obwohl Christopher Columbus im Jahr 1492 eigentlich auf der Suche nach einem Seeweg nach Indien war, machte er zufällig eine ganz andere Entdeckung, die dennoch die Welt veränderte.  


Auch die Entdeckung des Teflons ist ein Beispiel für Serendipity: Der Chemiker Roy Plunkett war eigentlich auf der Suche nach neuen Kühlmitteln, als er eine Gasflasche mit Tetrafluorethylen nicht wie gewöhnlich bei –78°C aufbewahrte, sondern über Tage hinweg bei Raumtemperatur stehen lies. Eines Morgens hatte sich ein Klumpen festen Materials gebildet, das sich in nichts auflöste und an dem auch nichts haften blieb – die Geburtsstunde des Teflons. 

Wir könnten noch jede Menge anderer Beispiele erläutern wie Viagra, die Erfindung des WorldWideWeb (www) oder der Röntgenstrahlen… 

Von Louis Pasteur (1822-95) dem bekannten französischen Chemiker u. Bakteriologe stammen die folgenden Zitate:

Staunen ist der erste Schritt zur Erkenntnis.  

Der Zufall begünstigt nur den vorbereiteten Geist.

Der Wille öffnet die Türen zum Erfolg. Stoßen wir die Türen auf! 

Wie die allermeisten Menschen, so haben auch wir seit März 2020 unsere gewohnte Welt mehr oder weniger über Nacht hinter uns lassen müssen und sind wider Willen zu einer „Reise ins Ungewisse“ aufgebrochen. Dabei haben wir schnell bemerkt, dass es links und rechts unserer üblichen Wege viele spannende Dinge zu erforschen gibt. Neue Routinen, Arbeitswerkzeuge und Ideen, auf die wir vielleicht nie gestoßen wären, hätten uns die besonderen Umstände nicht dazu gezwungen. Also ist unterm strich auch etwas gutes an dem ungewohnten 😉

Auf Entdeckungsreise

Serendipitische Entdeckungen machen zu können, setzt eins voraus: Solche Entdeckungen tatsächlich auch machen zu wollen 

Was man dafür braucht? Nicht mehr als einen offenen Blick und den Mut, der dem Zufall Raum gibt und der bereit ist, vorgeformte Klischees über Bord zu werfen. Serendipity ist als ein Talent, glückliche und unerwartete Zufallsentdeckungen zu machen 🤓

Also nur Mut! Ein solches Talent ist jedem geschenkt und in die Wiege gelegt. Es will jedoch aktiviert werden … wie ein Auto, das nur dann fährt, wenn man auch Gas gibt. Warten auf einen glücklichen Zufall reicht nicht, eher ist es nötig, sich dem Zufall zu öffnen  

Wir wünschen Euch eben diesen Entdeckergeist und Spürsinn, denn der macht das Leben einfach leichter 😊

Damit sind wir wieder am Ende unseres heutigen Blogeintrages. Wie immer hoffen wir das es euch gefallen hat! Lasst uns gerne einen Kommentar da oder schreibt uns eine Mail an team@staerken.net ! Oder schaut vorbei auf:

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Wir wünschen Euch einen schönen Tag

Jackie, Mary, Katharina und Dominique 😊