Hey, ich wünschte, ach wenn ich doch, ich hätte so gerne…„Einmal im Leben möchte ich…“  

Kommt Euch das bekannt vor?, Es ist so wichtig zu wünschen, zu träumen und Visionen zu haben, also haben wir uns damit mal näher befasst. 

 

Vom Wünschen              

Beim Wünschen denke ich automatisch an Weihnachten und Geburtstage 

Was wünschst du dir zum Geburtstag und dann durfte ich mir was aussuchen, oder auch das traditionell Kerzenauspusten und wünschen- ach manchmal wünschte ich mir nochmal Kind zu sein: Das hatte doch extrem viele Vorteile! Wenn jemand mich geärgert hat, ich mich verletzt hatte, dann bin ich zu meiner Mutter gekommen und die hat dafür gesorgt, dass es mir wieder besser geht, mich getröstet. 

Versteht mich nicht falsch, das macht sie heute Gott sei Dank auch noch und ohne sie hätte ich manches in meinem Leben nicht so gut überstanden, wie ich es getan habe, sie ist für mich da, hört zu, pack an, steht mir wie man so schön sagt mit Rat und Ta zur Seite und ich könnte mir keine bessere wünschen. 

Überhaupt wünscht man sich als Kind jede Menge: einen Hund🐶, ein Einhorn🦄, man wünscht sich Prinzessin👸, Feuerwehrmann👨‍🚒🚒oder Polizist👮‍♀️🚓 zu sein ohne sich Gedanken darüber zu machen, wie das geht, dann ist man Teenager und möchte auf jeden Fall blitzschnell Erwachsensein, weil dann ja alles irgendwie besser ist und dann ist man Erwachsen und  manchmal, wenn einem alles zu viel ist, dann möchte man auch gerne wieder Kind sein, zumindest geht uns das manchmal so. 

Ich wünsche dir, dass all deine Träume und Wünsche in Erfüllung gehen.“ – Das ist ein Satz, den ich schon häufig auf diverse Glückwunschkarten geschrieben habe. Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen Träumen und Wünschen? 

 

 

 

Träume und Wünschen

„Im Jugendalter übersetzen wir dann manche Kindheitsträume in Ziele, die besser mit der Realität vereinbar sind“, sagt Alexandra Freund, Psychologie Professorin an der Universität Zürich. Sie selbst interessiert sich vor allem für jene Träume, die wir weder in realisierbare Ziele ummünzen noch loslassen können. „Manche Träume bleiben uns als bittersüße Sehnsüchte erhalten“, sagt sie. Bitter, weil sie utopisch sind. Süß, weil sie mit schönen Gedanken verknüpft sind und uns erlauben, das Ersehnte auf der Imaginationsebene zu erleben. „Wir versetzen uns sogar gezielt in Sehnsucht, etwa indem wir Musik hören oder Gedichte lesen.“ Im Gegensatz zur Melancholie sei Sehnsucht daher kein negatives Gefühl, sondern könne helfen, das nicht perfekte Leben zu akzeptieren. 

Anstatt utopische Träume zu begraben, verewigen wir sie in unserer Fantasie, sagt auch die Psychoanalytikerin und Philosophin Brigitte Boothe. Statt von Sehnsucht spricht sie allerdings vom „Wünschen“. „Der Wunsch lässt uns die Kluft zwischen Realität und Erwünschtem ertragen, die uns sonst innerlich in Spannung und Unwohlsein versetzen würde“, sagt sie. „Wünschen ist ein überaus gesunder Zustand passiver Zufriedenheit.“ Boothe stellt sich Wünsche wie einen Schatz vor, den wir in unserem Inneren tragen. Er schütze uns davor, ein Leben lang verlorenen Träumen nachzujagen. 

Einen Teil dieses Schatzes geben wir an unsere Nachfahren weiter, so Boothe. Die Theorie, dass Eltern ihren Kindern unbewusst den Auftrag erteilen, die eigenen unerreichten Wünsche zu verwirklichen, stellte der Psychoanalytiker Helm Stierlin schon in den siebziger Jahren auf. Dass diese Delegation der Wünsche stattfindet, ist bis heute kaum belegt. Boothe hält sie trotzdem für plausibel: „Kinder wachsen in einem Lebensraum auf, den die Eltern gestaltet haben und der ihre Wünsche spiegelt“, sagt sie. „Wir werden schon als Säuglinge auf das geprägt, was unsere Eltern erstrebenswert finden.“ Manche Psychoanalytiker halten es sogar für möglich, dass Kinderwünsche denen ihrer gleichen.

