Hey, Mittwoch, Wochenteiler und Blogzeit, 

heute geht es ums Stärken und Gestärkt werden; wir heißen stärken.net, da bietet sich das ja auch irgendwie an 😉 

 

Was könnt ihr gut? Die Frage haben wir uns auch gestellt und sind erstmal auf ganz viele Dinge gekommen, die wir so gar nicht gut können, oder die wir uns besser wünschen. Geht Euch das auch so? Ist das nicht merkwürdig? 

Mit unseren Defiziten, Misserfolgen und Schwächen kennen wir uns viel besser aus: „Ach, einen knackigeren Hintern, ein bisschen weniger, dies ein bisschen mehr das, seien wir ehrlich es gibt kaum jemanden, wahrscheinlich niemanden der komplett zum Beispiel mit seinem Aussehen zufrieden ist. Auch mit unseren Begabungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten können wir uns meistens nur schwer abfinden:“ Ach wenn ich doch auch „spanisch sprechen könnte“ oder so kochen, backen, basteln, ach wenn ich doch so kreativ wäre? Die Liste lässt sich fast unendlich verlängern, aber ich soll mich nicht auf meine Unzulänglichkeiten und Schwächen konzentrieren, sondern auf meine Stärken. 

 

Dazu eine nette kleine Geschichte, die uns erst zu diesem Blogbeitrag inspiriert hat: 

Es war einmal ein kleiner Schuljunge, der stets sein Bestes gab. Eigentlich brachte er fast immer gute Noten nach Hause. Nur das Auswendiglernen von Worten und Texten lag ihm gar nicht. Ganz zum Ärger seines Griechischlehrers, der dem Jungen prophezeite: „Aus dir wird nie was Rechtes werden!“ 

Der arme Junge, denkt ihr? Der arme Lehrer, sagen wir. Denn der Junge war: Albert Einstein

Anmerkung der Redaktion: Wer sich die Skulptur selber ansehen möchte, die steht in Ulm. 

Ist es nicht erschreckend, dass man gerade ihm weismachen wollte, dass aus ihm nichts wird? 

Wir finden es eher beruhigend, denn er ist einer der bedeutendsten Physiker aller Zeiten und ein Mann, der als Genie in die Geschichte eingegangen ist. 

Also wie kam der Lehrer zu der Ansicht Aus dir wird nichts Rechtes werden!!“? 

Ganz simpel: weil er der Überzeugung war, der Junge muss alles gut können: in den Naturwissenschaften genauso wie in Wort und Schrift. 

Übrigens noch so einen Fakt den die wenigsten über Einstein wissen: Er hat erst mit 3 Jahren angefangen zu sprechen. Von Hochbegabung war doch noch keine Spur. Heute wäre er wahrscheinlich in zehn Förderkursen gelandet und wer weiß… 

 

Okay, zurück zum eigentlichen Thema: Stärken und gestärkt werden. 

Es gibt verschiedene Arten von Stärke, die Kartoffel– und die Maisstärke lassen wir mal außen vor! 

Wir meinen die mentale Stärke: das Ergebnis von persönlichen Überzeugungen, Einstellungen und Denkprozessen, die dazu führen, dass sich Personen a) herausfordernde Ziele setzen und an diesen auch unter Schwierigkeiten festhalten, b) Misserfolge besser wegstecken, c) eine höhere Motivation aufweisen, sich d) weniger ablenken lassen und e) insgesamt mehr Anstrengung und Ausdauer zur Erreichung ihrer Ziele aufbringen. 

 

Synonyme?

Kraft/ Körperkraft, Einfluss/ Macht, Leistung/ Leistungsfähigkeit, Begabung, Talent, emotionale Stärke 

 

Noch eine kleine Geschichte: Eine Eiche und ein Schilfrohr stritten über ihre Stärke. Als ein heftiger Sturm aufkam, beugte und wiegte sich das Schilfrohr im Wind, um nicht entwurzelt zu werden. Die Eiche aber bleib aufrecht stehen und wurde entwurzelt. Diese Geschichte ist schon viele 100 Jahre alt sie stammt von  Aesop (griechischer Sklave auf Samos) 

Gefühlt muss alles gestärkt werden: die Position von diesem und jenem, unsere Abwehrkräfte, dass Wir, damit wir die Coronakrise gut überstehen 

Was heißt denn das überhaupt jemanden stärken, bzw. durch jemanden oder etwas gestärkt werden? 

Ich kann jemanden bestärken zum Beispiel in seiner Meinung, dann heißt das soviel wie unterstützen, ich kann  

1) stark, belastbar machen; kräftiger, leistungsfähiger werden 

2) sich durch Speisen oder Trinken erfrischen 

3) die Wirksamkeit erhöhen; etwas wirkungsvoller machen 

4) von Wäschestücken: mit Wäschestärke behandeln, steif machen 

Kraft kommt nicht aus körperlichen Fähigkeiten. Sie entspringt einem unbeugsamen Willen hat Mahatma Gandhi (1869 – 1948), der indische Widerstandskämpfer gesagt. 

