Guten Tag Ihr lieben 🤗 heute ist wieder Mittwoch, also Zeit für einen neuen Blogbeitrag!

Sich solidarisch zeigen mit jemandem oder etwas, aufstehen, um zum Ausdruck zu bringen, wofür man ist und nicht allein wogegen, ist eine Form des Engagements in unserer Demokratie, die gar nicht genug Aufmerksamkeit bekommen kann. Aber was genau bedeutet es eigentlich – solidarisch zu sein? Was meinen wir mit Solidarität? Wir alle haben keine Zweifel daran, dass es eine gute Sache ist, aber oft wissen wir nicht ganz genau, womit wir uns wirklich solidarisch zeigen wollen oder können. Also schreiben wir heute genau darüber. 

Was heißt das eigentlich? 

 Das Wort kommt vom lat. solidus = fest, stabil, dauerhaft 

„solide“ im Französischen „solidaire“ = gemeinschaftlich, gemeinsam verantwortlich 

Solidarität ist die aktive Verbundenheit von Personen, Organisationen oder Staaten zur gegenseitigen Unterstützung. 

Gegenbegriff zur Solidarität = Konkurrenz  

Denken wir an den Begriff der Solidarität, haben wir Bilder von Arbeiterbewegungen im Kopf, die uns ein wenig aus der Zeit gefallen zu sein scheinen, wie der Tonfall in Bertolt Brechts „Solidaritätslied“, der Hanns Eisler in seinem Film „Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt?“ Ende der 1920er Jahre schmettern lässt: „Vorwärts und nicht vergessen / Worin unsere Stärke besteht / Beim Hungern und beim Essen / Vorwärts und nie vergessen: Die Solidarität.“  

Gemeinsame Kraft, Aus- und Durchhalten, komme, was wolle, und ein politischer Appell schwingen in dem Wunsch nach Solidarität mit. Aber auch andere politische Traditionen berufen sich auf solidarische Verbundenheit.  

Die bekannteste Verwendung findet sich in der Geschichte der Arbeiterbewegung. Dort taucht Solidarität neben Freiheit und Gerechtigkeit als Grundwert auf. Hier bedeutet Solidarität vor allem die gegenseitige Unterstützung im Alltag. Im Betrieb organisierten sich die Arbeiterinnen und Arbeiter um für ihre Interessen einzutreten. Im Streik wurde Solidarität praktisch indem andere die streikenden mit finanziellen Hilfen unterstützten oder mit Lebensmitteln versorgten. Es wurden Selbsthilfeeinrichtungen gegründet, wie zum Beispiel Hilfskassen, Arbeitervereine, Gewerkschaften oder Genossenschaften für Lebensmittel, Güter des täglichen Gebrauchs oder für Wohnbauen. Gleichzeitig suchte die Arbeiterbewegung die Hilfe und Unterstützung anderer Arbeiterparteien und Gewerkschaften in anderen Ländern, die internationale Solidarität. 

Solidarität bedeutet, dass Mitglieder einer Gruppe von Menschen füreinander einstehen und sich gegenseitig helfen und unterstützen. Sie tun dies, aufgrund von gemeinsamen Interessen und Überzeugungen, die dem einzelnen Menschen ein Zusammengehörigkeitsgefühl gibt. Kommt ein Mitglied der Gruppe in Schwierigkeiten, sind die anderen verpflichtet zu helfen. Zum Beispiel psychologisch, durch gutes Zureden und Aufmunterung etc. Aber besser noch, ist die materielle Unterstützung, also mit Geld. 

Klingt doch einfach, oder nicht?! 

Das Problem hierbei ist: mit dem Zusammengehörigkeitsgefühl, den gemeinsamen Interessen und Überzeugungen, ist es in vielen Gruppen oftmals schwierig. Je größer die Gruppe ist, von der Kommune bis hin zur Gemeinschaft aller Menschen, desto schwieriger wird es Gemeinsamkeiten und das Gefühl von Zusammengehörigkeit zu finden und zu leben und so mangelt es auch häufig an Solidarität. Verschiedene Gruppen und politische Strömungen benutzen das Wort Solidarität.  

🔸 Früher 

Die Idee der Solidarität ist uralt – sie ankert im Römischen Recht, entwickelt zwischen dem 5. Jahrhundert vor Christus und dem 3. Jahrhundert nach Christus: Solidus selbst heißt so viel wie gediegen, fest, „in solidum“ hieß es damals: Alle für einen und einer für alle, und beschrieb ein Schuldverhältnis, in dem jeder und alle haften – es gibt eine verbindliche Verpflichtung, eine Gesamtschuld. So viel zur Geschichte. Solidarität hat gerade in Krisenzeiten Konjunktur. 

Mit der Erfindung des Sozialstaats Ende des 19. Jahrhunderts und seiner Ausweitung im 20. Jahrhundert wurde der Solidaritätsgedanke auf die gesamte Bevölkerung in Deutschland ausgeweitet. 