Also können wir aus dem ‚Wünschealter‘ gar nicht rauskommen, auch wenn wir umgangssprachlich sagen wir sind wunschlos glücklich gibt es immer noch das ein oder andere was wir gerne anders hätten… 

 

Unterschied zwischen wünschen und träumen? 

Ein Haus am Meer ist kein Traum. Das ist ein Wunsch, den man sich erfüllen kann, wenn die Portokasse stimmt. Die Portokasse stimmt aber nur, wenn sich dein Traum auch materialisiert. 

Alles beginnt mit einem Samenkorn. Dieses Samenkorn ist der Traum (dein einzigartiges Potenzial für dein Leben). Damit beginnt alles und es hängt davon ab, was du damit tust und ob du überhaupt damit etwas tust. 

Wenn ihr einen –  einzigartigen – Traum habt, dann seht ihr etwas für dir Zukunft, was andere Menschen nicht sehen. Das nennt man Vision. 

Wenn man beginnt, diese Vision zu realisieren, dann muss man sich noch Ziele setzen, kurzfristige, mittelfristige und langfristige Ziele, die Euch dieser Vision immer näher bringen sollen/werden/können. 

Wenn du dann schrittweise diese Ziele erreichst, dann kommst du immer mehr in die glückliche Lage, dir auch deine Wünsche schrittweise erfüllen zu können. (z. B. ein Haus am Meer).  

 

Überall hört und liest man, dass ich man sich alles wünschen kann, „leb deine Träume“ singen Luxuslärm, seid 2010                           

… Wenn ich nicht alles Gewünschte bekomme, brauche ich dann nicht einfach nur eine andere, die richtige Technik? Wie soll ich denn meinen Traum leben, das geht doch gar nicht, oder? Und woher weiß ich überhaupt welchen Traum?

Fragen über Fragen. 

 

Wer von Euch hat nicht vielleicht auch nur heimlich und unterbewusst den Wunsch „den Einen richtigen“ oder „die eine richtige“ zu finden, euren Seelenverwandten! Wir glauben daran zumindest irgendwie, wenn wir nur genug Frösche küssen, dann wird da schon der eine Prinz bei sein. 

 

 

Und hätten wir nicht manchmal alle gerne eine Wunderlampe wie Aladdin, mit dem Dschinn der uns dann Wünsche erfüllt? 

Geht es nicht jedem so, dass er sich manchmal wünschte er würde auf einer einsamen Insel leben? 

 

Traumfänger

Hand aufs Herz bei wem hängt nicht ein Traumfänger im Schlafzimmer? Kennt ihr diese Dinger? Wisst ihr um ihre Bedeutung? 

Traumfänger, auch unter der englischen Bezeichnung Dreamcatcher“ bekannt, blicken auf eine lange Geschichte zurück. Mittlerweile dekorieren die beliebten Dreamcatcher längst viele europäische Schlafzimmer. Dabei kennen längst nicht alle Menschen, die ihr Herz an einen schönen Traumfänger verlieren, die Geschichte dieser von der Zimmerdecke baumelnden kunstvollen Objekte, die nicht von ungefähr an Spinnennetze erinnern. 

Traumfänger stammen aus dem Kulturkreis der Indianer, genauer aus der Ojibwe-Kultur. Obwohl sie sich optisch oft ziemlich unterscheiden, haben doch alle Traumfänger eine Grundform gemeinsam, nämlich ein von einem Reifen umrahmtes Netz. Dem alten, überlieferten Glauben nach, wird angenommen, dass die schlechten Träume in eben diesem Netz hängen bleiben, wo sie später von der Morgensonne neutralisiert werden, wohingegen die schönen Träume den Weg hindurchfinden. Dieser Glaube verlieh dem Netz dann auch zu seiner Bezeichnung: Traumfänger. In der Sprache der Indianer liest sich das „bawaajige nagwaagan“, was so viel wie „Traumfalle“ bedeutet. „Titlahtin“ nannten die Azteken den Traumfänger. Viele Sagen und Legenden rund um den Traumfänger, wurden übrigens von den Anishnabe– und den Ojib-Indianern überliefert, entgegen der weitläufigen Meinung, dass der Ursprung aller Erzählungen bei den Lakota-Indianern verwurzelt ist. In den 60er- und 70er-Jahren übernahmen dann auch andere indigene Völker in Nordamerika den Begriff „Traumfalle“. Der Traumfänger ist ein Kultobjekt, das sich weit über den indianischen Kulturkreis hinaus großer Beliebtheit erfreut und unter den Dekorations- und Geschenkideen ganz weit oben steht. 