 

 

Hat jeder Stärken?

Ja, jeder von uns hat besondere Stärken und kann dies auch nutzen um andere zu stärken. Wenn uns der Alltag über den Kopf wächst und nicht alles so gut funktioniert wie wir uns das vorstellen oder wie wir es gerne hätten, dann sehen viele von uns nur die negativen Seiten des Lebens. Die positiven Aspekte nimmt man in schwierigen Zeiten oftmals überhaupt nicht mehr wahr. In so einem Moment braucht man eine starke Hand die einen auffängt, bevor man auf dem Boden landet.  

Um andere Menschen stärken zu können, müssen wir zunächst bei uns selbst anfangen. Wir müssen unsere eigenen Stärken und Fähigkeiten erkennen, kennenlernen und gezielt einsetzen können. Auf diese Weise stärken wir unsere selbst und können die Kraft aufbringen anderen etwas von dieser Stärke zu geben. 

 

Was ist Stärke?

Laut deGallup Instituts (amerikanisches Meinungsforschungsinstitut mit internationalem Ruf) besteht Stärke aus drei Dingen: Talent + Wissen + Können (Können lässt sich mit Erfahrung übersetzen) 

 

Die innere Stärke wird durch die drei Dinge erweckt. Durch das Einsetzen der Stärke, verfeinern wir unsere Fähigkeiten und können dadurch nicht nur anderen eine Freude machensondern auch uns selbst, unseren Körper und Geist zufrieden stellen. Denn wenn man was gut kann und gerne macht verspürt man Glück und Freude.So wie wir bei Staerken.net bei unseren Projekten 😉 

Jemand der ein Talent für eine bestimmte Aufgabe hat, kann diese Aufgabe bis zu einem gewissen Grad ausfüllen ohne dass er das Wissen und Können hat, was er eigentlich benötigt. 

Wenn das Talent für etwas nicht vorhanden ist, man sich aber Wissen und Können aneignet, wird man bestenfalls gut aber nicht unbedingt sehr gut werden.  

Um langfristig eine Bestleistung zu erzielen, werden alle drei Dinge (Talent, Wissen und Können) benötigt. 

 

 

Kleines Beispiel: 

Wenn jemand Chirurg werden möchte, was braucht er für ein Talent?Er braucht eine ruhige Hand und Feinmotorik. 

Ein Chirurg benötigt sicher auch starke Nerven und das Wissen was er sich in der Universität aneignen kann.  

Das Können benötigt der Chirurg, um in der Praxis auf neue Situationen, die nicht unbedingt im Lehrbuch stehen, gut reagieren zu können.  

Wissen und Können lassen sich für jeden Beruf aneignen, das was sich nicht aneignen lässt, ist das Talent. Dies muss man einfach mitbringen. 

Viele Menschen haben oftmals das Gefühl keine besonderen Fähigkeiten oder Stärken zu besitzen. 

Das ist allerdings nicht richtig, denn jeder von Euch hat besondere Stärken, Talente und Fähigkeiten.  


Darauf sind wir Sonntag schon ein bisschen eingegangen, deshalb nur noch mal kurz und knapp: So wie wir Menschen alle individuell sind, so sind es auch unsere Stärken und Fähigkeiten.


Einige können sehr gut zuhören, sich in andere hineinversetzen, andere zum Lachen bringen, zeichnen, tanzen, gut schwimmen, andere motivieren, gut rechnen, gut lesen oder schreiben, andere wiederum können singen, eine bestimmte Sportart gut ausüben, gut auswendig lernen, gut kochen oder backen, Verantwortung übernehmen, gut im Team arbeiten, andere trösten etc.  

Wenn man sich selbst aufmerksam beobachtet und schaut wie man in verschiedensten Situationen reagiert und handelt, können einem verborgene Stärken auffallen. Oder wenn ihr etwas komplett Neues, wie zum Beispiel eine Sportart einfach mal ausprobiert. Auch das kann euch dabei helfen euch und eure Stärken besser kennenzulernen und neu zu entdecken.Meistens fallen diese Stärken jedoch anderen Menschen auf, dann hört ihr solche Sachen wie: „Wow, du kannst aber schön singen!“ 

 

Um deine Stärken zu entschlüsseln, kannst du aber auch andere in deinem Umfeld, dir nahestehende Personen fragen wo sie deine Stärken sehen oder du beantwortest dir selbst die folgenden Fragen: 

Welche Aufgaben gehen dir leicht von der Hand? 

Was motiviert dich? 

Wo erzielst du sehr gute Ergebnisse? 

