Hey, „bald schon ist Weihnachten, Kribbeln im Bauch“… heißt es in einem bekannten Kinderlied, wer es nicht kennt, hier nochmal zum reinkommen😉 :

Ja es ist immer noch Pandemie und viele Weihnachtstraditionen wird es in diesem Jahr nur eingeschränkt oder auch gar nicht geben, aber trotzdem oder gerade aus diesem Grund, wollen wir uns ein schönes Fest machen, wie das funktionieren kann darüber haben wir recherchiert und uns für Euch Gedanken gemacht: 

Tradition 

Weihnachten ist unter den vielen Traditionen, die wir so pflegen, natürlich eine ganz besondere. Immerhin ist es das bedeutendste Fest des Jahres! Beim näheren Hinsehen ist Weihnachten aber auch nur ein Fest mit vielen komischeRitualen. Habt ihr euch schonmal gefragt seit wann man Weihnachten feiert? Oder woher kommt Weihnachten denn? 

Jetzt mal ehrlich. Wer würde denn von sich aus auf die Idee kommen, in den Wald zu gehen, einen Baum zu schlagen, ihn sich ins Wohnzimmer zu stellen und mit Metallkugeln und Nippes zu behängen? Ähnlich verhält es sich mit der Idee, ein alter Mann mit Bart würde nachts durch den Kamin kommen und uns Geschenke bringen. Oder ein Kind nämlich das Christkind kommt und bringt den lieben Kindern Geschenke. Das wäre in Realität auch mehr ein Anlass für einen Polizeibesuch als zur Freude.  

Also sind wir der Frage mal auf den Grund gegangen: 

Seit wann und warum feiern wir Weihnachten eigentlich so, wie wir es feiern? 

Wie so viele eigenartige Traditionen reicht auch Weihnachten einige Zeit zurück. Wann genau man damit begann, das Weihnachtsfest zu feiern, ist allerdings unklar. Es war natürlich nicht so, dass die Leute direkt nach der Geburt Jesus Christus damit begonnen hätten, diese jährlich zu begehen. Das wäre auch etwas merkwürdig gewesen. Das Weihnachtsfest wäre die nächsten gut dreißig Jahre lang ja schlicht Jesus‘ Geburtstag gewesen. Der wurde sicher gefeiert, aber so wie heute mit Freunden und Familie und nicht mit 2,26 Milliarden Menschen (so viele Christen gibt es weltweit ungefähr). 

Direkt im Jahr 0 (oder eben 1) damit zu beginnen, die Geburt Jesus Christus zu feiern, wäre aber auch praktisch schwierig geworden. Erstmal gab es da ja noch keine Christen. Dafür musste Jesus schon erst noch ein bisschen was tun, Wunder bewirken! Obendrein wurde der reale Jesus wohl ohnehin schon gegen 4 oder gar 7 vor Christus geboren. Und wenn die Leute damals nicht mal das Jahr seiner Geburt richtig einschätzen konnten, wie sollten sie dann erst wissen, dass er genau am 25. Dezember geboren wurde? Tja, das ist es ja. Sie wussten es eben nicht. Und wir wissen es noch heute nicht. Die Frage, wann wir Weihnachten feiern – also an welchem Tag – ist also schon das erste Mysterium. 

Zumindest wissen wir sehr genau, dass Jesus nicht in dem Jahr 0 geboren wurde. Denn dieses Jahr gab es gar nicht. In der Zeitrechnung sprechen wir heute zwar von den Jahren vor Christi Geburt und nach Christi Geburt. Diese Zeitrechnung wurde jedoch erst im 6. Jahrhundert vom Mönch Dionysius Exiguus eingeführt. Er legte die Geburt Jesu auf unser Jahr „1“. Vermutlich hat sich bei der Berechnung des entsprechenden Jahres aber ein Fehler eingeschlichen, denn nach allem, was man aus der altkirchlichen Überlieferung weiß, wurde Jesus im Jahr 2 v. Chr. geboren. Wenn aber schon das Geburtsjahr von Jesusunklar ist, woher wissen wir, ob das Datum überhaupt stimmt? 

Das Weihnachtsfest wurde in den ersten Jahrhunderten des Christentums überhaupt nicht gefeiert. Im Mittelpunkt der religiösen Feiern stand das Osterfest, also die Auferstehung Jesu. Erst im 4. Jahrhundert begannen Christen damit auch die Geburt Jesu zu feiern – und zwar am 25. Dezember. 

Lange Zeit hat man angenommen, dass ein vorchristliches winterliches Sonnenwendfest um den 25. Dezember stattfand und die römischen Christen das übernommen haben. Aber bei allem, was über die römische Kultur überliefert ist, gibt es keine Quellen, dass ein solches Sonnenwendfest im Winter im Römischen Reich eine besondere Bedeutung gehabt hätte. Solange wir das tatsächliche Datum der Geburt nicht wissen, feiern wir also weiter an diesem symbolischen Datum. Auch oder gerade in diesem besonderen Jahr 2020. 

Weihnachten fällt nämlich nicht aus! Die Frage, die wir uns stellen müssen ist wie können wir trotz Beschränkungen durch Pandemie und Lockdown das, was uns wichtig ist, umsetzen?  

Wer das typische Weihnachtsmarkt-Essen vermisst, kann heiße Champignons, Crêpes, sogar heiße Maronen und Kinderpunsch oder Glühwein einfach in der heimischen Küche zubereiten. 