 

Die magische Anziehungskraft der Traumfänger 

Wie sich die magische Anziehungskraft der Traumfänger erklärt, darüber wird es wohl niemals die einzige Wahrheit schlechthin geben, dafür aber eine sehr plausible Annahme. Die Traumwelt beschäftigt die Menschen seit jeher. Träume haben etwas Mystisches, etwas Magisches, etwas Unerklärliches. Allen Traumforschungen zum Trotz bleibt die Welt der Träume ein Bereich, wo unendlich viel Platz für Vermutungen, Sagen, Märchen und Geheimnisse ist. Woher kommen die bösen Träume? Was können sie uns wirklich anhaben? Wie können wir Albträume besiegen und uns vor den bösen Gesichtern der Nacht schützen? Viele Fragen; der Traumfänger liefert zwar keine klaren Antworten, lässt uns aber nur allzu gerne glauben, dass wir mit seiner Hilfe das Böse unschädlich machen können. Somit üben die Dreamcatcher eine beruhigende Wirkung auf uns aus. Wer das nicht offen zugeben möchte, wer seine Ängste nicht wahrhaben will, der kann sich immer noch auf die dekorative Wirkung eines Traumfänger berufen. 

 

 

Ein bisschen Psychologie 

Wunschträume sind Träume, die unsere tiefsten Wünsche beinhalten und, häufig in abstrakter Form, darstellen. 

In seinem 1900 erschienenen Buch „Die Traumdeutung“ stellt der Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud, die These auf, jeder Traum habe einen Sinn. Dabei unterscheidet er zwischen dem „manifesten Trauminhalt“ und „latenten Traumgedanken“. 

Trauminhalt, dabei handelt es sich um jenen Inhalt, an den wir uns nach dem Aufwachen erinnern können. Die latenten Traumgedanken beschreiben den tieferen Sinn, dem der Traum zugrunde liegt und den wir nicht sofort erkennen können. 

Für Freud bestehen die Traumgedanken aus unbewussten Wünschen der Träumenden, die aus einem bestimmten Grund nicht zum Bewusstsein zugelassen werden, da sie der inneren Traumzensur unterliegen, über die allen Menschen verfügen. 

In Wunschträumen äußern sich nämlich Wünsche, die wir unterdrücken oder denen wir uns im Wachzustand nicht einmal bewusst sind. Andererseits können wir im Wunschtraum unsere innersten, geheimsten und verbotensten Wünsche ausleben ohne dabei jemandem zu schaden. 

Freud unterteilt unsere Träume in zwei Arten: in Albträume und Wunschträume. Während sich hinter den Albträumen unterdrückte, verdrängte oder ganz bewusste Ängste verbergen, stehen bei den Wunschträumen vor allem unterdrückte Sehnsüchte und Wünsche des Träumenden im Vordergrund. 

Das Träumen ist wie eine Vorschau, wie ein Trailer von einem Kinofilm, so dass ich entscheiden kann, ob ich mir den ganzen Film anschauen möchte oder nicht. Durch das Träumen kann ich sehen und fühlen, wie es ist, wenn der Inhalt des Traumes Wirklichkeit wird. 

Es ist ein Vorgeschmack auf das, was kommen kann. Und wenn sich der Traum wiederholt oder wenn ich mich bewusst so einem Traum hingebe, oder wenn ich merke, dass es sich richtig gut anfühlt, dann kann ich daraus ein Ziel machen und/oder einen Wunsch formulieren. 

Am Anfang steht also die Vision; Zum Beispiel „Menschen stärken, Innovation in Schule bringen. 

Wenn ich davon träume, egal ob Tag- oder Nachttraum, erhalte ich eine Vorstellung davon, wie das aussehen kann und vor allem, wie es sich anfühlen kann. 

So träumen wir davon andere Menschen zu stärken. 