 In Deutschland geschah dies maßgeblich auf Druck der SPD, die trotz Verbot und Unterdrückung immer wieder auf Durchsetzung ihrer Forderung beharrte. Im Nationalsozialismus wurde die Solidarität auf die sogenannte Volksgemeinschaft beschränkt und schließlich allein dem Ziel der Kriegsführung untergeworfen. Andere Bevölkerungsgruppen konnten keine Solidarität mehr erwarten. 

Spätestens nach dem zweiten Weltkrieg nahmen die gemeinsamen Interessen und Überzeugungen, auch das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Welt immer mehr ab. Entsprechend schlecht stand es inzwischen auch um die internationale Solidarität. Viele Menschen dachten nur noch an sich und waren kaum bereit der Gesellschaft etwas zurück zu geben.  

🔸 Heute 

Es ist nur eines von vielen Beispielen für Solidarität in dieser fürchterlichen Pandemie. Fast jede und jeder kann ein Beispiel dafür nennen, ob die Nachbarschaftshilfe für Ältere, die plötzlich aufblühte, oder die Beutel mit Lebensmitteln für Obdachlose, die an Zäunen hingen, ob das kostenlose Taxi für die PflegerInnen oder der Kinobetreiber, dem die Fans einen neuen Projektor finanzieren, weil der alte kaputt ist: Die Pandemie hat zu einer Welle der Solidarität geführt. Auch wenn diese Bewegung durchsetzt ist mit Querdenkern und Querulanten: Sie sind wenige im Vergleich zu den Millionen, die sich zusammengetan haben, um die Schwachen zu schützen, die Alten, die Vorerkrankten. Und das nicht nur in Deutschland, sondern in den meisten Ländern der Welt. 

Eine solche schwierige Zeit erleben wir gerade. Gerade die Pandemie zeigt, dass wir alle aufeinander angewiesen sind. Zurzeit verbreitet sich das Coronavirus besonders schnell, wie wir alle wissen, doch was hat nun das Coronavirus möglicherweise mit Solidarität zu tun? 

Jeder einzelne von uns, egal ob Kind, Jugendlicher oder Erwachsener, muss jetzt Verantwortung für andere übernehmen. Wir sind alle dafür verantwortlich unser bestes und möglichstes zutun, zu helfen, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. So zeigen wir gemeinsam Solidarität. 


Wo fängt Solidarität an bzw. wo findet sie statt? 

In der Familie, in der Nachbarschaft, bei Kleingruppen, die sich gegenseitig füreinander einsetzenauf der Arbeit, im Freundeskreis, im Alltag 

Einer für alle und alle für einen,

das ist der Ursprung von Solidarität. 

Natürlich solidarisch  

Solidarisch zu sein, ist dem Menschen von Natur aus gegeben. Der Mensch ist ein soziales- bzw. ein Beziehungswesen. Erst in einer Beziehung zu anderen, kann der Mensch wachsen und sich als Person entfalten.  

Solidarität ist vor allem denen gegenüber wichtig die gescheitert sind, die nicht Leben, sondern tagtäglich überleben müssen, die in unserer Leistungsgesellschaft nicht mithalten können, die schlechtere Startbedingungen haben, die psychisch, physisch krank sind. Ihnen gegenüber und ALLEN Menschen gegenüber ist es wichtig Solidarität zu zeigen. 

Deutschland ist ein Sozialstaat und das bedeutet, in Deutschland herrscht eine rechtlich gesicherte Solidarität. Ein Sozialstaat der politisch ausgehandelt und rechtlich abgesichert ist. 

So schön sich dies auch anhört, hat nicht jeder das Gefühl von Solidarität. Es ist deshalb umso wichtiger geworden über diese Thematik aufzuklären und an einem Strang zu ziehen. Denn nur dann ist Solidarität möglich.  

Lasst uns alle versuchen mehr aufeinander zu achten und uns gegenseitig zu helfen. Nicht nur den Menschen helfen, die uns vertraut sind, sondern allen Menschen. Das fängt schon bei Kleinigkeiten an, zu sehen, wenn jemand Hilfe braucht, sein Wissen mit denjenigen teilt, die davon profitieren können oder auch einfach mal jemandem ein offenes Ohr schenken, der das dringend braucht. Eine/r allein kann die Welt nicht verändern, aber je mehr Menschen an einer besseren Welt arbeiten, desto mehr positive Veränderungen können WIR gemeinsam erzielen und zu einer positiven Entwicklung der Welt und der Menschheit beitragen. 

EINER FÜR ALLE UND ALLE FÜR EINEN! 

Gemeinsam schaffen wir das! 

Damit sind wir wieder am Ende unseres heutigen Blogeintrages. Wie immer hoffen wir das es euch gefallen hat! Lasst uns gerne einen Kommentar da oder schreibt uns eine Mail an team@staerken.net ! Oder schaut vorbei auf:

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Wir wünschen Euch einen schönen Tag

Katharina, Dominique, Jackie und Mary 😊