Auch das Singen von Weihnachtsliedern ist in den eigenen vier Wänden noch erlaubt. Dafür braucht man noch nicht mal jemanden der ein Instrument spielen kann– schließlich bieten YouTube und Musikstreaming-Dienste ein breites Spektrum an Instrumental-Versionen bekannter Weihnachtslieder. 

Weihnachten ist das Fest des Miteinanders. Wie lassen sich Nähe und Verbundenheit schaffen, wenn die Familie nicht an einem Tisch sitzen darf?  

Theoretisch darf man sich besuchen, praktisch werden viele Familien angesichts der immer noch weiter steigenden Zahlen verzichten. Aber ist das wirklich so schlimm? Fallen Besuche und Termine weg, kann das für Entlastung sorgen. Nehmen wir uns die Zeit in dieser außergewöhnlichen Zeit kurz inne zu halten und uns zu fragen: Welche Weihnachtstraditionen mögen wir wirklich? Wen wollen wir ehrlich treffen? Welche Traditionen halten wir vielleicht nur aus einem Verpflichtungsgefühl heraus aufrecht? 

Einfach mal wieder Karten oder Briefe verschicken, den Telefonhörer in die Hand nehmen oder wer die Möglichkeit dazu hat mit den unterschiedlichen Videochat-Tools seine Familie zu erreichen, der macht dann das. Ist schon was anderes, wenn man sich sieht und hört und hierbei braucht auch keine Mund-Nasenbedeckung getragen zu werden! 

Nehmt es doch als Challenge, dass ihr alle gleichzeitig das Essen fertig haben müsst und dann quasi fast wie immer zusammen esst.  😊

Was wäre Weihnachten, ohne gemeinsam einen Weihnachtsfilm anzuschauen?!  Mein absoluter Favorit ist „ein Wunder in Manhatten“. Auch das ist dank modernster Technik kein Problem. Wählt einfach im Voraus gemeinsam einen Film aus und stellt dann noch sicher, dass jeder den Film in seinem Besitz hat oder über einen Streaming-Dienst ansehen kann. Übrigens macht es sicher große Freude, jeden Haushalt mit einem Care-Paket zu überraschen. Füllt ihn doch einfach mit all dem was in eurer Familie an Weihnachten auf keinen Fall fehlen darf. 

Wir haben uns schweren Herzens dazu entschieden jeder Haushalt für sich zu feiern. Normalerweise kommen Heilig Abend alle zu mir, aber 2020 ist eben kein normales Weihnachten. Ich werde ein Familienrezept kochen und jeder der davon etwas abhaben möchte, sagt vorher Bescheid und kommt dann mit ´nem Behälter vorbei und holt sich seinen Teil. 

Macht euer eigenes Ding! 

Jede Familie hat zu Weihnachten ihre ganz eigenen Traditionen und Bräuche und das ist gut so und richtig! Lasst Euch nicht verrückt machen von dem, was andere machen, macht euer eigenes Ding, die Hauptsache ist doch, dass ihr ein schönes Weihnachtsfest erlebt.  

Was macht ihr denn an Weihnachten? 

Was darf bei Euch auf keinen Fall fehlen? 

Back to the roots 

Vielleicht hilft es auch so ein bisschen sich zurückzubesinnen auf das Wesentliche?! 

Weihnachten ist das Fest, an dem fast zwei Milliarden Christen jährlich die Geburt von Jesus Christus feiern. … Mit Weihnachten feiert man also auch die „Menschwerdung Gottes“ in Jesus.  

Heißt vielleicht ja auch nicht umsonst so das Lied?! 

Jesus kam nicht in einem Palast, sondern als Kind in ärmsten Verhältnissen auf die Welt. Mit seinem Einsatz für Arme, Kranke und Außenseiter wurde er zum Vorbild… Okay, genug davon! 

Vielleicht sollten wir uns ein bisschen was bei den Dänen abgucken, hyggelig statt hibbelig sein?!

Noch nie gehört? Seit 2017 geht dieses Wort um die Welt. 

Hyggelig ist ein im Dänischen und Norwegischen häufig verwendetes Adjektiv, das wörtlich „gemütlich“, „angenehm“, „nett“ und „gut“ bedeutet. Hygge ist ein Kernbestandteil der dänischen Tradition und Lebensweise. Im Wesentlichen bedeutet es eine gemütliche, herzliche Atmosphäre, in der man das Gute des Lebens genießt. Das warme Licht der Kerzen ist Hygge. Freunde und Familie gehören auch zur Hygge. Und nicht zu vergessen, Essen und Trinken. Bei Hygge geht es darum, im Alltag mehr Glück zu finden, die kleinen Momente zu genießen und mit positiven Gedanken durchs Leben zu gehen. Vielleicht liegt es ja an Hygge, dass die Dänen oft als die glücklichsten Menschen der Welt bezeichnet werden. 

Egal wie ihr Weihnachten 2020 feiert, wir wünschen euch von Herzen, dass es Euch gut tut, dass ihr den Mut und den Humor nicht verliert, denn wie hat Charles Dickens so schön gesagt:“  

„Gibt es eine bessere Form mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?“ (LINK)

 dazu könnten wir dann dieses ⤵ Lied hören 😉 

 

Wir wünschen Euch wunderschöne Weihnachtstage

Jackie, Mary, Katharina und Dominique 😊