Aufgrund dieser „Vorschau“ erstellt sich jeder seine ganz konkreten größeren und kleineren Ziele. Dies ist quasi auch die Mission jeden Einzelnen. 

Menschen stärken, ihnen helfen ihren Weg zu finden 

Damit fällt es leicht, Ziele zu definieren.  

Dabei ist es hilfreich, die Ziele so zu portionieren, dass sie auch erreichbar sind. Wenn wir uns als erstes Ziel gesetzt hätten. Also fangen wir kleiner an, ohne dabei unsere Vision aus den Augen zu verlieren. Unsere ersten Ziele lauteten: Gleichgesinnte finden, haben wir. 

Wie und wo, kann ich wieder noch in kleinere Ziele unterteilen:

Augen und Ohren offenhalten, von der Idee erzählen, Innovation Schule googeln, Freunde fragen, ob sie sich damit auskennen und helfen können.

Die kleinen Ziele und Erfolge sind ganz, ganz wichtig. So lernt man und wird sich bewusst, zu was man wirklich fähig ist. 

Wenn du einen Berg besteigen willst, dann kannst du auch nur einen Schritt nach dem anderen gehen. Wenn du mit einem Schritt oben sein möchtest, müsstest du ja nach den ersten Schritten sagen: „Ich kann das nicht! Oh mein Gott, ich schaffe das nie, ich müsste schon längst da sein ….“ und so weiter. Ich glaube ihr wisst was ich meine und ich vermute ihr kennt das auch so gut wie ich. 

Aber hat mein Kopf ihn wirklich aufgegeben – gelöscht? Gehen Träume, die sich nicht realisieren lassen, einfach verloren? 

„Wenn man sich ewig an denselben unrealistischen Traum klammert, wird man immer wieder mit seinem eigenen Misserfolg konfrontiert. Das ist frustrierend und stressig, es kann sogar unser körperliches Wohlbefinden beeinträchtigen“, sagt der Entwicklungspsychologe Carsten Wrosch von der Concordia University in Kanada. „Das Sich-Lösen von Träumen oder Zielen – ich nenne es Disengagement – ist ein wichtiger Prozess, um gesund zu bleiben.“ Das bedeutet allerdings nicht, dass wir sie uns komplett aus dem Kopf schlagen. 

Träume, Ziele, Idealvorstellungen erfüllen aus psychologischer Sicht einen wichtigen Zweck: Sie geben uns Orientierung und motivieren uns. Deshalb geht das Disengagement Wroschs Theorie zufolge unmittelbar in Reengagement über: Wir richten unsere Aufmerksamkeit und psychische Energie auf neue, aber inhaltlich verwandte Träume. Statt Astronaut werden wir Hobbypilot, statt Prinzessin Bekleidungsfachverkäuferin und statt Hexe Pharmazeutin. Unsere Träume verschwinden nicht, sie verändern nur ihre Gestalt. 

Ich stelle bei Rückschau fest, dass ich immer auch einen Preis zahlen musste, wenn ich meinen Wünschen nahekam. 

1:1 Wünsche verwirklichen habe ich sowieso nicht hinbekommen, da kam mir immer wieder das Leben dazwischen😊 

Über manche Wünsche bin ich im Lauf des Lebens sogar hinausgewachsen und stelle in der Rückschau fest, sie waren gar nicht so wichtig oder unrealistisch. Aber Annährung an Wünsche, das ging öfter. 

Und das habe ich auch für meine Gegenwart und Zukunft vor, obwohl ich weiß, dass ich immer wieder auch einen Preis bezahlen werde. 

Übers wünschen, träumen und Visionen haben könnten wir noch seitenlang bloggen, aber wir wollen euch ja nicht langweilen 😉 Sicher gibt es da die Möglichkeit nochmal zu einem anderen Zeitpunkt drauf einzugehen! 

Vor allen Dingen über Visionen, könnte man noch jede Menge schreiben, denn:

„Die Fähigkeit, Ideen in Taten umzusetzen, ist das Geheimnis des äußeren Erfolgs.“ -Henry Ward Beecher

 

Uns interessiert: 

Wie lautet denn eure Vision? Welche Träume schlummern in Euch? 

 

Schreibt uns, wir freuen uns auf zahlreiche Zusendungen, Ideen, Anregungen… 

Bis zum nächsten Beitrag:

Jackie, Dominique, Katharina und Mary😊