Was lernst du schneller als andere? 

Bei welchen Aufgaben/Problemen fragen dich andere um Rat? 

Viele Menschen glauben, es mache mehr Sinn seine Schwächen zu entwickeln als seine Stärken, dabei ist genau das Gegenteil der Fall. 

 

 

 Es ist wichtig seine Stärken zu entwickeln und an seinen Schwächen zu arbeiten.

Denn wenn wir an unseren Stärken arbeiten, verspüren wir Freude und erzielen viel bessere Ergebnisse als an den Schwächen. 

Wie können wir denn an unseren Stärken arbeiten? 

Erster Schritt:

Wir müssen unsere eigenen Stärken erkennen. Das ist manchmal nicht einfach herauszufinden, denn wenn wir unsere Stärken einsetzen gehen uns die Dinge leichter von der Hand und genau deshalb fallen sie uns auch kaum auf. Sie sind uns viel zu selbstverständlich. 

Der nächste Schritt um an seinen Stärken zu arbeiten ist, seine Stärken anzuerkennen. 

Nur wenn du selbst von deinen Stärken überzeugt bist, davon dass du etwas wirklich herausragend kannst, erst dann hast du auch das nötige Selbstvertrauen diese Fähigkeit weiterzuentwickeln. Leider sind die meisten Menschen daran gewohnt ihre Schwächen für ganz real zu halten, bei ihren Stärken sind sie aber sehr skeptisch. Andere Menschen können noch so oft sagen, dass sie eine Fähigkeit an uns bewundern, wenn wir daran nicht selbst glauben bringt auch das größte Lob nichts. Wenn ihr zu den Menschen gehört die eher an ihre Schwächen anstatt an ihre Stärken glauben, könnt ihr euch diese Fragen stellen: 

Wo hast du die Stärken die du bei dir selbst entdeckt hast oder die dir andere genannt haben eingesetzt? Und welche positiven Auswirkungen hatte das? 

Der nächste Schritt ist es deine Stärken zu trainieren die du vorher erkannt hast. 

Wenn beispielsweise Hilfsbereitschaft deine Stärke ist, dann kannst du dir morgens nach dem Aufstehen sagen „Heute lasse ich mich mal überraschen wo überall meine Stärke Hilfsbereitschaft zum Vorschein kommt.“ Ihr müsst dann nicht einmal bewusst daran denken. Euer Unterbewusstsein merkt sich das und macht den Rest. Und am Ende des Tages lässt ihr den Tag Revue passieren und fragt euch wo ihr eure Stärke einsetzen konntet. Meistens viel öfter als man glaubt. 

Als nächstes ist es wichtig die Stärken einzusetzen bzw. anzuwenden. Dadurch könnt ihr andere Menschen stärken und unterstützen. 

Das macht Freude und verschafft uns, sowie dem Gegenüber viele Glücksmomente.  

Wir reden immer von Stärken uns Schwächen, aber Stärken und Schwächen gibt es nur aus der Sicht des Beobachters. Dinge, Verhaltensweisen, Eigenschaften, körperliche Merkmale sind nicht als solche positiv oder negativ. Abhängig von unserer Bewertung als positiv oder negativ erscheinen sie uns als Stärken oder Schwächen. 

Beispielsweise können wir Sensibilität oder Genauigkeit, einen großen oder kleinen Busen sowohl positiv als auch negativ sehen. Und wir können diese Eigenschaften sogar zu einem Zeitpunkt positiv und zu einem anderen Zeitpunkt negativ sehen. 

 

 

Bewertung

Unsere Bewertung ist u.a. abhängig von unseren Erfahrungen, der Situation, den Erwartungen, unserer seelischen und körperlichen Verfassung. 

Wir können aus jeder sogenannten Schwäche eine Stärke machen, indem: 

  • wir sie als Ansporn nehmen, uns mehr einzusetzen 
  • wir sie annehmen 
  • wir bewusst dazu stehen und sie als unser Markenzeichen umdefinieren 
  • wir bewusst einen Sinn darin suchen 

Es ist wichtig sich genau zu überlegen was kann ich ändern und dann noch selber zu entscheiden, was möchte ich ändern! 

Es ist nicht möglich, vielleicht auch noch nicht, wer weiß- zu verhindern, dass wir jeden Tag ein bisschen altern, aber es ist möglich zu verhindern, etwas dagegen zu tun, vorzubeugen, dass wir mit hoher Wahrscheinlichkeit krank werden: 

Wir können uns gesund ernähren, genug bewegen, Dinge tun die uns Spaß machen und genau das sollten wir auch tun! 

Erlaube dir ab und zu Schwäche zu zeigen, vertraue auf Dich und deine Stärken und glaub an Dich!

Bis zum nächsten Beitrag:

Jackie und Mary😊